Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 6. Mai 2026

Am IBI in Yalve Sanga findet in dieser Woche ein Pastorenseminar statt. Dazu sind rund 150 Pastoren aus verschiedenen Siedlungen des Chaco angereist. Einige sogar von weit her, wie aus dem Grenzgebiet zu Bolivien. Einige Teilnehmer konnten wegen Regen und Überschwemmungen nicht anreisen. Das sagte der Direktor des indigenen Bibelinstituts, IBI, Guido Froese, im Gespräch mit ZP-30.

Das Seminar besteht aus Vorträgen an den Vormittagen und Nachmittagen. Dazwischen gibt es Zeiten, in denen sich die Pastoren in ihren jeweiligen Ethnien und Sprachen zusammensetzen. Dort wiederholen sie die Inhalte und sprechen über Erlebnisse und Herausforderungen aus ihren eigenen Siedlungen. So entstehen Beziehungen und sie helfen sich gegenseitig in ihrer Aufgabe als Gemeindeleiter.

Dieses Seminar ist laut Froese etwas Besonderes im Chaco. Es findet zweimal im Jahr statt, im Mai und September. Viele der Pastoren kennen es schon und kommen sehr gerne dafür nach Yalve Sanga. Die Anreise organisieren meistens die Siedlungen, die Gemeinden oder Missionsorganisationen wie die ACOMEM.

Neben dem Seminar gibt es am Ibi das ganze Jahr über Unterricht. Dieses Jahr habe gut begonnen, obwohl sich etwas weniger Studenten als sonst angemeldet haben, so Froese. Eine große Herausforderung seien derzeit Krankheiten unter den Studenten. Deshalb gehe es am Ibi nicht nur um den Unterricht, sondern auch darum, sich gegenseitig zu helfen und als Gemeinschaft zu leben, betonte der IBI-Direktor im Interview mit ZP-30. (ZP-30)

Paraguay verhandelt mit den USA über eine höhere Exportquote für Fleisch. Wie die Zeitung Ultima Hora berichtet, haben die Verhandlungen im Rahmen des Handels- und Investitionsabkommens mit den USA zuletzt an Fahrt gewonnen. Anlass dafür war ein hochrangiges Treffen in der US-Hauptstadt Washington. Hier sprachen Vertreter beider Länder über den bilateralen Handel und mögliche Erweiterungen der Exportquoten.

            Die paraguayische Delegation setzte sich aus führenden Regierungsvertretern zusammen, darunter auch der Vorsitzende des nationalen Tiergesundheitsdienstes SENACSA, José Carlos Martin, Außenminister Rubén Ramírez Lezcano und der paraguayische Botschafter in den USA, Gustavo Leite. Das Ziel ist, langfristig bessere Bedingungen für den Export paraguayischen Rindfleischs zu schaffen.

            Parallel dazu gewinnt der US-Markt zunehmend an Bedeutung. Bereits im April stiegen die USA zum zweitgrößten Abnehmer paraguayischen Rindfleischs auf und stehen damit noch vor Israel und direkt hinter Chile. Innerhalb eines Monats wurden über 15 Millionen Kilogramm exportiert, mit einem Gesamtwert von mehr als 83 Millionen US-Dollar. Diese Entwicklung unterstreicht das wachsende Potenzial des US-Marktes für Paraguay und weckt neue Erwartungen in der Fleischindustrie. (Ultima Hora)

In Paraguay ist eine neue Handelsvereinigung zur Stärkung der Beziehungen mit der Türkei gegründet worden. Das Ziel der neuen Organisation ist, die wirtschaftliche Zusammenarbeit auszubauen und den Austausch in Bereichen wie Handel, Tourismus, Kultur und Bildung zu fördern. Laut La Nacion sieht man die Vereinigung als Plattform, die Unternehmer, Investoren und weitere zentrale Akteure beider Länder miteinander verbinden soll. Dadurch sollen neue Geschäftsmöglichkeiten entstehen und bestehende Kontakte gezielt ausgebaut werden. Die Organisation trägt den Namen „Asociación de Comercio Paraguay-Türkiye“ und den Vorsitz wird Francisco Fariña übernehmen.

            An der offiziellen Gründung am gestrigen Dienstag nahmen diplomatische Vertreter beider Staaten teil. Hervorgehoben wurde dabei das Potenzial einer engeren Kooperation und die Bedeutung stabiler bilateraler Beziehungen. Mit der Unterzeichnung der Gründungsurkunde hat die neue Organisation ihre Arbeit aufgenommen. Geplant sind unter anderem Handelsmissionen, Wissensaustausch und Initiativen zur Förderung von Investitionen. Die Gründung gilt als wichtiger Schritt, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Paraguay und der Türkei langfristig zu vertiefen und gemeinsame Entwicklungsmöglichkeiten zu erschließen. (ip.gov, La Nacion)

Der Nationale Berufsförderungsdienst, SNPP, feiert sein 55-jähriges Bestehen. Die Einrichtung ist dem Ministerium für Arbeit, Beschäftigung und soziale Sicherheit, MTESS unterstellt und spielt eine zentrale Rolle in der beruflichen Ausbildung im Land. Darüber schreibt IP Paraguay. Seit seiner Gründung Anfang der 1970er Jahre hat der SNPP mehr als 3,4 Millionen Zertifikate ausgestellt und rund 1,2 Millionen Menschen ausgebildet. Allein im ersten Quartal 2026 wurden bereits zehntausende Teilnehmer geschult.

            Zu den gefragtesten Kursen zählen unter anderem Elektrotechnik, Klimaanlagenwartung und industrielle Sicherheit. Gleichzeitig setzt die Institution verstärkt auf neue Bereiche wie digitale Bildung, Robotik und Fremdsprachen. Mit landesweit zahlreichen Standorten erreicht der SNPP eine breite Bevölkerung. Für die Zukunft sind Investitionen in moderne Technik sowie neue Programme geplant. Damit soll die Qualifikation der Arbeitskräfte weiter verbessert werden, um den Anforderungen eines sich wandelnden Arbeitsmarktes gerecht zu werden. (ip.gov)

Paraguay gedenkt seiner gemeinsamen Geschichte mit Japan. Darüber berichtet die staatliche Nachrichtenagentur IP Paraguay. Paraguay veranstaltet in Japan eine Reihe von Events zur Feier von 215 Jahren Unabhängigkeit und 90 Jahren japanischer Einwanderung ins Land. Die Aktivitäten verbinden Kultur, Kunst und Sport und finden in mehreren Städten des asiatischen Inselstaates statt. Organisiert werden sie mit Unterstützung der paraguayischen Botschaft und bringen Vertreter der Nikkei-Gemeinschaft, Künstler und Kulturschaffende zusammen.

            Den Auftakt bildete Anfang Mai ein Konzert in Tokio. Dort präsentierten 55 Harfenisten paraguayische Musik und kulturelle Identität. Die Veranstaltung erhielt zusätzliche Bedeutung durch die Anwesenheit eines Mitglieds der japanischen Kaiserfamilie. Auch traditionelles Kunsthandwerk spielte eine Rolle. Eine Expertin für Ñandutí stellte diese filigrane Textilkunst vor und verband sie mit tänzerischen Darbietungen.

            Im weiteren Verlauf wurden die Feierlichkeiten auf andere Städte ausgeweitet. Ergänzt wird das Programm durch ein Fußballturnier in der Präfektur Gunma. Die gemeinsamen Veranstaltungen unterstreichen die enge Verbindung beider Länder und fördern den kulturellen Austausch. (ip.gov)


More Entradas for Show: Funkjournal
Mehr Beiträge ansehen in Nachrichten