Abendnachrichten von Radio ZP-30 am 10. März 2026

Eddie Jara ist als Präsident von Petropar zurückgetreten. Eddie Jara hat heute seinen Rücktritt als Präsident der staatlichen Rohölgesellschaft, Petropar, bekannt gegeben. In seiner Erklärung an Präsident Santiago Peña betonte Jara, dass er diesen Schritt „angesichts der öffentlichen Ereignisse“ für notwendig halte. Er erklärte, dass nationale Interessen über persönlichen Belangen stehen müssten. Jara kündigte an, dass er Petropar mit einem reinen Gewissen und mit Respekt gegenüber den Bürgern verlasse.

Wie IP Paraguay informiert, teilte Präsident Peña nach Jara’s Rücktritt mit, dass William Wilka die Führung von Petropar übernehmen werde. Wilka, der über einen Abschluss in Betriebswirtschaftslehre verfügt, ist seit 1992 Mitarbeiter des Unternehmens und war seit April 2016 als Geschäftsführer tätig. Peña bezeichnete Petropar als eine Schlüsselorganisation in seiner Regierung und forderte Wilka auf, die strategische Rolle des Unternehmens zu stärken sowie eine agilere und effizientere Verwaltung zu entwickeln.

Peña wies zudem darauf hin, dass Wilka den direkten Dialog mit den Zuckerrohrbauern beginnen solle. Ziel sei, verantwortungsvolle und nachhaltige Lösungen zu finden, die die Branche stärken und Planungssicherheit bieten.

Außerdem betonte der Staatspräsident, dass diese Änderungen einen neuen Abschnitt seiner Regierungszeit markieren. Er hob hervor, wie wichtig Petropar für die von ihm getroffenen Entscheidungen sei, einschließlich der Reduzierung der Kraftstoffpreise, um die Familien und den Produktionssektor zu unterstützen. (IP Paraguay; ABC Color)

Carlos Granada, der wegen Belästigung verurteilt worden war, ist freigelassen worden. Darüber berichtet El Nacional. Der ehemalige Pressesprecher Carlos Granada wurde nach der Aufhebung seines Haftbefehls freigelassen. Das Strafgericht folgte damit einer Entscheidung der Berufungskammer, die die zuvor verhängte Untersuchungshaft aufhob. Granada war zuvor wegen Belästigung und Nötigung zu zehn Jahren Haft verurteilt worden.

In ihrer Entscheidung erklärte die Berufungskammer die Nichtigkeit des Urteils, das Granada in Untersuchungshaft hielt. Dies verpflichtete das Strafgericht, der neuen gerichtlichen Anweisung nachzukommen, sodass seine sofortige Freilassung angeordnet wurde, während die rechtlichen Verfahren weiterlaufen. Sein Verteidiger Álvaro Arias bestätigte die Freilassung und erklärte, dass alle erforderlichen Unterlagen eingereicht worden seien.

Mit dieser Entscheidung verlässt Granada die Haft. Das endgültige Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, sodass die weiteren Auswirkungen von zukünftigen Gerichtsentscheidungen abhängen. (El Nacional)

Peña und der neue bolivianische Präsident wollen den Block URUPABOL neu beleben. Darüber berichtet die Zeitung El Nacional. Staatsoberhaupt Santiago Peña hat sich in Miami mit dem neuen bolivianischen Präsidenten Rodrigo Paz getroffen. Bei dem Gespräch ging es unter anderem um die mögliche Wiederbelebung des regionalen Integrationsmechanismus namens URUPABOL, der die Länder Paraguay, Uruguay und Bolivien miteinander verbindet.

Das Bündnis wurde 1963 gegründet, ist aber seit mehreren Jahren weitgehend inaktiv. Beide Präsidenten sprachen nun darüber, die Zusammenarbeit neu zu stärken in Bereichen wie Handel, Energie, Transport und politischer Koordination. Das Ziel ist, gemeinsame Projekte zu fördern und neue wirtschaftliche Chancen für die beteiligten Länder zu schaffen.

Besonders für Paraguay und Bolivien spielt dabei der Ausbau logistischer Verbindungen eine wichtige Rolle. Dazu gehören unter anderem Projekte rund um die Entwicklung regionaler Transportkorridore sowie die Nutzung der Wasserstraße Paraná–Paraguay. Auch der Austausch im Energiebereich und mögliche Infrastrukturprojekte standen auf der Agenda. Die politischen Veränderungen in Bolivien und die damit verbundene größere Nähe zwischen den Regierungen beider Länder könnten nun neue Impulse für die Zusammenarbeit innerhalb des Bündnisses geben, heißt es. (El Nacional)

Paraguay erhält Unterstützung zur Förderung von Innovation und Technologie im Unternehmenssektor. Darüber schreibt die Zeitung ADN Digital. Der Verwaltungsrat der Interamerikanischen Entwicklungs-Bank, BID, hat ein Darlehen von zehn Millionen US-Dollar für das Programm „Proinnova II“ genehmigt. Das Projekt wird vom nationalen Rat für Wissenschaft und Technologie, CONACYT, umgesetzt.

Das Ziel des Programms ist, die Innovationsfähigkeit paraguayischer Unternehmen zu stärken, technologische Start-ups zu fördern und Fachkräfte im Bereich Innovationsmanagement auszubilden. Geplant ist unter anderem, technologische Entwicklungsprojekte zu finanzieren und junge Unternehmen dabei zu unterstützen, neue Produkte und Geschäftsmodelle zu testen.

Darüber hinaus sollen mehr als 600 Fachkräfte aus dem privaten Sektor weitergebildet werden in Bereichen wie Innovationsmanagement, Technologietransfer und geistigem Eigentum. Auch rund 500 Beschäftigte im öffentlichen Dienst sollen entsprechende Schulungen erhalten. Das Programm gehört zu einer nationalen Strategie. Sie soll die Produktivität erhöhen, die Wirtschaft vielfältiger machen und eine nachhaltige Entwicklung in Paraguay fördern. (ADN Digital)

Paraguay tritt regionalem Netzwerk zur Verbesserung von Soja bei. Wie das Nachrichtenportal Economía Virtual berichtet, wird Paraguay Teil eines regionalen Netzwerkes, das vergleichbare Informationen über Sojasorten in unterschiedlichen Produktionsumgebungen sammeln soll. Wie vom Produktionsverband, UGP, informiert wurde, beteiligen sich an der Initiative auch Argentinien, Uruguay, Kolumbien und Peru. Wie der Koordinator des Projekts, Cristian Vissani, erklärte, baut das Projekt auf der argentinischen Soja-Bewertungsplattform, RESCO, auf.

Koordiniert wird es vom Nationalen technologischen Landwirtschaftsinstitut und soll als Precso-Américas organisiert werden. Drei Jahre lang arbeiten die Partner mit einheitlichen Protokollen, um Versuchsdaten vergleichbar zu machen. Ziel ist, Ertragslücken zu verringern, Sorten besser auszuwählen und Empfehlungen für Landwirte, Saatgutunternehmen und Forscher in Lateinamerika zu entwickeln. Die Finanzierung erfolgt teilweise über den regionalen Fond für Agrartechnologie, Fontagro, mit Unterstützung der Interamerikanischen Entwicklungsbank, BID, sowie der teilnehmenden Institutionen. (Economía Virtual)


More Entradas for Show: Abendjournal
Mehr Beiträge ansehen in Nachrichten