Auf der Transchaco kommt es heute wieder zu Verkehrsbehinderung. Bei Km. 382 demonstrieren Bewohner der Siedlung Karandilla Poty. Mit der Blockade wollen sie nach eigenen Angaben auf Verzögerungen aufmerksam machen, die in den Prozessen um Landeigentum und Wohnungsbau bestehen. Das gaben Siedlungsleiter und weitere Vertreter der Gemeinschaft Karandilla in einem Kommuniqué bekannt. Davor hatte man sich zu einer Sitzung getroffen, besprochen, was die Anliegen sind und dann beschlossen, den Forderungen heute mit einer Straßenblock ade Nachdruck zu verleihen. Die Fernstraße PY-09 wurde ab 8:30 Uhr bei Km. 382 zugestellt.
Kurz was zu den Anliegen der Bewohner von Karandilla Poty: Laut dem Schreiben wünscht man eine Beschleunigung der Bürokratie um die Eigentumsrechte von 24 Hektar Land. Die Arbeit liegt bei der Notarin Maria Martínez Villalba, die sich darum kümmert, dass das Land an die Siedlungsgemeinschaft überschrieben wird. Wie es heißt, dauert dieser Prozess bereits 7 Monate. Seit Gründung der Siedlung im Jahr 2013 habe man hinsichtlich der Landeigentumsrechte nichts Neues erfahren, heißt es in dem Text.
Ein weiteres Anliegen hängt mit diesem zusammen. Es betrifft den Wohnungsbau auf dem Land, das die Siedlung gern rechtlich besitzen würde. Laut dem Kommuniqué hat die Siedlung mit dem Ministerium für Städteplanung und Wohnungsbau, MUVH, seit drei Jahren ein Projekt, das den Bau von insgesamt 58 Wohnungen vorsieht. Nun sei man besorgt darüber, dass der Bau nicht stattfinden kann, weil die Landeigentumsfrage ungeklärt ist, heißt es. Die Siedler fordern in der Sache Gespräche mit ihrem Bürgermeister von Tte. 1ro. Manuel Irala Fernández, Óscar Giménez, und die Vermittlung der Behörde für die Anliegen von Indigenen, INDI. Die Polizei des Kommissariats Nummer 2 Cruce Loma Plata wurde gebeten, am Ort der Kundgebung für Sicherheit zu sorgen. Wie lange die Transchaco bei Km. 382 blockiert sein wird, wurde nicht bekannt. (Kommuniqué von Karandilla Poty)
Straßensperren gibt es derweil in Alto Paraguay. Wohlgemerkt Sperren, die nichts mit Straßenblockaden durch Protestaktionen zu tun haben. Mehrere Streckenabschnitte wurden in dem Nachbar-Departament für den Verkehr gesperrt, nachdem es in manchen Teilen geregnet und Straßenabschnitte unbefahrbar wären. Das ist der Fall auf dem Weg zwischen Toro Pampa und Fuerte Olimpo und von Toro Pampa nach María Auxiliadora. Auch die Strecke zwischen Toro Pampa und der Straße Nummer 65 ist für jeglichen Verkehr gesperrt. Fahrer werden aufgefordert, gut zu bedenken, welche Strecke sie fahren werden.
Wie die lokalen Behörden bekanntgaben, erschwerte das nasse Wetter in diesen Tagen in der Gegend die Arbeit der Maschinen, die nach den großen Regen im April dort im Einsatz sind, um die zerstörten Wege zu reparieren. Durch die großen Regen im Herbst waren vor allem in Alto Paraguay viele Wege überschwemmt und unbefahrbar geworden. Dadurch waren zahlreiche Siedlungen von der Außenwelt abgeschnitten und mussten aus der Luft versorgt werden. Nach Wochen und zum Teil Monaten hatte man begonnen, die Wege zu reparieren. Nun ist Besonnenheit gefragt, bevor man sich bei oder nach Regen mit dem Fahrzeug auf die Straßen dort begibt. Die Behörden danken für das Verständnis und bitten Reisende, sich vor Antritt der Fahrt über den Zustand der Straße zu informieren. (ZP-30/Archiv)
Die „Asu2025“ haben den Tourismus beflügelt. Wie das Nachrichtenportal Economía Virtual berichtet, haben die panamerikanischen Juniorenspiele Paraguay einen wichtigen wirtschaftlichen Impuls gegeben. Aus den Daten des Jahrbuches des Observatoriums für Tagungstourismus und Angaben der Migrationsbehörde geht hervor, dass die Panamerikanischen Spiele Einnahmen von über 23 Millionen US-Dollar brachten. Das lag vor allem an der Ankunft zahlreicher Besucher aus dem Ausland und den Dienstleistungen, die sie hier in Anspruch nahmen.
Laut der Migrationsbehörde reisten zu den Spielen Asu2025 rund 10 tausend Ausländer ein, die direkt mit der Veranstaltung zu tun hatten. Dazu gehörten die Athleten, Trainer, Schiedsrichter, Delegierte, Pressevertreter, technisches Personal, Freiwillige und Angehörige.
Wie es heißt, lag die Hotelauslastung in Asunción und der Metropolregion während den Tagen vom 9. bis zum 23. August bei über 80 Prozent, insbesondere in der Nähe der Sportstätten. Das brachte dem Hotel-, Gastronomie- und Tourismusgewerbe eine kräftige Wiederbelebung, von der vor allem lokale Unternehmer profitieren.
Im Rahmen des Events Asu2025 führte das nationale Tourismusamt, Senatur, eine Umfrage durch. Über 800 Gäste wurden nach ihrer Besucherwahrnehmung gefragt. Die Ergebnisse zeigen eine überaus positive Erfahrung in Bezug auf die Gastfreundschaft vor Ort, die Organisation der Spiele und die Qualität der Sportinfrastruktur. (Economía Virtual)
Viehzüchterverbände warnen vor Aufhebung der Aftosa-Impfung. Dem Aufruf haben sich auch die Züchtervereine einzelner Rinderrassen angeschlossen, wie die Braford-, Brahman-, Brangus-, Nelore- und Senepolvereinigungen. Auch der paraguayische Verband von Viehzüchtern und Fleischexporteuren, Appec, und die Viehzüchtervereinigung für landwirtschaftliche Forschung, Cea, äußerten ihren Widerstand gegen die Absicht des nationalen Tiergesundheitsdienstes, Senacsa, die Impfung gegen Maul- und Klauenseuche in nächster Zukunft auszusetzen. Ein ähnliches Schreiben liegt von der Vereinigung der Landwirtschaftsproduzenten von Paraguay, ARP, vor.
Die Zeitung Última Hora zitiert ein offizielles Schreiben vom 21. August an den Senacsa-Präsidenten, José Carlos Martín, in dem die Verbände erklären, dass sie nach über einem Jahr der Beobachtung und technischer Konsultationen keine Beweise gefunden hätten, die die Vorteile belegen, die angeblich für eine Aufhebung der Impfung sprechen würden.
Die Rindfleischproduzenten und -Exporteure argumentieren, dass eine solche Maßnahme weder die Wettbewerbsfähigkeit verbessere noch den Zugang zu neuen Märkten erleichtere. Als Beispiel wird hier Uruguay angeführt, das weiterhin Fleisch an anspruchsvolle Märkte, wie Japan, exportiert und dabei als Land den Status beibehält, frei von Maul- und Klauenseuche mit Impfung zu sein. Die Viehzüchter weisen ferner darauf hin, dass auf internationaler Ebene daran gearbeitet werde, dass die Weltorganisation für Tiergesundheit, Omsa, Ländern mit Impfung denselben Status verleiht wie jenen ohne die Impfung.
Die Züchter warnten, dass eine Aussetzung der Immunisierung den Viehsektor einem erheblich höheren gesundheitlichen und wirtschaftlichen Risiko aussetzen würde. Sie erinnern daran, dass nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Paraguay im Jahr 2011 der durchschnittliche Viehpreis innerhalb eines Monats um 44 Prozent gefallen war. Das sei ein schwerer Schlag für den Sektor gewesen, so der Hinweis. Im Falle eines neuen Ausbruchs schätzen die Appec und die Cea, dass die Verluste auf über eine Milliarde US-Dollar steigen könnten. – Das unter Berücksichtigung eines jährlichen Verkaufsvolumens von zwei Millionen Rindern.
In dem Schreiben fordern Appec und Cea außerdem eine Fristverlängerung bis zum 30. Oktober 2025, um Stellung zu dem strategischen Plan von Senacsa nehmen zu können. Das Schreiben an Senacsa wurde unter anderen vom dem Appec-Präsidenten, Ramiro Maluff Dumot, und dem Präsidenten der Cea, Diego Heisecke, unterzeichnet. (Última Hora)
Unsicherheit, Unterfinanzierung und Staats-Schulden bremsen Paraguays Fortschritt. Das sagte der Präsident der paraguayischen Kammer für Bauwesen, Capaco, José Luis Heisecke, der Zeitung Última Hora. Nach seinen Aussagen bleiben in der Baubranche trotz neuer Ausschreibungen Finanzierungslücken und strukturelle Defizite ein zentrales Problem. Auch im Energiesektor drohen Engpässe, warnte Heisecke. Laut Última Hora erlebt der paraguayische Bausektor seit Ende 2024 einen leichten Aufschwung durch vermehrte Ausschreibungen und Projektvergaben. Doch der Unternehmer Heisecke weist auf weiterhin bestehende gravierende Herausforderungen wie Unsicherheit, fehlende Koordination und Staatsschulden, die den nachhaltigen Fortschritt in dem Sektor bremsen würden. Er meinte, viele Projekte bestünden ohne klare Finanzierung und Planung lediglich in der Theorie.
Besonders stark kritisiert der Bauunternehmer-Verband, Capaco, das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation, MOPC. Die Institution machen die Unternehmer verantwortlich für die langsame Umsetzung von Projekten und für die Zahlungsverzögerungen.
Eine aktuelle Studie der brasilianischen Vereinigung Getulio Vargas zeigt, dass Paraguay trotz eines konstanten Wirtschaftswachstums über zwölf Jahre hinweg weiterhin mit strukturellen Hürden kämpft, vor allem aufgrund mangelhafter Infrastruktur. Um ein nachhaltigeres und schnelleres Wachstum zu ermöglichen, müsse die Umsetzung öffentlicher Bauprojekte dringend beschleunigt werden, so die Studie. Die Capaco fordert einen verbindlichen Bauzeitplan mit gesicherter Finanzierung und eine offene Diskussion über die öffentlichen Schulden des Landes. Paraguay brauche einen realistischen Finanzierungsrahmen und ein transparentes Verschuldungskonzept, heißt es von Seiten der Capaco.
Denn ein weiteres zentrales Problem sei die bestehende Staatsschuld gegenüber der Bauwirtschaft. Die beläuft sich laut Capaco auf rund 150 Millionen US-Dollar. Die Schulden, so Heisecke, müssten dringend beglichen werden, um die Existenz vieler Firmen zu sichern. Aber auch, um Arbeitsplätze zu erhalten und eine Planbarkeit in der Lieferkette zu gewährleisten. (Última Hora)
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