Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 9. Juli 2026

Neuer Wirtschaftsbeirat soll Industrie stärken und Arbeitsplätze schaffen. Das Industrie- und Handelsministerium, MIC, hat gemeinsam mit Vertretern aus dem Privatsektor einen neuen Regionalen Wirtschaftsbeirat gegründet. Darüber informierte die staatliche Nachrichtenagentur IP Paraguay. Das Gremium soll die Industriepolitik des Landes langfristig begleiten und dafür sorgen, dass wichtige Entwicklungspläne auch nach einem Regierungswechsel weitergeführt werden. Ein wichtiges Ziel ist die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Nach Angaben des Industrie- und Handelsministeriums sollen Vertreter des staatlichen und privaten Sektors gemeinsam Prioritäten für die wirtschaftliche Entwicklung festlegen. Geplant sind Treffen alle drei oder sechs Monate. Am vergangenen Montag fand das erste Treffen des neuen Wirtschaftsbeirates statt. Dabei stellte MIC-Minister, Marco Riquelme, den Entwicklungsplan „Paraguay 2X“ vor. Dieser soll die paraguayische Wirtschaft in den kommenden Jahren verdoppeln – durch mehr Investitionen, eine stärkere Industrie, neue Arbeitsplätze und eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Staat und dem privaten Sektor.

Zu den Mitgliedern des neuen Beirats gehören unter anderem der Rat für wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung von Ciudad del Este, CODOLESTE, die Handels-, Industrie- und Dienstleistungskammer von Encarnación, CACISE, die Kooperative Colonias Unidas und die Kooperative Chortitzer Limitada. Im Interview mit ZP-30 erklärte der Chortitzer-Vorsitzende, Ronald Reimer, dass er dort den Genossenschaftssektor des Chaco vertrete. Er äußerte sich positiv über die Tatsache, dass auch Kooperativen in diesem Beirat vertreten seien. Das sei ein Zeichen dafür, dass ihre wirtschaftliche Bedeutung in Paraguay anerkannt werde, so Reimer.

Reimer sagte außerdem, der Chaco biete großes Potenzial für neue Investitionen und wirtschaftliches Wachstum. Gleichzeitig müssten Bürokratie abgebaut, Fachkräfte besser ausgebildet und die Zusammenarbeit zwischen Staat und Privatwirtschaft verbessert werden. Er bedauerte außerdem, dass zahlreiche Entwicklungspläne nach einem Regierungswechsel nicht weitergeführt würden. Deshalb seien langfristige Strategien wichtig. (IP Paraguay, ZP-30, Resolución oficial)

Am Flughafen Silvio Pettirossi ist eine neue Kühlanlage für Luftfracht eröffnet worden. Darüber berichtet La Nacion. Am internationalen Flughafen Silvio Pettirossi steht ab sofort eine moderne Kühlanlage von LATAM Cargo für den Luftfrachtverkehr zur Verfügung. Die neue Kühlanlage soll den Transport von Waren verbessern, die während der gesamten Lieferkette unter kontrollierter Temperatur gelagert werden müssen. Dazu gehören unter anderem verderbliche Lebensmittel und andere hochwertige Exportprodukte.

            Nach Angaben der zuständigen Behörden werden dadurch die Annahme, Lagerung und Abfertigung von Spezialfracht effizienter. Gleichzeitig soll Paraguay seine Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Handel stärken und den steigenden Anforderungen der Exportmärkte besser gerecht werden.

            Im Rahmen der Eröffnung wurde auch die neue Kontrollstation des nationalen Tiergesundheitsdienstes Senacsa am Flughafen vorgestellt. Dort werden Tiere sowie Produkte und Nebenprodukte tierischen Ursprungs bei der Ein- und Ausfuhr veterinärmedizinisch überwacht. Die verstärkten Gesundheitskontrollen sollen den internationalen Handel zusätzlich absichern.

            Mit der neuen Kühlkette und den erweiterten Kontrollen möchte Paraguay seine Exportmöglichkeiten ausbauen und die Qualität seiner Produkte bis zum Zielort besser gewährleisten. (La Nacion)

Paraguay treibt den Schutz der traditionellen Caña Paraguaya als Kulturerbe voran. Paraguay arbeitet weiter daran, dem traditionellen Zuckerrohrschnaps „Caña Paraguaya“ eine geschützte Ursprungsbezeichnung zu verleihen. Gemeinsam mit den Herstellern setzen die Nationale Kulturbehörde, SNC, und die Behörde für geistiges Eigentum den Zertifizierungsprozess fort, berichtet La Tribuna. Ein wichtiger Schritt ist die Bildung eines Kontrollkomitees, das künftig die Einhaltung der Qualitäts- und Produktionsstandards überwachen soll.

            Die Initiative ist Teil eines Programms zum Schutz des gastronomischen Kulturerbes Paraguays. Die Caña Paraguaya, die nach traditionellen Verfahren und mit überliefertem Fachwissen hergestellt wird, soll als authentisches nationales Produkt anerkannt werden. Die Wurzeln dieser Herstellung reichen bis in die Zeit der Jesuiten zurück.

            Mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung soll bestätigt werden, dass die besonderen Eigenschaften des Getränks eng mit seinem Herkunftsgebiet und den traditionellen Herstellungsmethoden verbunden sind. Dadurch soll das nationale Kulturerbe bewahrt und zugleich die internationale Anerkennung und der Schutz des Produkts auf den Exportmärkten gestärkt werden. (La Tribuna)

Asunción wird Ende August erneut Gastgeber des Kongresses „Smart City Paraguay“ sein. Wie IP Paraguay berichtet, findet die zweite Ausgabe des Kongresses „Smart City Paraguay“ am 24. und 25. August statt. Austragungsort ist das Veranstaltungszentrum Paseo La Galería. Die Veranstaltung bringt Politiker, Fachleute, Stadtplaner, Wissenschaftler und Vertreter der Privatwirtschaft zusammen. Beraten wird dabei über die Zukunft der Städte in Paraguay und Lateinamerika.

            Im Mittelpunkt stehen Themen wie nachhaltige Stadtentwicklung, moderne Mobilität, digitale Verwaltung, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, Bildung, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz. Vorgestellt werden erfolgreiche Projekte aus verschiedenen Städten Lateinamerikas und neue Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft.

            Ein Ziel der Veranstaltung ist, paraguayische Städte stärker als sogenannte „Smart Cities“ zu etablieren. Dazu sollen Innovationen, neue Technologien und eine bessere Lebensqualität gefördert werden. Neu ist in diesem Jahr eine Geschäftsplattform mit direkten Gesprächen zwischen Behörden, Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Sie soll Investitionen, Kooperationen und die Entwicklung neuer Projekte zur Modernisierung der Städte in Paraguay unterstützen. (ip.gov)

Rund 30 Prozent der Bevölkerung in Paraguay leiden unter Allergien. Wie Ultima Hora berichtet, ist nach Einschätzung von Fachärzten etwa jeder dritte Mensch in Paraguay von einer Allergie betroffen. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen die allergische Rhinitis, Asthma, Neurodermitis und Allergien gegen Nahrungsmittel, Medikamente und Insektenstiche. Auch Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare und Pollen gehören zu den häufigsten Auslösern.

            Unter Neurodermitis versteht man eine Hauterkrankung, die durch trockene Haut und quälenden Juckreiz gekennzeichnet ist. Rhinitis zeigt sich dagegen durch Symptome wie eine verstopfte oder laufende Nase, Niesen und Juckreiz.

            Experten weisen darauf hin, dass Allergien in jedem Lebensalter auftreten können. Zwar spielt eine erbliche Veranlagung eine Rolle, viele Allergien entwickeln sich jedoch erst im Laufe des Lebens. Typische Beschwerden sind Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase, tränende Augen, Hautausschläge oder Atembeschwerden. In schweren Fällen können auch lebensbedrohliche Reaktionen auftreten.

            Mediziner empfehlen, bekannte Auslöser möglichst zu meiden und bei anhaltenden Beschwerden eine fachärztliche Untersuchung durchführen zu lassen. Mit einer gezielten Behandlung lassen sich die Symptome in vielen Fällen deutlich lindern und die Lebensqualität verbessern. (Ultima Hora)


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