Rechtsstreit um das Metrobús-Projekt: Der ehemalige Minister für öffentliche Bauten und heutige Präsidentschaftskandidat Arnoldo Wiens sieht sich wegen angeblicher Vertrauensverletzung mit einer Anklage konfrontiert. Laut Staatsanwaltschaft habe er dem Staat durch die Kündigung des Vertrags mit dem Bauunternehmen Mota-Engil einen Schaden von rund sieben Milliarden Guaraníes zugefügt. Über den Fall berichten unter anderem ABC Color und Última Hora.
Wiens erklärt, er habe im Interesse der Bevölkerung gehandelt, da die für das Projekt notwendigen Versicherungen nicht erneuert worden seien. Aus seiner Sicht sei die Vertragsauflösung rechtlich gerechtfertigt. Die Ermittler hingegen betonen, die Entscheidung beruhe auf juristischen Grundlagen und sei nicht politisch motiviert.
Währenddessen beantragte die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens gegen Wiens Vorgänger Ramón Jiménez Gaona. Die Untersuchungen gegen Wiens laufen bereits seit 2023.
Zusätzlich entschied ein internationales Schiedsgericht, dass Paraguay 13 Millionen US-Dollar an Mota-Engil zahlen muss. Hintergrund ist das gescheiterte Infrastrukturprojekt zum Bau des Metrobús in Asunción, das von Verzögerungen und baulichen Schäden begleitet war. Arnoldo Wiens war während eines entscheidenden Zeitraums Minister für die öffentlichen Bauten. Unter seiner Leitung wurde der Vertrag mit Mota-Engil wegen nicht erneuerter Versicherungen gekündigt. Ihm wird vorgeworfen, durch seine Entscheidungen dem Staat einen finanziellen Schaden zugefügt zu haben, was zur gegen ihn laufenden Anklage führte.
Wiens weist die Vorwürfe zurück und sieht darin den Versuch, seine politische Laufbahn zu beeinträchtigen. (UH, ABC Color)
Festnahme von Verdächtigen in Drogenaffäre. Im Rahmen des Operativo Nexus 2 fahnden die Behörden nach fünf Verdächtigen, darunter auch der ehemalige Torwart Víctor Centurión und der Sportunternehmer Dionisio Manuel Cáceres. Laut ABC Color stehen diese Personen im Verdacht, einer kriminellen Organisation anzugehören, die mit dem flüchtigen Sebastián Marset in Verbindung steht.
Polizisten und Staatsanwälte führen umfassende Durchsuchungen in Städten wie Asunción, Yataity del Norte und Itacurubí durch, um die Mitglieder der vermeintlichen Drogenhandelsgruppe zu finden. Einige Durchsuchungen fanden auch in Gefängnissen statt, wo unter anderem ein wichtiges Mobiltelefon sichergestellt wurde. Der operative Fokus richtet sich auf die Festnahme der fünf gesuchten Personen, während bereits drei Verdächtige, darunter Luis Molinas, festgenommen wurden.
Die Verdächtigen sollen Drogen aus Bolivien nach Paraguay geschmuggelt und einen Großteil der gelieferten Substanzen ins Ausland weitergeleitet haben. Die Ermittler berichten, dass das Drogennetzwerk auch mit Fußballtransfers und der internationalen Vermarktung von Spielern in Verbindung steht, um Gelder aus dem Drogenhandel zu waschen. Bislang wurden vier Personen festgenommen, darunter ein Luftwaffenoffizier, während fünf weitere weiterhin auf der Flucht sind. Die Ermittlungen dauern an, und die Staatsanwaltschaft plant, weitere Informationen zu den Verdächtigen und ihren Aktivitäten zu veröffentlichen. (ABC Color)
Die Anwältin Norma Thomen ist tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Die Anwältin Norma Thomen wurde heute leblos in ihrem Zuhause in Fernando de la Mora aufgefunden. Die ersten Untersuchungen deuten auf einen möglichen Stromschlag als Todesursache hin, doch die Ermittler bleiben in dieser Hinsicht vorsichtig und kündigen weitere forensische Tests, einschließlich einer Autopsie, an. Darüber berichtet El Nacional.
Der Körper wurde von ihrem ehemaligen Partner entdeckt, der die Behörden alarmierte, nachdem er Thomen leblos in ihrem Badezimmer aufgefunden hatte. Die Familie äußerte Zweifel an den Umständen des Vorfalls, insbesondere da die Sicherheitskameras in der Wohnung nicht funktionierten und keine Aufnahmen verfügbar waren. Die Behörden erklärten, das Überwachungssystem sei seit Mitte 2025 so eingestellt gewesen, dass keine Bilder gespeichert wurden. Das ist ein Umstand, der Fragen nach möglichen Manipulationen aufwirft.
Thomen war eine angesehene Anwältin mit langjähriger Erfahrung in bedeutenden rechtlichen Fällen. Sie hatte unter anderem auch den Bürgermeister von Ñemby, Tomás Olmedo, vertreten, der unter dem Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen angeklagt wurde.
Die Ermittlungen laufen und die Behörden prüfen alle Hinweise, um die genauen Umstände ihres Todes zu klären. (El Nacional)
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