Hochmoderne Medizintechnik erreicht die entlegensten Winkel von Pozo Hondo. Das von dem Ärzte-Jahrgang 1983 der Nationalen Universität von Asunción, Una, ins Leben gerufene Projekt steht vor einem neuen Einsatz in Pozo Hondo im Departament Boquerón. Nach der medizinischen Betreuung von über 55.000 behandelten Patienten innerhalb von zehn Jahren, verfolgt die Stiftung ein Ziel. Das Ziel, der öffentlichen Bildung Anerkennung zu erweisen. Das, indem sie insbesondere die am stärksten benachteiligten Regionen des Landes unterstützt.
Im Gespräch mit Radio ZP-30 gab Doktor Ricardo Fretes Einblicke in das Projekt „Retribuyendo al Pueblo“. Er gehört zum Ärzte-Jahrgang von 1983, der mit dieser Initiative unter dem Motto „Dem Volk etwas zurückgeben“ medizinische Hilfe in entlegene Gebiete bringt. Ziel ist diesmal Pozo Hondo, ein strategisch wichtiger Ort im Dreiländereck. Dort möchte das Ärzteteam die medizinische Versorgung der Bevölkerung nachhaltig verbessern. Wie Fretes mitteilte, sei die vor zehn Jahren gestartete Initiative von 73 Ärzten heute zu einer breiten Solidaritätsbewegung herangewachsen. Seinen Angaben zufolge wurde das Projekt aus Dankbarkeit dem Volk gegenüber ins Leben gerufen. Er meinte, das Medizinstudium sei teuer und das habe das Volk bezahlt – der damalige Landbevölkerungsanteil.
Fretes erklärte, dass heute 204 freiwillige Ärzte zu der Stiftung gehören, sowie 28 verschiedene Fachrichtungen. Insgesamt 305 Personen, einschließlich Vertreter aus Kultur und Sport gehören der Stiftung an.
Der Einsatz in Pozo Hondo gliedert sich in zwei Schlüsselphasen. An diesem Wochenende findet die Erkundungs- und Vorabphase statt. Ein Team reist Donnerstag auf dem Land- und Luftweg mit Unterstützung der Marine und der Luftwaffe, um eine Lageanalyse durchzuführen. Dabei soll zusammen mit lokalen Führungskräften und gesellschaftlichen Akteuren eine diagnostische und technologische Studie erstellt werden, um die Bedürfnisse der Region zu ermitteln.
Zum anderen soll an den Tagen vom 17. und 18. April ein großer operativer Einsatztag auf Basis der vorangegangenen Diagnose durchgeführt werden.
Ein von Fretes besonders hervorgehobener Punkt ist die regionale Integration: Es wird erwartet, dass auch argentinische Grenzbewohner zur Behandlung kommen, um die Versorgung durch dieses in Lateinamerika renommierte Ärzteteam in Anspruch zu nehmen.
Im Laufe seiner ersten zehn Jahre kontinuierlicher Arbeit hat das Projekt „Retribuyendo al Pueblo“ ein eindrucksvolles Dienstleistungsvermächtnis aufgebaut. Dessen Ergebnisse belegen die Bedeutung seines Beitrags zum öffentlichen Gesundheitssystem. Vor allem in Ortschaften, wo der Zugang zu Fachärzten begrenzt sei. Ihre Einsätze reichen vom Ufer bei Pilar bis zu den abgelegenen Sanddünen des Chaco.
Doktor Fretes erklärte, dass das Projekt „Dem Volk etwas zurückgeben“ Gesundheit ganzheitlich verstehe. Deshalb umfasst die Delegation auch einen kulturellen Bereich, geleitet von Maestro Luis Sarán, gemeinsam mit Persönlichkeiten wie Juan Cancio Barreto und Francisco Russo. Der sportliche Bereich wird von Personen wie „Pipino“ Cuevas und Oscar Vicente Scavone unterstützt. Damit bringt die Initiative nicht nur Medizin, sondern auch Freude und Gemeinschaft in jeden Winkel Paraguays. (Radio ZP-30)
Paraguayische Staatsbürger können legale Aufenthaltsgenehmigung in Spanien erhalten. Wie das Nachrichtenportal Economía Virtual berichtet, hat Spanien ein Gesetz verabschiedet, das die Regularisierung von rund 15.000 Paraguayern ermöglicht. Eine neue migrationsrechtliche Regelung tritt in Kraft und eröffnet Tausenden Menschen ohne geregelten Aufenthaltsstatus die Möglichkeit, über eine legale Aufenthaltsgenehmigung durch soziale Verwurzelung zu erhalten – auch ohne Arbeitsvertrag.
Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, hat die linksgerichtete Minderheitsregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez den Beschluss vom Kabinett bestätigt, einen Weg zum legalen Aufenthalt für Ausländer zu schaffen. Das Dekret zur außerordentlichen Regularisierung wurde gestern für mindestens 800.000 Migranten erlassen. Das gilt für alle, die nicht vorbestraft sind und die nachweisen können, dass sie schon vor dem 31. Dezember 2025 in Spanien gelebt haben. Sie müssen einen Aufenthalt von mindestens fünf Monaten ohne Unterbrechung nachweisen können.
Ziel der Regierung ist, Integration zu erleichtern – auch in den Arbeitsmarkt, wo aufgrund des demografischen Wandels zunehmend Arbeitskräfte fehlen. (Economía Virtual/ www.fr.de/politik)
In Fernando de la Mora ist ein mutmaßlicher Serienkrimineller bei einem Raubüberfall erschossen worden.Der 20-jährige Emerson Giovanni Ruiz Díaz Acosta, bekannt unter dem Alias „Pingüi“, ist gestern früh bei einem mutmaßlichen Raubüberfall in Fernando de la Mora ums Leben gekommen. Wie ABC Color berichtet, wurde bei dem Vorfall zudem Mario Roberto Gómez Zayas, ein 70-jähriger Mann, tödlich verletzt.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden drang eine Gruppe von Tätern in ein Wohnhaus im Norden der Stadt ein. Den Zugang verschaffte sie sich über das Dach. Als der Hausbesitzer durch verdächtige Geräusche geweckt wurde, kam es innerhalb des Hauses zu einem Schusswechsel.
Emerson Ruiz Díaz erlitt mehrere Schussverletzungen und brach auf der Flucht am Eingangstor des Hauses zusammen. Das Opfer wurde mit mehreren Schusswunden tot in seinem Schlafzimmer aufgefunden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft warteten weitere Komplizen außerhalb des Hauses, manipulierten die Stromversorgung sowie das Kamerasystem und flohen nach dem Vorfall. Die Täter konnten keine Beute erlangen.
Trotz seines jungen Alters wies Emerson Ruiz Díaz ein umfangreiches Vorstrafenregister auf. Gegen ihn lagen sechs Haftbefehle wegen vorsätzlichen Totschlags vor, außerdem Verfahren wegen schweren Raubes, versuchten Totschlags, des Diebstahls einer Dienstwaffe eines Polizeibeamten sowie wegen der Abgabe eines Schusses auf ein sechsjähriges Mädchen. Er war mehrfach festgenommen worden, erhielt jedoch in allen Fällen Hausarrest oder andere alternative Maßnahmen anstelle von Untersuchungshaft. (ABC Color/Última Hora)
Schwerer Verkehrsunfall in Alto Paraguay fordert drei Todesopfer. Darüber berichtet ABC Color. Bei einem schweren Frontalzusammenstoß zwischen zwei Pick-ups im Departament Alto Paraguay sind drei Menschen ums Leben gekommen, zwei weitere wurden verletzt. Die paraguayische Nationalpolizei bestätigte gestern die Identitäten der Opfer. Der Unfall ereignete sich am Montagnachmittag gegen 14:30 Uhr im Zuständigkeitsbereich der Subpolizeistation 2 von Centinela. Beteiligt waren eine silberne Toyota Hilux und ein weißer Peugeot. Todesopfer waren zwei Insassen der Toyota Hilux sowie der Fahrer des Peugeot. Zwei weitere Mitfahrer wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Die Unfallursache wird untersucht. (ABC Color)
Auf einer Estanzia in San Pedro ist ein mysteriöser, mehrere Meter tiefer Schacht entdeckt worden. Nach Angaben von Última Hora entdeckten Beamte der Polizeistation 32 von Yrybucuá in der Ortschaft San Estanislao im Departament San Pedro einen tiefen, offenbar illegal ausgehobenen Schacht auf dem Gelände einer privaten Estanzia. Der Fund wurde vom Vorarbeiter Arsenio Zárate Montiel gemeldet. Eine Polizeistreife inspizierte rund 3.500 Meter des Waldgebiets und stellte einen etwa elf Meter tiefen Schacht fest. Vor Ort wurden zudem Seile, eine Schaufel, ein Plastikeimer und eine Umlenkrolle gefunden. Verantwortliche Personen sowie der Zweck der Grabung konnten bislang nicht ermittelt werden. Der Fall wurde der Staatsanwaltschaft gemeldet, die Ermittlungen dauern an. (Última Hora)
Nationalpolizei eröffnet COEM-Ausbildung für zukünftige Einsatzkräfte der Gruppe Lince. Mit fast 200 Anwärtern hat die Nationalpolizei den jährlichen Ausbildungskurs für neue, der Gruppe Lince gestartet. Wie die Tageszeitung Hoy berichtet, hat die Ausbildung eine Dauer von drei Monaten. Unter den Teilnehmern sind 11 Offiziere, 176 Unteroffiziere sowie zwei Stipendiaten der peruanischen Polizei. Die Ausbildung umfasst taktisches und technisches Training zur umfassenden Vorbereitung der zukünftigen Einsatzkräfte. Ziel der Ausbildung für motorradgestützte Einsatzkräfte, COEM, ist die Stärkung körperlicher, fachlicher und doktrinärer Fähigkeiten im Dienste der öffentlichen Sicherheit. (Diario Hoy)
Heftiger Brand durch Müllverbrennung an der Costanera Sur. Gestern kam es infolge fahrlässiger Müllverbrennung zu einem Großbrand im Bereich der Costanera Sur nahe dem Lambaré-Berg. ADN Digital berichtet, dass mindestens 50 Feuerwehrleute im Einsatz waren, darunter Waldbrandbekämpfer des Militärs und des Logistikkommandos. Da es sich um eine Müllhalde handelte, gestaltete sich die Brandbekämpfung mit Wasser schwierig, weshalb ein Traktor des Ingenieurkommandos eingesetzt wurde, um das Feuer einzudämmen. Laut Zeugenaussagen soll ein Anwohner beim Abbrennen von Abfällen den Brand verursacht haben. (ADN Digital)
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