Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 29. Februar 2024

In Loma Plata hat die Staatsanwaltschaft einen Verkaufspunkt von Kokain auffliegen lassen. Wie der Staatsanwalt, Andrés Arriola, gegenüber Radio ZP-30 erklärte, ist gestern in Loma Plata eine Bäckerei durchsucht worden. Bei der Operation wurde eine Person verhaftet, die seit längerem im Visier der Ermittler gewesen sein soll, wegen Kokainhandels in kleinen Mengen. Laut dem Staatsanwalt hatte der nun Festgenommene eine Bäckerei in Loma Plata als Deckmantel für die illegalen Geschäfte genutzt. Nähere Informationen über den Verhafteten wurden nicht bekannt, da die Ermittlungen noch im vollen Gange sind. Die Staatsanwaltschaft schließt nicht aus, dass im Zuge der Ermittlungen in dem Fall noch weitere Personen verhaftet werden.
Bei der Razzia in der Bäckerei beschlagnahmte die Antidrogenbehörde, SENAD, eine größere Menge Kokain. Darunter befanden sich nach Angaben von Arriola kleine Kokainpäckchen, auch als „Moñitos“ bekannt, da sie beim Verpacken wie kleine Schleifchen gebunden werden. Sie enthalten nur ein paar Gramm der Droge und werden für verhältnismäßig kleine Summen verkauft – oft für 50.000 oder 100.000 Guaraníes pro Päckchen. Ausserdem beschlagnahmte die SENAD unverpacktes Kokain, Mobiltelefone und Bargeld. Der Staatsanwalt äußerte die Vermutung, dass sich unter den Mobiltelefonen auch solche befinden könnten, die als Zahlungsmittel verwendet und von den Käufern vermutlich gestohlen worden waren.
Arriola wies darauf hin, dass der Drogenhandel im kleinen Stil, der sogenannte „microtráfico“, im Departament Boquerón zunimmt. Am vergangenen Wochenende hatte die Staatsanwaltschaft in Mariscal Estigarribia mehrere Häuser durchsucht. Zudem habe man mehrere Personen identifiziert und Orte ausfindig gemacht, an denen Drogen gehandelt werden. Staatsanwalt Arriola appellierte an die Bevölkerung, bei Vermutungen bezüglich  Drogenhandels Anzeige zu erstatten. Die könne auch bei ihm persönlich im Büro eingehen, falls die Anonymität des Klägers gewahrt werden sollte.
Anders als der Drogenhandel im großen Stil betreffe der Microtráfico die Bevölkerung viel direkter, so Arriola. Beispielsweise kann ein Kilogramm Kokain in tausende kleine Päckchen abgepackt werden, die dann unter der Bevölkerung verkauft werden. Schon nach einem ersten Konsum kann Kokain süchtig machen. Arriola warnte auch vor der Gefahr, die von den Suchtkranken ausgeht. Ab einem gewissen Punkt überschatte die Droge das Denkvermögen und der Abhängige kenne keine Grenzen, wenn es darum geht, Geld für den Drogenkauf zu beschaffen. So könnten auch Familienangehörige oder Freunde zur Zielscheibe von Übergriffen oder Gewalttaten werden, erklärte der Staatsanwalt. Arriola wies darauf hin, dass die Staatsanwaltschaft und Antidrogenbehörde alles daran setzen würden, um den Drogenhandel im Chaco unter Kontrolle zu bringen. Die Ermittlungen seien jedoch oft langwierig und würden in manchen Fällen behindert, so der Staatsanwalt. (ZP-30/ ABC Color)

Heute endet die Sammelaktion für Schulmaterial der First Lady von Boquerón. Vor zwei Wochen hat die Ehefrau des Gouverneurs von Boquerón, Ruthie Bergen, eine Kampagne gestartet, um gebrauchtes Schulmaterial an bedürftige Kinder zu spenden. Heute, am letzten Februartag, endet die Frist, um die Schulutensilien abzugeben. Gegenüber Radio ZP-30 erklärte Frau Bergen, dass erstaunlich viel Material zusammengekommen sei. Gespendet wurden unter anderem Lehrmaterial, Hefte, Bunt- und Bleistifte. Laut Frau Bergen wurde das didaktische Material bereits am Dienstag in einigen Schulen verteilt, bei denen man davon ausging, dass das Material nützlich sein könnte.
Die gespendeten Schulutensilien sollen ab März verteilt werden; zunächst in den entlegeneren Ortschaften. Begonnen werden soll in der Gegend von La Patria, nordwestlich von Mariscal Estigarribia entlang der Transchaco. Die First Lady von Boquerón wies darauf hin, dass die Bildungsabteilung der Departamentsregierung über die Daten verfügt, in welchen Bildungsinstitutionen das Schulmaterial noch am dringendsten fehlt. Noch heute können gebrauchte Schulutensilien abgegeben werden – in Loma Plata und Filadelfia jeweils bei der Post und in Neuland bei der Boutique „Chuchi“. (ZP-30/ Flyer Gobernación Boquerón)

Frauen aus dem Chaco laden zum weltweiten Gebet für Frauen ein. Am Weltgebetstag der Frauen soll die Veranstaltung morgen im städtischen Kulturzentrum von Filadelfia in der Strasse Carayá stattfinden. Wie es in der Einladung heißt, schliessen sich Frauen verschiedener lokaler Gemeinden der weltweiten Initiative an. Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass Mädchen und Frauen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können. So entstand die größte Basisbewegung christlicher Frauen weltweit.
Jedes Jahr am 1. März stehen Frauen eines bestimmten Landes oder Region im Fokus des Gebets. Dieses Mal Frauen des palästinensischen Volkes, ihre Bedürfnisse, Anliegen und Nöte. Der überkonfessionelle Gottesdienst beginnt morgen um 19:00 Uhr und steht unter dem Bibelwort des Apostels Paulus an die Christen in Ephesus: „Ertragt einer den andern in Liebe“. (Einladung auf Flyer/Weltgebetstag.de)

Die USA schicken wieder ihren Antikorruptionsbeauftragten. Richard Nephew wird am kommenden Montag nach Asunción kommen, wie die US-Botschaft bekanntgab. Laut Paraguay.com stehen auf der Agenda des US-Beamten Gespräche mit Vertretern der Regierung, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft. Nephew besucht vorher Peru und Ekuador. Nach Paraguay kommt er nach dem umstrittenen Rausschmiss der Oppositions-Senatorin Kattya González aus dem Kongress, auf den die US-Regierung reagiert hatte.
Bereits einen Tag vor der Entscheidung im Oberhaus am 14. Februar hatte sich der US-Botschafter in Paraguay, Marc Ostfield mit dem Hauptbischof der katholischen Kirche, Adalberto Martínez getroffen und sich für eine Demokratie in Paraguay ausgesprochen, die sich durch Vielfalt gekennzeichne und den Willen des Volkes respektiere. Derartige Besuche der Antikorruptionsbehörde aus den USA hatten in der Vergangenheit unter anderem dazu geführt, dass die Vereinigten Staaten hochrangige Politiker in Paraguay als im hohen Grade korrupt bezeichnet und mit Sanktionen belegt hatten, darunter den ehemaligen Staatspräsidenten Horacio Cartes und den Vizepräsidenten zur Regierung Mario Abdo, Hugo Velázquez. (Paraguay.com/Última Hora)


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