Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 27. Oktober 2023

Die Festung von Fuerte Olimpo hat den Blauen Schild der UNESCO erhalten. Darüber berichtet die Stadtverwaltung Fuerte Olimpo. Im Juli dieses Jahres hatte das nationale Kulturamt die Liste der Kandidaten veröffentlicht, die als Kulturerbe erklärt werden könnten. Die Liste wurde der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, UNESCO, vorgelegt. In der Kandidatenliste figurierte auch die Festung Borbón in Fuerte Olimpo. Jetzt hat das Kulturamt der Festung den Blauen Schild verliehen. Der sogenannte „Blue Shield“ wird an Kulturgüter verliehen, um sie vor den Auswirkungen von Kriegen, bewaffneten Konflikten und Katastrophen zu schützen. Gestern wurde das Emblem am Eingang der Festung Borbón angebracht.
Der Blaue Schild ist das Logo der Haager Konvention von 1954 zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten. Das blau-weiße Zeichen identifiziert Kulturgüter, die unter besonderem Schutz stehen. Wird ein Kulturgut als national bedeutsam eingestuft, kann es mit dem internationalen Schutzzeichen Blue Shield gekennzeichnet werden. Der Schild kann sogenannten unbeweglichen Kulturgütern verliehen werden, wie historischen Bauten und Kirchen. Aber auch Museen, Archive und Bibliotheken, in denen Kulturgüter ausgestellt und verwahrt werden, können das Schutzzeichen erhalten. Kulturgut, das sich im Sinne der Haager Konvention unter Sonderschutz befindet, kann mit dem dreifachen Kulturgutzeichen versehen werden – hier sind drei Schilde im Dreieck angeordnet.
Die Kennzeichnung Blue Shield dient vor allem der schnellen Identifizierung durch Militärkräfte in einem bewaffneten Konflikt. Konfliktparteien ist es durch die Haager Konvention verboten, gekennzeichnetes Kulturgut anzugreifen, es zu beschädigen oder zu entwenden. Zudem dient der Blaue Schild dazu, dass geschützten Gütern bei Katastrophen Vorrang beim Schutz der Objekte eingeräumt wird. In Paraguay sind bereits einige Kulturgüter mit dem Blauen Schild ausgezeichnet worden. Gestern erhielt die Festung Borbón in Fuerte Olimpo die Kennzeichnung. Vor etwa zwei Wochen verliehen das Kulturamt und die Tourismusbehörde, SENATUR, den Blauen Schild den Jesuitenruinen im Departament Itapúa. Auch der Tempel von San Buenaventura in Yaguarón steht unter Schutz der UNESCO. (FB: Municipalidad Fuerte Olimpo/ cultura.gov.py/ bbk.bund.de/ theblueshield.org/ Wikipedia)

Gestern ist der Tag zur Vorbeugung von Verbrennungen gewesen. In dem staatlichen Klinikum für Plastische und Wiederherstellungschirurgie, CENQUER, feierte man den Tag mit der Anwesenheit des Präsidenten der Iberoamerikanischen Vereinigung von Brandverletzten, FELAQ, Bruno Balmelli und der Gesundheitsministerin Maria Teresa Baran. Die Nachrichtenagentur Hoy schrieb darüber. In seiner Rede erinnerte der Chirurg Balmelli, dass Prävention Leben rettet und keine Folgeschäden hinterlässt. Balmelli erinnerte seine Zuhörer, dass viele Verbrennungen vermeidbar seien. Eine Sekunde der Unachtsamkeit könne das eigene Leben oder das der Kinder gefährden, so Balmelli.
Der Direktor des CENQUER, Saúl Zaputovich wies darauf hin, dass mehr als 69 Prozent seiner Patienten Kinder seien und betonte, dass den Eltern noch stärker bewusst gemacht werden müsse, dass Verbrennungen vermeidbar sind. Heiße Flüssigkeiten seien immer noch der häufigste Grund von Verbrennungen. Einen etwas geringeren Prozentsatz bilden die Verbrennungen durch Elektrizität, direktes Feuer oder heiße Metalle. Das Wichtigste, um Verbrennungen zu vermeiden, sei die Vorbeugung. Das bedeute, dass Kinder nicht in der Küche oder in der Nähe von heißen Quellen spielen sollten. Sie sollten keinen Zugang zu Steckdosen haben. Erwachsene, die Mate trinken, müssten vorsichtiger sein, wenn kleine Kinder in der Nähe sind. In solchen Situationen passierten immer wieder Unfälle mit Kindern, und das ließe sich vermeiden, erinnerte der Direktor. (Hoy)


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