Beschlagnahmt wurden die Drogen gestern von Beamten der nationalen Antidrogenbehörde, Senad, in der Stadt Mariscal Estigarribia im Departament Boquerón. Dabei handelte es sich um mehr als 20 Kilogramm Kokainpaste.
Beamte des Regionalbüros der Senad kontrollierten einen Lastwagen auf der Avenida Héroes del Chaco im Stadtteil Santa María. Der LKW transportierte eine Ladung Leder aus Bolivien. Nach Informationen der Senad soll der Transport von Leder seit längerer Zeit dazu genutzt worden sein, Drogen nach Paraguay zu bringen.
Bei der Kontrolle fanden die Beamten insgesamt 20 Kilogramm und 284 Gramm Kokainpaste. Die Drogen waren auf 20 Pakete verteilt. Nach Angaben der Antidrogenbehörde entspricht diese Menge ungefähr 142.000 Dosen. Der Wert auf dem regionalen Wert wird auf mehr als 60.000 US-Dollar geschätzt.
Festgenommen wurden bei dem Einsatz zwei Paraguayer. Außerdem wurden neben den Drogen auch der Lastwagen sowie Mobiltelefone und weitere Gegenstände in Beschlag genommen. Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.
Senad-Chef Jalil Rachid erklärte in einer Videobotschaft, dass der Fund Teil der verstärkten Kontrollen an der Grenze zu Bolivien sei. Der Lastwagen sei aufgrund von Informationen aus den vorangegangenen Ermittlungen kontrolliert worden. Nach Angaben der Senad könnte die Kokainpaste für den lokalen Drogenhandel bestimmt gewesen sein.
Kokainpaste ist ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Kokain, das aus den Blättern des Cocastrauchs gewonnen wird. Sie entsteht direkt in den Anbauregionen, wie Kolumbien, Peru oder Bolivien, als erster chemischer Extraktionsschritt. Die Paste enthält Kokainbestandteile und kann je nach Verarbeitung und Zusammensetzung unterschiedlich aussehen und wirken. (ZP-30, Videobotschaft von Jalil Rachid, Facebook: Secretaría Nacional Antidrogas – SENAD, Wikipedia)
