Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 29. November 2025

In Paraguay nimmt ein erstes staatliches Tierkrankenhaus den Betrieb auf. Die Direktion für Tierschutz hat angekündigt, dass Paraguay demnächst über sein erstes nationales Tiergesundheitszentrum verfügen wird. Es wird sich «CASA» nennen. «CASA» steht für Centro de Asistencia Sanitaria de Animales. Wie die Tageszeitung Hoy berichtet, wird das zugleich das erste öffentliche Tierkrankenhaus des Landes sein.
Das Anliegen ist, dass Haustierbesitzer Zugang zu professioneller Pflege ohne Kosten bekommen. Dafür wird ein soziales Bewertungssystem eingeführt, das sicherstellt, dass die Hilfe bei den Bedürftigsten ankommt. Das zukünftige Krankenhaus wird in der Stadt Luque eingerichtet. Familien mit geringem Einkommen können die tierärztlichen Dienste kostenlos in Anspruch nehmen. Zudem gibt es ermäßigte Gebühren zur Sicherstellung des Betriebs.
Geplant ist ein veterinärmedizinisches Zentrum, das kostenlose Betreuung für Haustiere anbietet. Wie die Tierschutz-Behörde informiert, wird Casa umfassende und hochwertige Dienste bereitstellen. Dazu gehören klinische Untersuchungen und Diagnostik, Chirurgie, stationäre Behandlung sowie ein eigener Genesungsbereich. Zusätzlich wird es unter anderem einen Notfalldienst geben, eine tiermedizinische Blutbank und einen Adoptionsdienst für Tiere. Priorität erhalten Notfälle, gerettete Tiere sowie Situationen, die eine unmittelbare Gefahr für Gesundheit und Leben darstellen. (Diario Hoy; ADN Digital)

Itaipús schwimmende Solaranlage startet durchgehende Energieproduktion. Die schwimmende Solaranlage von Itaipú hat am 21. November mit der kontinuierlichen Energieerzeugung begonnen. Damit markiert sie einen bedeutenden Meilenstein für die Entwicklung erneuerbarer Energien in Paraguay und der Region, wie das Nachrichtenportal ADN-Digital berichtet. Die Anlage befindet sich derzeit in der experimentellen Phase auf der rechten Seite des Kraftwerks Itaipú.
Wie der Direktor der Abteilung für Erneuerbare Energien, Ingenieur Pedro Domaniczky, erklärte, werden nach der schrittweisen Einspeisung der erzeugten Elektrizität weiterhin Anpassungen vorgenommen. Die Arbeiten umfassten Tests der Transformator-Anlagen, der Wechselrichter, der Betriebsabläufe im Schaltraum, die Überprüfung aller Komponenten der Erzeugungs- und Übertragungssysteme sowie die Feinabstimmung der Schutzsysteme für die sichere Anbindung an den Verteilposten auf der rechten Seite.
Der Direktor sagte, dass die Energie der schwimmenden Solaranlage bereits ergänzend zur Wasserkraft genutzt werde und damit den Verbrauch des prioritären Bereichs der rechten Fluss-Seite decke. Die erzeugte Energie wird in die Verteilposten eingespeist und über ein Überwachungs- und Datenerfassungssystem sicher mit dem Schaltraum verbunden.
Die Anlage hat sich auch zu einem akademischen Anziehungspunkt entwickelt. Studierende verschiedener Universitäten besuchen die Anlage, um die eingesetzte schwimmende Photo-Voltaik-Technologie und deren Funktionsweise aus nächster Nähe kennenzulernen. Das System nutzt Schwimm-, Befestigungs- und Verankerungseinrichtungen auf französischer Technologie-Basis, mehrere davon hochmodern, die von paraguayischen und brasilianischen Fachkräften zusammengebaut und installiert wurden. Mit ihrem Dauerbetrieb positioniert sich die Floating-PV-Anlage von Itaipú als technologisch wegweisendes und nachhaltiges Projekt in der Region, heißt es. (Adn Digital)

Paraguay ist weiterhin das Land mit der zweithöchsten Kriminalitätsrate in Südamerika. Laut dem globalen Index der organisierten Kriminalität belegt Paraguay den zweiten Platz unter den Ländern mit der höchsten Kriminalitätsrate.Wie die Zeitung Última Hora aufgrund der Statistik berichtet, wird Paraguay unter den zwölf Ländern Südamerikas übertroffen von Kolumbien, gefolgt von Brasilien, Ecuador und Venezuela. Der globale Index der organisierten Kriminalität ist ein Instrument der Globalen Initiative gegen die transnationale organisierte Kriminalität,
Bei der Bewertung der 193 Länder weltweit belegt Paraguay den vierten Platz hinter Myanmar, Kolumbien und Mexiko. Damit gehört unser Land weiterhin zu den Ländern mit den höchsten Punktzahlen. Um seine Position zu ermitteln, wurden verschiedene Aspekte analysiert, darunter kriminelle Märkte, Menschenhandel, Erpressung, Waffenhandel, Handel mit gefälschten Produkten, illegaler Handel mit steuerpflichtigen Waren, Umweltkriminalität, Verbrechen gegen die Tierwelt, Drogenschmuggel und Drogenhandel. Ebenso wurden sowohl Cyber-  als auch Finanzdelikte berücksichtigt. Was die kriminellen Akteure betrifft, so wurden mafiöse Gruppen, kriminelle Netzwerke, Akteure aus dem Staatsapparat, Ausländer und Akteure aus dem privaten Sektor wurden in die Studie einbezogen.
Im Vergleich zur Messung der Kriminalität im Jahr 2021 ist die auffälligste Veränderung im Index der 193 Länder weltweit. Hier steht Paraguay auf Platz 16. Die Studie zeigt, dass die Kriminalität in Paraguay vor allem in den letzten Jahren einen deutlichen Aufstieg verzeichnet hat, wo Paraguay weltweit aktuell den vierten Platz belegt. (Última Hora)

Präsident Santiago Peña hat das Gesetz zum Schutz personenbezogener Daten in Paraguay erlassen. Wie das Nachrichtenportal «Más Encarnación» schreibt, schafft das Gesetz Nummer 7.593/2025erstmals einen umfassenden Rahmen für den verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Informationen. Es erhöht die Standards für Privatsphäre und Sicherheit, während es den Zugang zu öffentlichen Informationen nicht einschränkt.
Das Gesetz stellt klar, dass keine Institution, ob öffentlich oder privat, personenbezogene Daten ohne gültige rechtliche Grundlage oder die Zustimmung des Betroffenen verarbeiten darf. Besonders schützenswert sind die Daten von Kindern und Jugendlichen. Zudem verlangt die Regelung Sicherheitsmaßnahmen, um Datenmissbrauch, Identitätsdiebstahl und unerlaubte Nutzung zu verhindern.
Bürger haben nun klar definierte Rechte, wie das Recht auf Zugang zu ihren Daten, die Korrektur ungenauer Informationen und die Möglichkeit, ihre Zustimmung jederzeit zu widerrufen. Die neuen Bestimmungen stärken die Position der Bürger gegenüber Unternehmen und öffentlichen Stellen.
Ein zentraler Punkt der Regelung ist, dass die Verpflichtungen zur Transparenz des Staates nicht verändert werden. Das Gesetz unterstützt ausdrücklich die bestehende Offenlegung von Informationen über staatliche Ausgaben und Ressourcen. Damit bleibt die Kontrolle durch die Bürger weiterhin gewährleistet.
Zusätzlich wird die Nationale Agentur zum Schutz personenbezogener Daten eingerichtet. Sie soll die Einhaltung des Gesetzes überwachen und bewährte Praktiken im Datenschutz fördern. (Más Encarnación)