In Filadelfia stehen in den kommenden Wochen mehrere wichtige Bildungsprojekte an. Darüber berichtete die Bildungsdirektorin der Stadtverwaltung Filadelfia, Tessy Cristaldo, in einem Gespräch mit ZP-30. Ein lang erwartetes Vorhaben ist der Bau der neuen Schule Boreal. Der offizielle Spatenstich findet am Dienstag, den 9. Juni, um 18:30 Uhr statt. Nach Angaben von Cristaldo hat die Stadtverwaltung mehrere Jahre an diesem Projekt gearbeitet. Die Schule soll den Familien in der Gegend einen leichteren Zugang zur Bildung ermöglichen. Denn zahlreiche Kinder müssen derzeit weite Strecken zurücklegen, um eine Schule zu erreichen.
Die neue Schule soll als öffentliche Schule geführt werden und steht damit der gesamten Bevölkerung zur Verfügung. Geplant ist, zunächst Unterricht für die Vorschule und die erste und zweite Grundschulstufe anzubieten. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Bauarbeiten bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein, sodass der Unterricht im kommenden Jahr beginnen kann.
Ein weiteres wichtiges Ereignis ist der traditionelle Schülerumzug am Feiertag zum Chacofrieden am 12. Juni. Die Veranstaltung beginnt um 08:00 Uhr morgens. Nach aktuellem Stand werden rund 30 Bildungseinrichtungen daran teilnehmen, darunter befinden sich staatliche und private Schulen sowie Universitäten. Auch die Feuerwehr und der Verein historischer Fahrzeuge haben ihre Teilnahme zugesagt.
Cristaldo betonte im Interview, dass die Teilnahme am Umzug für die Einrichtungen freiwillig ist. Dennoch beteiligen sich seit Jahren fast alle Einrichtungen der Stadt, da der Umzug eine wichtige Gelegenheit darstellt, verschiedene Bildungsangebote vorzustellen. Die Stadtverwaltung bittet die Bevölkerung darum, während des Umzugs die Anweisungen der Munizipalitätsmitarbeiter und der Verkehrspolizei zu respektieren. Für die Veranstaltung werden Straßen gesperrt und spezielle Parkplätze organisiert.
Neben diesen Veranstaltungen setzt die Stadtverwaltung Filadelfia auch auf den Ausbau der Hochschulbildung. Gemeinsam mit der Fakultät für Naturwissenschaften der Nationalen Universität von Asunción, FACEN, werden mehrere Studiengänge im Fernstudium angeboten. Dazu gehören unter anderem Mathematik, Statistik, Produktionstechnologie und Logistik- und Transportmanagement. Besonders letzterer Studiengang wird laut Cristaldo für den Chaco in der Zukunft wichtig sein, da der Biozeanische Korridor neue wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnet.
Die Einschreibung für die Studiengänge läuft vom 8. Juni bis zum 8. Juli. Die Aufnahmeprüfung findet am 11. Juli auf dem Campus der UNA in San Lorenzo statt. Geprüft werden dabei Mathematik, Physik, Chemie und Spanisch. Interessierte erhalten bei der Stadtverwaltung Unterstützung bei der Anmeldung und Zugang zu Lernmaterialien, erklärte Cristaldo.
Abschließend lud die Bildungsdirektorin die Bevölkerung zur Teilnehme an den bevorstehenden Veranstaltungen ein. Der Schülerumzug steht dieses Jahr unter dem Motto „Wir ehren das Opfer und verteidigen den Frieden des Landes“. Mit der Veranstaltung wird zugleich an den 91. Jahrestag des Endes des Chaco-Krieges erinnert. (ZP-30)
Das paraguayische Bildungsministerium hat bestätigt, dass der Schulkalender für das Jahr 2026 unverändert bleibt. Damit wird es laut La Tribuna trotz der Fußball-Weltmeisterschaft der Fifa keine Anpassungen bei den Winterferien oder den Unterrichtszeiten geben.
Die Entscheidung wurde nach einer Prüfung des Turnierplans getroffen. Nach Angaben des Ministeriums finden die Spiele der paraguayischen Nationalmannschaft überwiegend in den Abend- oder Nachtstunden paraguayischer Zeit statt. Dadurch wird der reguläre Schulbetrieb nicht beeinträchtigt und der Unterricht kann wie geplant stattfinden.
Die Winterferien bleiben daher auf den bereits festgelegten Zeitraum vom 13. bis 24. Juli angesetzt. Das Ministerium betonte, dass Änderungen am Schulkalender grundsätzlich nur in Ausnahmefällen vorgenommen werden, da sie Auswirkungen auf Schulen, Lehrkräfte, Schüler und Familien haben können.
Für Fußballfans gibt es dennoch gute Nachrichten: Die entscheidenden Phasen der Weltmeisterschaft, darunter die Halbfinalspiele, das Spiel um Platz drei und das Finale, fallen in die Winterferien. Sollte sich Paraguay für diese Runden qualifizieren, können viele Familien die Spiele gemeinsam verfolgen, ohne dass der Schulbesuch darunter leidet. (La Tribuna)
Die UNESCO erörtert in Paraguay die Zukunft des globalen Naturschutzes. Darüber berichtet La Tribuna. In der Zentrale von Itaipú in Hernandarias wurde gestern die 38. Sitzung des Internationalen Koordinierungsrates des Programms „Mensch und Biosphäre“ eröffnet. Die Veranstaltung findet zum zweiten Mal in Südamerika statt und bringt Vertreter zahlreicher Staaten zusammen, um über Naturschutz, Wissenschaft und nachhaltige Entwicklung zu beraten.
Präsident Santiago Peña betonte bei der Eröffnung, dass wirtschaftliche Entwicklung und Umweltschutz miteinander vereinbar sein müssen. Er sprach sich für ein Modell aus, das den Menschen und dessen Lebensqualität in den Mittelpunkt stellt und gleichzeitig natürliche Ressourcen schützt.
Im Rahmen des Treffens stellte Paraguay offiziell die Kandidatur einer neuen Biosphärenreserve im südlichen Alto Paraná vor. Das vorgeschlagene Schutzgebiet umfasst vier Ortschaften und schließt unter anderem den Nationalpark Ybycuí und das Wissenschaftsdenkmal Moisés Bertoni ein. Paraguay verfügt bereits über drei der von der UNESCO anerkannten Biosphärenreservate: Bosque Mbaracayú, El Chaco und Itaipú.
Die Regierung hob außerdem die Bedeutung von Itaipú als Beispiel für die Verbindung von sauberer Energieerzeugung und Naturschutz hervor. Zudem wurde die Bedeutung der Umweltbildung betont. Das Bildungsministerium bildet derzeit mehr als 1.600 Lehrkräfte in digitalen und technischen Kompetenzen aus, um Umweltschutz und moderne Technologien stärker miteinander zu verbinden. (La Tribuna)
Das Gesundheitsministerium hat ein neues Programm zur Förderung der frühkindlichen Entwicklung gestartet. Wie IP Paraguay berichtet, wurden im Rahmen der Initiative spezielle Förder- und Lernmaterialien an 45 Familiengesundheitszentren in den Departamenten Caaguazú, Paraguarí, Guairá und San Pedro übergeben.
Die Materialien sind Teil des Modells für eine umfassende frühkindliche Förderung und sollen die kognitive, motorische und soziale Entwicklung von Kindern unterstützen. Die Ausstattung umfasst unter anderem Lernspiele, Puzzles, Rasseln, Spiegel, Mal- und Bastelmaterialien sowie weitere pädagogische Hilfsmittel.
Gesundheitsministerin María Teresa Barán betonte gestern die Bedeutung der ersten 1.000 Lebenstage eines Kindes. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass sich das Gehirn in dieser Zeit besonders schnell entwickelt. Eine frühzeitige Förderung sei daher entscheidend für die spätere Entwicklung und stelle eine wichtige Investition in die Zukunft des Landes dar.
Das Projekt wird durch eine technische und finanzielle Zusammenarbeit mit dem Plan International Paraguay umgesetzt. Das Ziel ist, die Gesundheitsversorgung auf der Primärebene weiter zu stärken und Kindern bessere Entwicklungschancen zu ermöglichen. (ip.gov)
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