Paraguay beteiligt sich an Rückführungsprogramm für Migranten aus den USA. Nach Angaben von Última Hora werden an diesem Donnerstag 25 Migranten aus den USA im Rahmen eines bilateralen Abkommens zwischen beiden Ländern in Paraguay ankommen. Wie der Präsident der Nationalen Flüchtlingskommission, CONARE, Carlos Vera, mitteilte, handelt es sich um Personen aus der Region und um spanischsprachige Migranten, die über Paraguay in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden sollen. Das Abkommen sieht die Aufnahme von bis zu 25 Personen pro Monat vor.
Die Internationale Organisation für Migration, IOM, begleitet den Prozess und übernimmt Unterkunft, Verpflegung, medizinische Notversorgung sowie gegebenenfalls die Kosten für Rückflugtickets. Der Vorsitzende der paraguayischen Migrationsbehörde, Jorge Kronawetter, betonte, dass jeder Fall individuell geprüft werde und die nationale Souveränität gewahrt bleibe. Zudem erfolgen Sicherheitsüberprüfungen über INTERPOL, um Vorstrafen auszuschließen. Der US-Geschäftsträger in Paraguay, Robert Alter, bekräftigte, die Betroffenen hätten in den USA keine offenen Asylanträge. (Última Hora)
Gesetz zur Alterskennzeichnung im Straßenverkehr geht an die Exekutive. Das Gesetz sieht vor, dass Fahrer ab 65 Jahren einen Aufkleber mit einem Ñandutí-Symbol tragen können, um sie im Straßenverkehr als ältere Verkehrsteilnehmer zu kennzeichnen. Wie ABC Color berichtet, will man nach Angaben der Befürworter die Verkehrssicherheit erhöhen und zugleich ein traditionelles paraguayisches Kunsthandwerk fördern. Nach Kritik wegen möglicher Diskriminierung wurde die Regelung jedoch als freiwillig ausgestaltet.
Der Initiator des Gesetzes verweist auf internationale Beispiele und betont, dass andere Verkehrsteilnehmer zu besonderer Rücksichtnahme angehalten werden sollen. Nun liegt die Entscheidung über die endgültige Umsetzung beim Präsidenten. (ABC Color)
Gefängnisse erhalten neue Bibliotheken zur Förderung der Wiedereingliederung. Das Justizministerium in Paraguay hat neue Bibliotheken im Strafvollzugszentrum Martín Mendoza sowie im Frauengefängnis in Emboscada eröffnet. IP Paraguay berichtet, dass dadurch das Programm „Lesen für die Freiheit“ erweitert wird. Das Programm nutzt Bücher als pädagogisches, kulturelles und therapeutisches Instrument zur Förderung der Resozialisierung.
Wie von Angestellten des Justizministeriums erklärt wird, soll die gezielte Lektüre die kognitive und emotionale Entwicklung der Inhaftierten stärken sowie Selbstreflexion und ein besseres Zusammenleben fördern. Zudem tragen die Angebote zur Schaffung fester Tagesstrukturen bei und können Stress sowie Spannungen im Gefängnisalltag reduzieren. Das Justizministerium setzt damit weiterhin auf Bildung und Kultur als zentrale Elemente der Wiedereingliederung. (IP Paraguay)
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