Abendnachrichten von Radio ZP-30 am 21. Februar 2024

Die Straßensperre der Transchaco ist aufgehoben worden. Vertreter der Siedlung La Herencia und von acht dazugehörenden Dörfern hatten für heute Vormittag eine Blockade der Fernstraße auf der Höhe von Kilometer 319 angekündigt. Gegen 10 Uhr wurde die Straße gesperrt und um die Mittagszeit dann wieder für den Verkehr freigegeben, wie ZP-30 erfahren konnte. Die Vertreter der Siedlungen fordern die Einlösung von Versprechen, die ihnen von Seiten mehrerer Behörden gegeben wurden. Genannt werden in diesem Zusammenhang Indi, Sen, das Regionalbüro des Gesundheitsministeriums in Villa Hayes und die Departamentsregierung Presidente Hayes. (ZP-30, Archiv ZP-30)

Die EU schickt ihren Umweltkommissar nach Paraguay. Darüber informiert die staatliche Nachrichtenagentur IP Paraguay. Im März dieses Jahres wird der Kommissar für Umwelt der Europäischen Union, Virginijus Sinkevičius, nach Paraguay reisen. Der Grund: Er will mit Behörden, Verbänden und Experten über Nachhaltigkeitsprojekte und Maßnahmen gegen den Klimawandel sprechen. Die Ankündigung wurde heute vom EU-Botschafter in Paraguay, Javier García de Viedma, gemacht. Der Besuch des Kommissars ist Teil einer Tour in zwei Ländern in Südamerika, wobei Paraguay als erstes Ziel gewählt wurde. Es wird erwartet, dass der Umweltkommissar Themen wie Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Entwaldung ansprechen wird. EU-Botschafter García de Viedma kündigte außerdem an, dass zuvor ein Vertreter der EU-Generaldirektion für Umwelt kommen werde, um sich mit Verbänden, Ministerien und Experten zu treffen. Dabei wolle er alle entsprechenden Projekte und Vorschriften der EU vorstellen und erklären, heißt es. (IP Paraguay)

Die Partei PLRA wird in diesen Tagen von mehreren Konflikten erschüttert. Wie die Zeitungen ABC Color und La Nación berichten, hat das ehemalige führende Mitglied der PLRA, Atilio Fernández Celauro, einen Mitgliedsantrag an die Colorado- Partei gestellt. Sein Antrag wurde angenommen und gestern fand die Aufnahmezeremonie in Gegenwart von Parteipräsident Horacio Cartes statt. Fernández Celauro hatte die PLRA kurz nach den Wahlen verlassen und war danach von der gegenwärtigen Regierung in der Staatsanwaltschaft angestellt worden.

Auch im Kongress verliert die PLRA in diesen Tagen an Einfluss. Der Abgeordnete des Departaments Caaguazú, Alejo Ríos, kündigte gestern an, dass er die Fraktion der PLRA verlassen und ab jetzt als unabhängiger Liberaler agieren werde. Sein Ziel sei aber, dass alle liberalen Abgeordneten als einheitlicher Block im Unterhaus auftreten, so Ríos. Ein weiterer Konfliktpunkt besteht darin, dass vier Senatoren der PLRA in der vorigen Woche im Oberhaus für den Rauswurf von Kattya González gestimmt und damit den Cartes-Flügel in der roten Partei unterstützt hatten. Das Direktorium der Liberalen will sich heute Abend treffen, um einen Parteitag zu planen. Ziel des Parteitags soll der Rauswurf der vier abtrünnigen Senatoren sein. (La Nación, ABC Color)

Die brasilianische Polizei hat in der Grenzregion nach Paraguay einen Drogenboss festgenommen. Wie das Nachrichtenportal „Más Encarnación“ berichtet, wurde gestern Antonio Joaquim Mota in der brasilianischen Grenzstadt Ponta Porá verhaftet. Ihm werden Drogenhandel, der illegale Besitz von Feuerwaffen und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Mota, der mit seiner Familie seit den 70-ziger Jahren in der Grenzregion tätig ist, wurde zur Untersuchungshaft in das Gefängnis von Campo Grande gebracht. (MasEncarnacion)

In Encarnación ist ein Lager für den Zoll und eine Plattform für Scanner eingeweiht worden. Bessere und schnellere Kontrollen und eine Senkung der Kosten sowie eine Erleichterung des internationalen Handels: das sind die Ziele, die die nationale Behörde für Abgaben, DNIT, mit diesen Neuanschaffungen verfolgt. Darüber schreibt IP Paraguay. An der Einweihungszeremonie nahmen unter anderem der DNIT-Vorsitzende, Óscar Orué, und der Zollverwalter von Encarnación, Alcides Brizuela, teil. Orué erklärte bei der Gelegenheit, dass die Behörde nicht nur darauf abziele, mehr Einnahmen zu erzielen. Sondern eines ihrer Hauptziele sei, die Unternehmen bei der Ausweitung ihrer Geschäfte zu unterstützen, um damit den Außenhandel zu stärken, so Orué. (IP Paraguay)

Der „Projektplan für die Kreislaufwirtschaft“ soll den verantwortungsbewussten Konsum fördern. Wie die Tageszeitung La Nación berichtet, ist heute Morgen der sogenannte „Projektplan für die Kreislaufwirtschaft von Verpackungen“ vorgestellt worden. Er zielt darauf ab, die Kreislaufwirtschaft von Verpackungen durch Wiederverwendungs- und Recyclingstrategien zu fördern und mehr Personen in dem Bereich einzustellen. Das Projekt soll dazu beitragen, die Umweltauswirkungen zu reduzieren und das Abfallmanagement zu verbessern. Laut einem Bericht aus dem Jahr 2022, werden in Paraguay 43 Prozent der Verpackungen nach ihrem Gebrauch recycelt. Dies sei ein hoher Wert im Vergleich zu anderen Ländern aus der Region, heißt es. Ebenso enthalten auf lokaler Ebene mehr als die Hälfte der Verpackungen recycelte Materialien.
Die Kreislaufwirtschaft ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden. Auf diese Weise wird der Lebenszyklus der Produkte verlängert. In der Praxis bedeutet dies, dass Abfälle auf ein Minimum reduziert werden. (La Nación, IP Paraguay, Europarl.europa.eu)


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