Morgennachrichten von Radio ZP-30 am 24. April 2026

Paraguay und Argentinien treiben Gaspipeline-Projekt voran. Wie die Wirtschaftszeitung 5días berichtet, haben Vertreter beider Länder in technischen Gesprächen über rechtliche Rahmenbedingungen, Vertragsgarantien und wirtschaftliche Modelle beraten. Ziel ist, Investitionssicherheit zu schaffen und private Investoren für den Bau einer biozeanischen Gaspipeline zu gewinnen.
Die Leitung soll Erdgas aus Argentinien nach Paraguay transportieren und später bis nach Brasilien erweitert werden. Damit könnte ein strategisch wichtiges Energienetz für die Region entstehen. Eine Herausforderung bleibt die langfristige Nachfrage. Dafür sind feste Abnahmeverträge und konkurrenzfähige Preise entscheidend.
Der Vizeminister für Minen und Energie, Mauricio Bejarano, erklärte, die paraguayische Regierung sehe im Erdgas eine Chance, die Energieversorgung zu stärken und neue Industrien anzuziehen. Besonders der Chaco gilt als Schlüsselregion für das Projekt. (5días)

Paraguay stellt Wettbewerbsvorteile bei Besuch im Hafen von Gijón vor. Bei einem Besuch im Hafen von Gijón in Spanien haben paraguayische Vertreter die wirtschaftlichen Standortvorteile ihres Landes präsentiert. Wie Economía Virtual berichtet, besuchte die Handelsvertreterin in Spanien, Natalia Cáceres, gemeinsam mit dem Honorarkonsul in Asturien, sowie einer paraguayischen Delegation die Anlagen der spanischen Firma „Marítima del Principado“. Die Firma ist ein Logistikunternehmen mit Erfahrung im Flusstransport.
Im Mittelpunkt standen die Paraguay-Paraná-Wasserstraße, die eine zentrale Verbindung zu regionalen und internationalen Märkten darstellt, sowie der geplante biozeanische Korridor zwischen Atlantik und Pazifik. Dieser soll den Handel erleichtern und Logistikkosten senken. Die paraguayische Delegation betonte zudem das Potenzial Paraguays als strategischen Logistikknotenpunkt in Südamerika. Sie äußerten, dass das Land um neue Investitionen werbe sowie um technologische Zusammenarbeit mit europäischen Unternehmen.
Die Reise ist Teil einer Handelsmission durch den Verband für Investitionen und Exporte, Rediex, und die paraguayische Botschaft in Spanien. (Economía Virtual)

Lkw-Staus in Limpio durch Verzögerungen bei Schubleichtern. Beim Hafen in Limpio bildeten sich aufgrund von Verzögerungen bei der Ankunft von Schubleichtern nach schweren Stürmen lange Lkw-Schlangen. Wie Última Hora berichtet, war der Umschlag von Soja in den Häfen dadurch eingeschränkt.
Der Geschäftsführer der paraguayischen Exportkammer von Getreide und Ölfrüchten, Capeco, Hugo Pastore, gab bekannt, dass die laufende Ernte mit über 11.000.000 Tonnen gute Ergebnisse liefere. Er verwies darauf, dass der Transport normalerweise über ein Quotensystem gesteuert werde. Wegen überlasteter Häfen kam es jedoch zu Staus. Die Lage soll sich kurzfristig normalisieren.
In diesem Zusammenhang wies Pastore auch auf den Anstieg der Logistikkosten hin. Als Binnenland sei Paraguay besonders abhängig vom Transport über Flüsse und Nachbarländer; höhere Treibstoffpreise wirkten sich daher stärker auf die Wettbewerbsfähigkeit aus, so Pastore. (Última Hora)


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