Staatspräsident Santiago Peña hat Juan José Galeano als internen Minister für Wirtschaft und Finanzen ernannt. Darüber berichtet die staatliche Nachrichtenagentur IP Paraguay. Galeano war zuvor als wirtschaftlicher Berater der Präsidentschaft tätig. Die Entscheidung erfolgte im Rahmen eines Dekrets, mit dem die Abberufung von Carlos Fernández Valdovinos angenommen wurde.
Javier Giménez, Leiter des Präsidentenbüros, erklärte, dass dieser Wechsel Teil einer neuen Phase in der Regierungsarbeit sei. Ziel sei, das Wirtschaftswachstum zu festigen und die Effizienz des Staates zu steigern. Er betonte, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage spezielle Fähigkeiten erfordere und der Präsident die Zeit der „Semana Santa“ nutzen wolle, um einen permanenten Nachfolger für das Ministerium zu ernennen.
Giménez fügte hinzu, dass Änderungen im Kabinett normal seien und weitere Entscheidungen nicht ausgeschlossen würden. Der Präsident habe klargestellt, dass von den Ministern mehr Einsatz und Kreativität erwartet werden.
In Anbetracht der Herausforderungen plant die Regierung eine Reform, die als «Wirtschaftskrieg» bezeichnet wird. Diese umfasst Haushaltskürzungen und zielt darauf ab, die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen, um den Lebensstandard der Bevölkerung – insbesondere der verletzlichsten Gruppen – zu verbessern. (IP Paraguay; ABC Color; Última Hora)
Paraguay hat sein erstes integriertes Zentrum für frühkindliche Betreuung eröffnet. Das Zentrum für frühkindliche Förderung und Betreuung, CAIPI, in Capiatá ist das erste von insgesamt 50 Zentren, die im Rahmen des nationalen Programms „Semillas del Futuro“ geplant sind. Ziel ist, Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung und familiäre Unterstützung anzubieten.
Laut ADN Digital eröffneten Präsident Santiago Peña und die First Lady Leticia Ocampos das Zentrum. Peña betonte die Bedeutung dieses Projekts für die Gemeinschaft. Er erklärte, dass die Eröffnung einen bedeutenden Schritt in der Bildungs- und Sozialpolitik darstelle.
Die Frühförderzentren bieten altersgerechte Entwicklungsräume mit Angeboten zur frühkindlichen Förderung, Verpflegung und ganztägiger Betreuung. Zudem gibt es medizinische Versorgung, einschließlich ärztlicher Kontrollen, Impfungen und psychologischer Betreuung.
Das neu eröffnete Zentrum bietet Platz für 120 Kinder und ist mit verschiedenen Einrichtungen ausgestattet, darunter eine Spielzeugbibliothek, ein Stillraum, Elternräume sowie medizinische und psychopädagogische Beratungsräume. Der Zugang zu den Dienstleistungen wird den Familien gewährt, die am meisten Unterstützung benötigen, darunter auch Mütter, die noch zur Schule gehen, sowie einkommensschwache und alleinstehende Familien. (ADN Digital)
Die Staatsanwaltschaft hat Aida Aquino de Farías, die Eigentümerin der Firma Arte Culinario, angeklagt. Laut El Nacional ereignete sich der Vorfall infolge eines Arbeitsunfalls, bei dem der 20-jährige Octavio Samuel Rodríguez Contrera eine Hand verlor. Er war während der Arbeit an einer Lebensmittelzerkleinerungsmaschine beschäftigt.
Die Staatsanwältin Sofia Galeano führt an, dass der junge Mann ohne offiziellen Arbeitsvertrag und ohne Registrierung beim Nationalen Fürsorgeinstitut, IPS, beschäftigt war. Zudem hätten die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen sowie Schulungen für die Bedienung der Maschine gefehlt, was zu der schweren Verletzung geführt habe.
Die Anklage wirft der Unternehmerin schwere Körperverletzung und die Gefährdung von Arbeitnehmern durch unsichere Arbeitsbedingungen vor. Die Ermittlungen zeigen, dass der Arbeiter ohne die erforderlichen Sicherheitsbedingungen arbeitete und die Firma weder angemessene Schutzausrüstung noch Schulungen zur Verfügung stellte. Zudem gab es keine Sicherheitskleidung oder Risiko-Präventionskurse für den Umgang mit gefährlichen Maschinen. (El Nacional)
Die Viehbestände in Paraguay gehen zurück. Nach aktuellen Angaben des Nationalen Tiergesundheitsdienstes, Senacsa, könnte die Zahl der Tiere in diesem Jahr um 250 tausend Kopf sinken. Laut El Nacional bestätigt sich damit ein bereits erwarteter Trend zu geringeren Beständen im Produktionssystem. Auch die jüngste Impfkampagne gegen Maul- und Klauenseuche dürfte hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleiben. Die endgültigen Ergebnisse sollen Anfang April vorliegen und werden ein klareres Bild über das Ausmaß der Entwicklung geben.
Parallel dazu wird das System zur Identifizierung von Nutztieren weiter ausgebaut. In der letzten Erfassungsperiode ist die Zahl der registrierten Kälber deutlich gestiegen. Rund zwei Millionen Tiere wurden neu aufgenommen. Insgesamt sind damit etwa vier Millionen Kälber erfasst, was rund ein Drittel des gesamten Rinderbestands mit Rückverfolgbarkeit entspricht. (El Nacional)
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