Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 5. Januar 2026

In Paraguay werden zur Sommerzeit verstärkte Verkehrskontrollen durchgeführt.  Die Nationale Autobahnpolizei, zu Spanisch Patrulla Caminera, hat für die Sommersaison 2025 – 2026 eine großangelegte Operation mit rund 500 Beamten gestartet. Ziel der Mobilisierung ist, die Sicherheit der tausenden Bürger zu gewährleisten, die zu den wichtigsten touristischen Zielen Paraguays unterwegs sind. Der Einsatz läuft bis zum 1. März.

Wie Beamte der Patrulla Caminera gegenüber Radio ZP 30 mitteilten, wurden für diese Zeitspanne 484 nationale Inspektoren mobilisiert, die im Rotationssystem arbeiten. Neben der Personalstärke sorgt moderne Technik für effiziente und transparente Kontrollen, darunter elektronische Zahlungen, Radargeräte, Bodycams und Alkoholmessgeräte, die auf Transparenz und Effizienz der Kontrollen ausgerichtet sind. Elektronische Geldstrafen können sofort über Online-Terminals beglichen und digital erfasst werden. Logistisch unterstützt eine Flotte von 61 Pick-ups, 17 Motorrädern, Plattform-LKW sowie Bussen die Beamten auf den Straßen. Wie von der nationalen Autobahnpolizei berichtet wurde, werden die Kontrollen an das Verkehrsaufkommen angepasst. Wie es heißt, konzentrieren sich die Beamten insbesondere auf kritische Verhaltensweisen wie Alkohol am Steuer, unzulässige Überholmanöver, überhöhte Geschwindigkeit sowie die korrekte Nutzung der vorgeschriebenen Beleuchtung. Schwerpunktbereiche sind zentrale Punkte in Central, Cordillera und Paraguarí, mit verstärkter Kontrolle in Städten wie San Bernardino, Ypacaraí, Caacupé, Encarnación und Ciudad del Este. Zur verstärkten Wirksamkeit des Einsatzes werden die Maßnahmen mit der Nationalpolizei, der Staatsanwaltschaft, der Dinatran sowie den   städtischen Verkehrspolizeien koordiniert. Somit soll eine schnelle Reaktion auf Notfälle oder unvorhergesehene Ereignisse gewährleistet werden.

Auf Grundlage des Gesetzes 5016 /14 über Verkehr und Verkehrssicherheit sowie der für 2026 geltenden Aktualisierungen der Straßenpatrouille werden Verkehrsverstöße in leichte, schwere und sehr schwere Verstöße aufgeteilt. Die Geldstrafen werden auf Basis des aktuellen Mindesttagelohns berechnet, der nach der letzten Anpassung im Juli 2025 gilt.   (Radio ZP 30)

Jorge Bogarín übernimmt den Vorsitz des Obersten Wahlgerichts im Wahljahr 2026. Wie ADN Digital berichtet, steht Jorge Bogarín gemäß der Resolution Nummer 183 /2025 des TSJE seit dem 1. Januar dieses Jahres dem obersten Wahlgericht, TSJE, vor. Bogarín übernimmt die Leitung in einem eindeutig von Wahlen geprägten Jahr, mit parteiinternen Vorwahlen im Juni und Kommunalwahlen im Oktober. César Emilio Rossel wurde per Resolution zum Vizepräsidenten des TSJE bestimmt und Jaime José Bestard Duschek zum Mitglied. Die Amtszeit dauert bis zum 31. Dezember 2026. Der Vorgesetzte des TSJE, Bogarín, vertritt das Wahlgericht rechtlich und führt die administrative Aufsicht. Die Wahlordnung sieht einen jährlichen Wechsel von Präsidium und Vizepräsidium unter den Mitgliedern vor. (ADN Digital)

Der Übersetzer und Dichter der Guaraní-Sprache, Lino Trinidad Sanabria, ist verstorben. Am Sonntag wurde der Tod von Lino Trinidad Sanabria bestätigt, einem herausragenden Lehrer, Schriftsteller und Förderer der Guaraní-Sprache sowie Autor zahlreicher Arbeiten und Übersetzungen bedeutender Werke. Wie die Tageszeitung Hoy informiert, gab seine Ehefrau Alcira Aranda diese Nachricht in einem Facebook-Beitrag bekannt.  

Sanabria verstarb nach mehreren Wochen im Krankenhaus infolge eines Schlaganfalls, den er im vergangenen Dezember erlitt. Er wurde am 23. September 1934 in Pedro Juan Caballero geboren und war eine der zentralen Persönlichkeiten in der Verteidigung, Erforschung und literarischen Schöpfung der Guaraní-Sprache in Paraguay. Als Mitglied der Akademie der Guaraní-Sprache und langjähriger Dozent an der Nationalen Universität von Asunción, Una, machte er sich auch als Linguist und Schriftsteller einen Namen.

Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt die Übersetzung von „Platero y yo“ von Juan Ramón Jiménez ins Guaraní. Zudem veröffentlichte er zahlreiche Aufsätze und Bücher in der Guaraní-Sprache, darunter das Guaraní-Spanisch-Wörterbuch Ne’ẽryru. Eine seiner bedeutendsten Leistungen war die Übersetzung der geltenden Nationalverfassung ins Guaraní. (Diario Hoy)


More Entradas for Show: Funkjournal