Die Regierung hat eine neue Berechnung der Kfz-Steuer eingeführt. Der Präsident Santiago Peña unterzeichnete schließlich das Dekret zur Regelung des Gesetzes Nummer 7.459, das ein neues System zur Berechnung der Kfz-Steuer im Land einführt. Wie die Zeitung ABC Color erklärt, kommt die Maßnahme nach viermonatiger Verzögerung seit der Verabschiedung des Gesetzes. Das am 2. April verabschiedet und am 14. desselben Monats verkündet wurde.
Das Dekret soll dem einheitlichen Berechnungssystem in den 263 Munizipalitäten des Landes ein Ende setzen, das durch das Gesetz Nummer 7. 447/2025 eingeführt wurde. Diese Regelung, die ohne Rücksprache von Gesetzgebern verabschiedet wurde, löste heftige Kritik seitens der Bürger aus. Dies aus dem Grund, da sie keine Unterschiede zwischen hochwertigen und kostengünstigen Fahrzeugen berücksichtigte und nur das Alter als Kriterium heranzog.
Nach der neuen Regelung entspricht die Kfz-Steuer 0,3 Prozent des steuerpflichtigen Wertes des Fahrzeugs. Darüber hinaus wird eine progressive Ermäßigung von 5 Prozent pro Jahr bis zu einem Alter von 10 Jahren gewährt. Die Regelung sieht auch Obergrenzen vor: Der Betrag darf nicht weniger als 0,4 Tageslöhne und nicht mehr als den geltenden gesetzlichen Mindestlohn betragen.
Der Erlass stellt klar, dass die Steuerwerte auf der Grundlage von Daten festgelegt werden, die von der Nationalen Polizeibehörde, DNIP, der Paraguayischen Industriekammer für Motorräder und Kraftfahrzeuge, CIPAMA, oder anderen Stellen, die zuverlässige Informationen liefern können, bereitgestellt werden. Der Dollar-Kurs wird anhand des Schlusskurses der Zentralbank von Paraguay für jedes Geschäftsjahr umgerechnet.
Die Verordnung sieht vor, dass die Munizipalitäten ihre Systeme bis spätestens den 31. Dezember 2025 an die von der Nationalen Agentur für Verkehr und Straßenverkehrssicherheit, ANTSV erstellte Liste der steuerpflichtigen Werte anpassen müssen. Ab dem 1. Januar 2026 gelten diese verbindlich. (ABC Color)
Die Arbeiten an der ersten schwimmenden Solaranlage im Stausee von Itaipú sind beschleunigt worden. Wie das Nachrichtenportal ADN Digital berichtet, intensivieren die Beratungsstellen für erneuerbare Energien die Vorbereitungen für die Installation der ersten schwimmenden Solaranlage im Stausee des Wasserkraftwerks. Das Projekt sieht die Installation von zehn modularen Segmenten vor. Diese Module bestehen aus miteinander verbundenen Schwimmkörpern und zusammen werden sie eine Gesamtleistung von etwa eintausend 117 Kilowattpeak liefern.
Jedes Solarmodul mit einer Spitzenleistung von 705 Watt hat eine geschätzte Lebensdauer von 30 Jahren. Außerdem verfügen diese über internationale Qualitätszertifizierungen, die sie gegen extreme Umweltbedingungen, einschließlich Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde, widerstandsfähig machen.
Parallel dazu schreiten die Bauarbeiten und die Verlegung der Mittelspannungskabel voran, die das schwimmende System mit dem Zellenraum am rechten Ufer verbinden werden. Außerdem werden speziell für aquatische Umgebungen entwickelte Aluminiumhalterungen verwendet.
Itaipú geht davon aus, dass die Installation und Montage der Paneele diese Woche erfolgen werden, sofern die Wetterbedingungen dies zulassen. Wie es heißt, stellt das Projekt einen historischen Schritt in der Diversifizierung der paraguayischen Energieversorgung durch erneuerbare und innovative Energiequellen dar. (ADN Digital)
Mec hat das Lehrerauswahlverfahren aufgrund neuer Betrugsvorwürfe ausgesetzt. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Más Encarnación. Der Minister für Bildung und Wissenschaft, Mec, bestätigte, dass im Rahmen der Ermittlungen, die nach der letzten Prüfung von Lehrkräften aus 6 Departementen eingeleitet wurden, verschiedene Beweise gesammelt werden konnten.
Den Beschwerden zufolge haben mehrere Lehrer, die sich für die Aufnahme in die Datenbank für geeignete Lehrkräfte beworben hatten, bei den schriftlichen Prüfungen am 20. August ihre Mobiltelefone benutzt. Die Behörde sprach von bestimmten Details, die nach der Auswertung der Prüfungsergebnisse aufgefallen seien. So hatten beispielsweise 85 Prozent auf eine bestimmte Frage genau gleich geantwortet und falsch geantwortet. Dies sei laut Angaben des Ministers statistisch unmöglich.
Auf der Grundlage der gesammelten Beweise beschloss das Bildungsministerium, das Auswahlverfahren für Lehrkräfte vorübergehend auszusetzen, während die Ermittlungen fortgesetzt werden.
Der Minister Julio Ramírez schloss nicht aus, dass die in diesem Verwaltungsverfahren gesammelten Daten an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet werden könnten. Damit dann ein Strafverfahren zur eingehenderen Untersuchung der angezeigten Vorfälle eingeleitet werde.
Schließlich verpflichtete er sich, die erforderlichen Korrekturmaßnahmen zu ergreifen, die Kontrollsysteme zu verstärken und diejenigen zu bestrafen, die sich an diesen Unregelmäßigkeiten beteiligt haben. (Más Encarnación)
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