Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 4. Dezember 2023

In Filadelfia ist die Notfalleinsatz-Zentrale, COE, wieder in Betrieb genommen worden. Offiziell aufgenommen wurden die Aktivitäten am vergangenen Freitag, wie die Stadtverwaltung Filadelfia informierte. Das Notfallzentrum hat seinen Sitz im Rathaus in Filadelfia. Erreichen kann man die COE aber auch über die Telefonnummer 0981 003 916. Die Institution ist dafür verantwortlich, in jeglichen Notfällen die Arbeiten zu koordinieren, sei es bei Bränden, Überschwemmungen oder Trockenheit.
Der Koordinator von UNICEF Paraguay, Christian Ávalos, erklärte gegenüber Radio ZP-30, dass das Ziel von COE nicht sei, die Einsatzkräfte zu verdoppeln. Vielmehr sollen die Arbeiten zwischen den Institutionen koordiniert werden, damit Menschen in Not geholfen werden könne, so Ávalos. Die Notfallzentrale COE ist ein Vermittler zwischen dem Distrikt und dem Notstandssekretariat, SEN. Zu den Aufgaben gehören neben dem Einsatz in Notsituationen auch deren Vorbeugung. Beispielswiese in Bezug auf Überschwemmungen müssen Risikozonen ausfindig gemacht und es muss sichergestellt werden, dass die Zonen unbewohnt bleiben. Kommt es zu einer Notsituation, wird Hilfe geleistet zusammen mit der Feuerwehr, der Polizei oder den Gesundheitsbehörden.
Die COE wird finanziert von der jeweiligen Munizipalitäts- oder Departamentsregierung. Dafür muss im Haushaltsplan ein Fonds eingerichtet werden, um Gelder für Notsituationen freizusetzen. Das Notfalleinsatz-Zentrum COE ist nur für den Distrikt Filadelfia zuständig, arbeitet jedoch eng mit der Departamentsregierung Boquerón zusammen. (FB: Municipalidad Filadelfia/ ZP-30)

Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben Diego Benítez verhaftet. Darüber informiert das Nachrichtenportal Paraguay.com. Der ehemalige Fußballfunktionär des paraguayischen Clubs Olimpia, Diego Benítez, ist wegen kleiner strafbarer Vergehen in den Arabischen Emiraten verhaftet worden. Dadurch wird seine Auslieferung an Paraguay verschoben. Benítez war in der Leitung der Vereine Olimpia und Guaraní tätig.
Am 20. November war bestätigt worden, dass Benítez zurück in sein Heimatland überstellt werden sollte. Der Paraguayer war hier im Jahr 2021 angeklagt worden, wegen einer Ladung von 16 Tonnen Kokain, die im deutschen Hafen Hamburg beschlagnahmt worden war. Es war der bis dahin größte Kokainfund in Europa. Benítez hatte sich einer Verhaftung entzogen, indem er in die Vereinigten Arabischen Emirate geflohen war. Bereits im Juni 2022 war Diego Benítez in den Emiraten verhaftet worden, weil er mit gefälschten Ausweispapieren unterwegs war. Nun wurde er ein weiteres Mal verhaftet. Seine Auslieferung an Paraguay wird dadurch verzögert. (Paraguay.com/ Archiv ZP-30)

Die paraguayische Schiffbauindustrie erweitert ihre Kapazitäten. Mit dem Bau des größten Containerschiffs auf der Wasserstraße Paraguay-Paraná und etwa 20 Trockenfrachtkähnen und Tankern wird der internationale Handel angekurbelt und Paraguay an die Spitze der Region gebracht. Darüber schreibt das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation, MOPC. Gebaut werden die Schiffe in den Werften von Aguapé und Chaco Paraguayo. In der Werft Aguapé in Asunción wird beispielsweise ein Schiff mit dem Namen «Don Toyo» gebaut, das 120 Meter lang und 30 Meter breit sein wird. Mit seinen 3.000 PS ist es das größte seiner Art auf der Wasserstraße Paraná-Paraguay. (MOPC)

Paraguay wird in das BID-Klimaprogramm aufgenommen. Staatsoberhaupt Santiago Peña hat sich mit dem Leiter der interamerikanischen Entwicklungsbank, BID, Ian Goldfajn, getroffen, wie IP Paraguay berichtet. Bei dieser Gelegenheit erörterten sie die Aufnahme Paraguays in das Klimaprogramm. Dessen erste Operation hat zum Ziel, den See Ypacaraí zu sanieren. Peña und der BID-Vorsitzende trafen sich am Sonntag im Rahmen der diesjährigen Klimakonferenz der Vereinten Nationen Cop 28 in Dubai.
Andererseits musste sich Präsident Peña vor dem Druck auf internationaler Ebene wehren, Sanktionen und Maßnahmen anzunehmen, die unser Land in seiner Entwicklung einschränken würde. Mit dem Slogan: „Paraguay ist bereits Teil der Lösung und leidet unter den Folgen der weiter entwickelten Volkswirtschaften,“ verteidigte er das produktive Entwicklungsmodell Paraguays. Während seines Vortrags vor dem Plenum am zweiten Tag des Treffens sagte der Staatschef, dass die Verantwortung für den Klimawandel, wie im Pariser Abkommen festgelegt, geteilt, aber differenziert werden müsse. Der Direktor von Itaipu, Justo Zacarías, wies darauf hin, dass das binationale Unternehmen als größter Erzeuger von sauberer und erneuerbarer Energie zum Klimaschutz beitrage, sowie die 80.000 Hektar dazugehöriger Reserve.
Der Präsident beendete am Samstag seine Teilnahme an der Konferenz der Vereinten Nationen über den Klimawandel. Vertreter von 197 Ländern, multilateralen Organisationen und Unternehmen nahmen daran teil, um politische Maßnahmen zu analysieren, wie man die Treibhausgasemissionen verringern und die Umwelt schützen könnte. (IP Paraguay)


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