Die Gobernación Boquerón startet wieder den Geschichtswettbewerb über den Chacokrieg. Diesen Wettbewerb gibt es schon seit mehreren Jahren. Organisiert wird er immer vor dem Feiertag zum Gedenken an die Chacokriegsschlacht von Boquerón, am 29. September. Der Wettbewerb ist eine Initiative der Departamentsregierung. Die Kulturabteilung der Gobernación hat alle Schulen eingeladen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. – Staatliche, Subventionierte und Private. Vorgestellt wurde der Wettbewerb gestern im Sitz der Departamentsregierung in Filadelfia. Dabei bekamen die teilnehmenden Schulen den Ordner überreicht, der die Fragen und Lernmaterial enthält. Der Wettstreit um das beste Wissen rund um den Chacokrieg wird am Gedenktag der Schlacht von Boquerón stattfinden, – der sich 2025 zum 93. Mal jährt – 90 Jahre nach dem Ende des Krieges mit Bolivien.
Die Kulturbeauftragte der Departamentsregierung Boquerón, Gladys Mongelós, sprach gestern bei der Vorstellung des Geschichtswettbewerbs über das Ziel der Organisatoren: Man will das Geschichtswissen über den Chacokrieg fördern. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Schlacht von Boquerón zu. Fördern will man mit derart historischen Erinnerungs-Aktionen den Patriotismus, die Identität als Paraguayer und die aktive Mitarbeit von Schülern zu den besonderen Anlässen. Die Schüler sollten tiefer in die Geschichte des Chaco und des Chacokrieges eintauchen. Dabei sollen ihre kognitiven Fähigkeiten zum Tragen kommen und verbessert werden, wie Auswendiglernen, schnelles Denken, und mündliches Formulieren und Vortragen, erklärte Frau Mongelós.
Wegen des Erfolgs im vergangenen Jahr ist man auch in diesem Jahr motiviert, die Schulen zu dem Wettkampf über Geschichtswissen zu laden. Im vorigen Jahr hatten Schulen aus allen Distrikten des Departaments teilgenommen. Am Ende waren fünf Schüler mit gleich starken Leistungen ins Finale gekommen. Sie hatten sich im Eifer um den höchsten Preis nicht geschlagen gegeben, wie der Bildungsbeauftragte der Gobernación, Miguel Del Puerto erinnerte. Del Puerto forderte die Teilnehmer auf, sich breit zu informieren, um gut vorbereitet zu sein, wenn es am Ende darum geht, die Fragen zum Chaco-Krieg möglichst korrekt und schnell zu beantworten.
Zuletzt sprach in Vertretung des Gouverneurs Harold Bergen, dessen Sekretärin, Amalia Vargas. Die Botschaft, die sie mitbrachte, lautet: Die Jugendlichen sollen jedes Jahr die Möglichkeit bekommen, die Geschichte des Chaco besser kennenzulernen. Dazu soll der Geschichtswettbewerb beitragen. Der Verantwortliche Herr Del Puerto kündigte an, dass in diesem Jahr rund um den 29. September drei Tage lang auf dem ehemaligen Militärstützpunkt und Kriegsschauplatz Fortín Boquerón gefeiert werden soll. Vom Samstag, den 27. Bis Montag, den 29. September, der der eigentliche Gedenktag der Schlacht von Boquerón ist. (ZP-30/Archiv)
Heute ist in Paraguay Guarania-Tag. Der Musikstil der paraguayischen Folklore ist seit Dezember 2024 immaterielles Kutlurerbe und als solches von der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Unesco anerkannt. Immaterielles Kulturerbe umfasst Traditionen wie mündliche Überlieferungen, darstellende Künste, Musik, Rituale, Feste und Handwerkskunst, die über Generationen weitergegeben werden. Der Tag der Guaranía geht auf den Geburtstag des Guarania-Schöpfers José Asunción Flores zurück. Er wurde am 27. August 1904 in dem Asuncioner Armenviertel Ricardo Brugada, dem sogenannten Chacarita, geboren. Flores war Musiker und Komponist. Den volkstümlichen Musikstil Guarania erschaffte er 1925. Flores selbst hat einmal gesagt, die Guarania sei vom Volk und für das Volk geschrieben. Der Künstler starb im Jahr 1972.
Die Guarania charakterisiert sich durch Melodien in Moll. Im Gegensatz zur flotten Polca Paraguaya kennzeichnet sie sich außerdem durch einen langsamen 6/8 Rhythmus. Die Guaranias reichen von Liedern aus den 1930er Jahren bis hin zu modernen Varianten des Stils. Bekannte und beliebte Stücke im Guarania-Stil sind Recuerdos del Ypacaraí und Mis Noches sin Tí. Die Guarania wird mittlerweile an mehreren Musikuniversitäten und Akademien im Ausland gelehrt.
2025 werden es 100 Jahre seit dem Erscheinen des ersten Werkes von José Asunción Flores. Es nennt sich „Jejuí“. Aus Anlass des Jubiläums wurde dieses Jahr per Dekret zum Jahr der Guarania erklärt. An den Feiern rund um die Guarania beteiligen sich daher auch paraguayische diplomatische Stellen im Ausland. Umgekehrt klinken sich ausländische Botschaften in Paraguay in die Feierlichkeiten ein, die vor Ort von einer Kommission veranstaltet werden, die sich aus 15 staatlichen Institutionen zusammensetzt. Vor zwei Wochen, am 13. August, gab eine japanische Gruppe von Harfenspielern im Asuncioner Theater Ignacio Pane ein Konzert zu Ehren der Guarania. Die Künstler, die aus Fernost zu dem Anlass kamen, waren Schüler einer von Paraguayern in Tokio gegründeten Musikakademie.
Aus aktuellem Anlass findet in Encarnación heute ein Festival der Guarania statt. Ab 18 Uhr 30 auf der Uferpromenade am Paraná werden über 40 Musiker des Nationalen Volksmusik-Orchsters die melancholischen Melodien zum Besten geben, – unter der Anleitung der Direktoren Luis Álvarez und Óscar Fadlala. Als Gastmusiker wurden eine Reihe nationaler und lokaler Sänger und Instrumentalisten eingeladen. Angekündigt als Gäste haben sich in Encarnación Staatspräsident Santiago Peña und die Kultusministerin Adriana Ortíz. (IP-Paraguay/Archiv ZP-30)
Heute findet im Stadtzentrum von Asunción die jährliche Erdbeerausstellung statt. Sie ist Teil der monatlichen Märkte, die von dem Frauenministerium unter dem Namen „Manos de Mujeres“, zu Deutsch „Hände der Frauen“, organisiert werden. Die Ausstellung findet auf dem Vorplatz des Frauenministeriums in Asunción statt. Wie die Tageszeitung Hoy berichtet, handelt es sich bei den Märkten dieser Art um regelmäßige Veranstaltungen zur Unterstützung von Unternehmerinnen. Dabei sollen ihre Produkte aus dem Handwerk, der Landwirtschaft und gastronomischen Betrieben sichtbar gemacht und ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit gefördert werden.
Die Märkte bieten eine kommerzielle Plattform, auf der Unternehmerinnen aus verschiedenen Teilen des Landes ihre Produkte ausstellen und verkaufen können. Das Hauptziel ist die wirtschaftliche Stärkung von Frauen und ihren Familien. Auf der Erdbeer-Ausstellung heute geht es ausschließlich um die Erdbeerfrucht und die aus Erdbeeren hergestellten Produkte. (Diario Hoy/IP-Paraguay) (bearbeitet)
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