Abendnachrichten von Radio ZP-30 am 20. Februar 2026

Fast 70 Ausweise sind bei einem Behördentag in Porto Murtinho an paraguayische Staatsbürger übergeben worden. Zahlreiche in Brasilien lebende Paraguayer haben am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche ihre Dokumente erneuert oder abgeholt. Das paraguayische Konsulat in Porto Murtinho organisierte gemeinsam mit dem Außenministerium, der Nationalpolizei und dem Standesamt einen besonderen Einsatztag. Das Ziel war, den Landsleuten lange Wege nach Paraguay zu ersparen. Vor Ort wurden Personalausweise ausgegeben, die bereits im Dezember 2025 beantragt worden waren. Außerdem konnten Ausweise erneuert sowie Geburtsurkunden ausgestellt und Dokumente beglaubigt werden.
Insgesamt wurden fast 70 Personalausweise übergeben und rund 30 Verlängerungen bearbeitet. Zudem stellte das Standesamt 14 Geburtsurkunden aus. Darüber hinaus wurden Beglaubigungen vorgenommen, Kopien von Urkunden erstellt und 12 Anfragen zu laufenden Verfahren geklärt. Zwischen Porto Mortinho in Brasilien und Carmelo Peralta in Paraguay gibt es einen regen Austausch von Arbeitskräften und Familien. Gültige Dokumente sind daher für die Paraguayer wichtig, um Zugang zu Gesundheitsdiensten, Bildung und Arbeit zu erhalten. (ZP-30)

Paraguays Weizenexporte wachsen. Darüber schreibt die Tageszeitung La Nación. Die Weizenexporte aus der Ernte des vergangenen Jahres entwickeln sich positiv. Der Ausfuhrzeitraum läuft seit Oktober 2025. Von Oktober bis Januar 2026 wurden fast 230 Tausend Tonnen Weizen verschifft. Das sind etwa 25.000 Tonnen mehr als im gleichen Zeitraum der Kampagne 2024. Das entspricht einem Anstieg von 12 %. Einem Bericht der paraguayischen Exportkammer von Getreide und Ölfrüchten, Capeco, zufolge, zeigt sich damit ein positiver Trend für den Weizensektor zu Beginn der Kampagne 2025. Der wichtigste Abnehmer von Weizen bleibt Brasilien. Danach folgen Bolivien und Uruguay. (La Nación)

Ein spanisches Unternehmen investiert in eine Industrieanlage in Paraguay. Nach Angaben von Cinco Días will das spanische Unternehmen Focasa in Paraguay investieren. Focasa ist spezialisiert auf technische Textilien für die Matratzen- und Sofabranche. Wie der Geschäftsführer des Unternehmens, David Martínez, mitteilte, sei eine Anfangsinvestition von 1 Million US-Dollar für den Bau der ersten Produktionsanlage im Departament Alto Paraná vorgesehen. Der Produktionsstart ist für das erste Halbjahr 2026 vorgesehen, mit späterer Erweiterung je nach Geschäftsentwicklung.
Nach einer vergleichenden Analyse innerhalb des Mercosur hob das Unternehmen in Paraguay steuerliche Vorteile, wettbewerbsfähige Energiekosten und ein investitionsfreundliches Umfeld hervor. Das Projekt soll zunächst rund 40 direkte Arbeitsplätze schaffen. Das Familienunternehmen Focasa hat seinen Sitz in der spanischen Stadt Toledo. (5 Días)

In Itapúa soll ein Betreuungs-Zentrum für psychische Gesundheit und Sucht errichtet werden. Wie IP Paraguay berichtet, eröffnete das doppelstaatliche Wasserkraftwerk Yacyretá in dieser Woche die Angebote für den Bau des ersten Betreuungs-Zentrums für psychische Gesundheit und Sucht. Das Projekt soll in Encarnación errichtet werden und einen wichtigen Beitrag zur regionalen Gesundheitsversorgung sichern. Die Investition ermöglicht professionelle Betreuung von Menschen mit psychischen Störungen und Suchtproblemen. Außerdem stärkt es die sozialen Dienstleistungen und die Lebensqualität der Bevölkerung. Nach dem die Dokumente geprüft worden sind, beginnt die Angebotsbewertung; der Bau soll innerhalb von 180 Arbeitstagen abgeschlossen sein. (IP Paraguay)

Rettungskräfte bergen drei Ertrunkene aus dem Capiibary-Fluss. Ein Familienausflug zum Angeln endete in einer Tragödie für die Siedlung Yeroviá im Departament Caazapá. Wie ABC Color berichtet, wurden nach einer mehrstündigen Suche drei vermisste Personen tot aus dem Capiibary-Fluss geborgen. Es handelt sich hier um eine 41-jährige schwangere Frau, ihr 13-jähriger Sohn und eine 18-jährige Frau. Die Suchaktion, an der freiwillige Feuerwehrleute aus Caazapá und Buena Vista sowie Polizeikräfte beteiligt waren, endete Montagabend gegen 22:00 Uhr in der Zone „Primera Línea“ im Distrikt Buena Vista mit der Bergung der Leichen.
Die Staatsanwaltschaft und eine Gerichtsmedizinerin führten die vorgeschriebenen Untersuchungen vor Ort durch. Als wahrscheinliche Todesursache wurde „Asphyxie durch Untertauchen“ festgestellt, was ein versehentliches Ertrinken während der Freizeitaktivität bestätigt. Die Leichname wurden anschließend den Angehörigen übergeben. (ABC Color)

Das Ipta registriert erstmals neue Manioksorten für Familienlandwirtschaft. Darüber berichtet La Nación. Das Institut für Agrartechnologie, Ipta, entwickelte die neuen Manioksorten vollständig im Land, um die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Familienlandwirtschaft zu steigern. Mandioka wurde in Paraguay erstmals offiziell registriert. Zwei neue Knollensorten zeichnen sich durch hohen Ertrag, gute kulinarische und industrielle Qualität sowie Markttauglichkeit aus. Die Hauptanbaugebiete von Maniok, die sogenannte Manidoka, liegen in San Pedro, Canindeyú, Caaguazú, Itapúa, Caazapá, Alto Paraná und Concepción. Auch neue Paprika- und Melonensorten sollen besser an lokale Bedingungen angepasst sein. (La Nación)


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