Neuer Wirtschaftsbeirat soll Industrie stärken und Arbeitsplätze schaffen

Das Industrie- und Handelsministerium, MIC, hat gemeinsam mit Vertretern aus dem Privatsektor einen neuen Regionalen Wirtschaftsbeirat gegründet. Darüber informierte die staatliche Nachrichtenagentur IP Paraguay. Das Gremium soll die Industriepolitik des Landes langfristig begleiten und dafür sorgen, dass wichtige Entwicklungspläne auch nach einem Regierungswechsel weitergeführt werden. Ein wichtiges Ziel ist die Schaffung neuer Arbeitsplätze.    

Nach Angaben des Industrie- und Handelsministeriums sollen Vertreter des staatlichen und privaten Sektors gemeinsam Prioritäten für die wirtschaftliche Entwicklung festlegen. Geplant sind Treffen alle drei oder sechs Monate. Am vergangenen Montag fand das erste Treffen des neuen Wirtschaftsbeirates statt. Dabei stellte MIC-Minister, Marco Riquelme, den Entwicklungsplan „Paraguay 2X“ vor. Dieser soll die paraguayische Wirtschaft in den kommenden Jahren verdoppeln – durch mehr Investitionen, eine stärkere Industrie, neue Arbeitsplätze und eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Staat und dem privaten Sektor.    

Zu den Mitgliedern des neuen Beirats gehören unter anderem der Rat für wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung von Ciudad del Este, CODOLESTE, die Handels-, Industrie- und Dienstleistungskammer von Encarnación, CACISE, die Kooperative Colonias Unidas und die Kooperative Chortitzer Limitada. Im Interview mit ZP-30 erklärte der Chortitzer-Vorsitzende, Ronald Reimer, dass er dort den Genossenschaftssektor des Chaco vertrete. Er äußerte sich positiv über die Tatsache, dass auch Kooperativen in diesem Beirat vertreten seien. Das sei ein Zeichen dafür, dass ihre wirtschaftliche Bedeutung in Paraguay anerkannt werde, so Reimer.   

 Reimer sagte außerdem, der Chaco biete großes Potenzial für neue Investitionen und wirtschaftliches Wachstum. Gleichzeitig müssten Bürokratie abgebaut, Fachkräfte besser ausgebildet und die Zusammenarbeit zwischen Staat und Privatwirtschaft verbessert werden. Er bedauerte außerdem, dass zahlreiche Entwicklungspläne nach einem Regierungswechsel nicht weitergeführt würden. Deshalb seien langfristige Strategien wichtig. (IP Paraguay, ZP-30, Resolución oficial)

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