Abendnachrichten von Radio ZP-30 am 27. August 2025

Luis Bello ist neuer Bürgermeister von Asunción. Darüber berichtet das Nachrichtenportal ADN Digital. In einer außerordentlichen Sitzung, die heute Morgen im Stadtrat stattfand, wurde Luis Bello mit Unterstützung von 15 Ratsmitgliedern der Regierungspartei zum neuen Bürgermeister von Asunción gewählt. Bello wird Óscar Rodríguez ersetzen, der im Volksmund auch als Nenecho bekannt war. Rodríguez war am vergangenen Freitag zurückgetreten. Die Abstimmung heute im Stadtrat fand unter deutlich mehr Mitgliedern statt, als die Mindestzahl von 13, die für die Wahl hätten anwesend sein müssen, um beschlussfähig zu sein. In der Zwischenzeit setzte sich der Oppositionssektor mit dem Stadtrat Álvaro Grau als Kandidaten durch, der 9 Stimmen erhielt. Luis Bello, der bisher als Vorsitzender des Stadtrates fungierte und bei den letzten Wahlen nicht gewählt, sondern als Stellvertreter angetreten war, wird nun die Amtszeit des Bürgermeisters zuende führen, die bis zu den landesweiten Neuwahlen 2026 geht.

Luis Bello gehört der Colorado-Bewegung „Honor-Colorado“ an. Nach den letzten Wahlen hatte er keinen Sitz im Stadtrat inne, trat aber als Stellvertreter an, als Luis Fernando Bernal ausschied und bei dem staatlichen Sanierungsdienstleister Essap als Vorsitzender ernannt wurde. Bello war schon in der öffentlichen Verwaltung tätig, war Geschäftsführer von des Nationaler Fonds für Öffentliche Investitionen und Entwicklung, Fonacide und war als Verwalter bei dem staatlichen Notfalldienst, Seme, tätig.

Am 24. Juni dieses Jahres hatte beim Bürgermeisteramt Asunción eine Intervention stattgefunden, als Reaktion auf Beschwerden über Unregelmäßigkeiten in der Ausführung des Haushaltsplans während der Amtszeit von Bürgermeister Óscar Rodríguez. Dieser wurde während der Intervention suspendiert und der ehemalige Minister für Wohnungsbau, Carlos Pereira, wurde per Dekret des Staatspräsidenten zum Rechnungsprüfer ernannt. Die Intervention wurde nach Zustimmung der Abgeordnetenkammer durchgeführt und zielte darauf ab, eine Prüfung der Stadtverwaltung durchzuführen, die in eine Finanzkrise geraten und in interne Kontrollprobleme verwickelt war.

Oscar Rodríguez trat von seinem Amt zurück, kurz bevor die Ergebnisse der Intervention veröffentlicht wurden. Damit kam er einer Entlassung zuvor. Gegen Rodríguez liegen Anzeigen wegen Betrugs, Unterschlagung und Fälschung vor. Hacking und Manipulationen am Computersystem, Unregelmäßigkeiten in der Verwaltung, sowie betrügerische Handlungen sind weitere Vorwürfe, die gegen ihn vorliegen. Die Vorwürfe sind in dem offiziellen Bericht über die Amtsführung von Rodríguez enthalten. (ADN Digital; ÚH)

Der argentinische Präsident Javier Milei plant im September seinen zweiten Besuch in Paraguay. Das kündigt die Tageszeitung La Nación heute an. Wie der argentinische Botschafter in Paraguay heute nach einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Nationalkongresses, Senator Basilio Núñez, bekanntgab, ist der Besuch für den 15. und 16. September geplant. Der erste Besuch des argentinischen Staatschefs fand am 9. April statt.

In einem Interview erklärte der argentinische Botschafter Guillermo Nielsen, dass Argentinien und Paraguay ein gutes Verhältnis miteinander haben. Es herrsche viel Respekt untereinander und es gebe zahlreiche Verbindungen, die beiden helfen, bei gemeinsamen Projekten schneller voranzukommen, führte er aus. Er wollte sich nicht über die Details zu dem Staatsbesuch äußern, sagte aber, dass diese beiden geplanten Tage zeigen, welche Bedeutung Milei Paraguay und der Beziehung zu Santiago Peña beimisst.

Der paraguayische Präsident Santiago Peña hat wiederholt die guten Beziehungen zu seinem argentinischen Amtskollegen hervorgehoben und seine Unterstützung für dessen Regierung zum Ausdruck gebracht, insbesondere in Bezug auf die Wirtschaftspolitik des Nachbarlandes. Es bestehe eine große Übereinstimmung mit Javier Milei und seinen Zielen, so Peña. Bei ihrem ersten Treffen in Asunción im April hatten sich Milei und Peña darauf geeinigt, eine bilaterale Agenda voranzutreiben, deren Schwerpunkte die wirtschaftliche Entwicklung, Freiheit als gemeinsamer Wert und regionale Integration sind. (LN)

In Asunción bringt eine Ausstellung mehr als 10 US-amerikanische Universitäten zusammen. Die Veranstaltung, die von der Organisation EducationUSA mit Unterstützung des Außenministeriums und der US-Botschaft in Paraguay organisiert wird, richtet sich an Schüler der Sekundarstufe, Studenten, Berufstätige und die allgemeine Öffentlichkeit. Darüber berichtet Última Hora.

Die Organisatoren erklärten gegenüber der Zeitung, dass während der Ausstellung das Publikum an den Ständen der einzelnen Einrichtungen mit Vertretern verschiedener akkreditierter Universitäten aus den USA ins Gespräch kommen kann. Die Besucher erhalten Informationsmaterial zu Studiengängen, Zulassungsvoraussetzungen, Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten.

Neben Vertretern der Zulassungsstellen stehen auch Berater von EducationUSA in Paraguay zur Verfügung, um Interessierte über ein Studium in den USA zu beraten. Zu der Veranstaltung gehören parallel Vorträge über die Möglichkeiten, die die US-Botschaft in Paraguay bietet. Wie es heißt, unterstützt der paraguayische Staat die Studien-Ausstellung, weil sie von den Behörden als Event von nationalem, touristischen Interesse und als besonders wichtige Veranstaltung für Jugendliche erklärt wurde. (ÚH)


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