Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 24. Februar 2026

Luftwaffenoffizier wird Forscher für KI und Lehrerbildung in Spanien. Der Offizier der paraguayischen Luftwaffe Derlis Ramón Cáceres Troche wurde als Forscher in das Projekt „concienc IA: Generative Künstliche Intelligenz in der Bildung – Verantwortungsvolle Nutzung für Lehramtsstudierende“ der Universität Málaga und der Autonomen Universität Madrid aufgenommen. Wie IP Paraguay berichtet, ist Cáceres Troche ein Stipendiat des Nationalen Stipendienprogrammes „Carlos Antonio López“.

Cáceres Troche, der im Promotionsprogramm für Erziehungswissenschaften studiert, ist Mitglied der Forschungsgruppe „Digitale Bildung und Innovation“, EDI, der Autonomen Universität Madrid. Diese ist mit der Anpassung europäischer Innovationsmodelle im Bildungsbereich an aufstrebende Kontexte betraut und setzt sich aus Studierenden verschiedener spanischer Universitäten zusammen. Troche strebt mit seiner Doktorarbeit an, eine wissenschaftliche und akademische Brücke zwischen Europa und Paraguay zu schlagen. Das, indem er gemeinsame Projekte, Lehrerfortbildungen und Technologietransfer fördert. Im Mittelpunkt steht dabei der Transfer des in Europa erzeugten Wissens in den akademischen Kontext Paraguays sowie die Förderung von Netzwerken der Bildungszusammenarbeit zwischen beiden Ländern. (IP Paraguay)

Vor 80 Jahren hat die erste Taufe unter den Indigenen des Stamms Enhlet Norte im zentralen Chaco stattgefunden. Sie wurden damals Lenguas genannt. Laut der Missionsorganisation Acomem wurden am 24. Februar 1946 sieben Männer auf ihren Glauben an Jesus Christus als ihren Herrn und Heiland getauft. Damit entstand die erste Enlhet-Gemeinde im zentralen Chaco.

Nach 10 Jahren Missionsarbeit waren die ersten 7 Enlhet-Indianer bereit, ihren Glauben öffentlich durch die Taufe zu bekennen. Als Erster bekehrte sich Sepe Lhama, der den Missionaren als Sprachhelfer zur Seite stand. Nach einer persönlichen Krise erlebte er eine tiefgehende innere Umkehr. In einer Nacht im hohen Bittergras kniete er gemeinsam mit Missionar Giesbrecht im Gebet nieder. Später bezeugte er, dass er dort „sein Inneres gewechselt“ und sich entschieden habe, Jesus nachzufolgen. Seinem Beispiel folgten 6 weitere Männer.

Am 12. März 1945 beriet das Missionskomitee von Licht den Indianern über grundlegende Fragen der Missionsarbeit. Darunter war auch die Frage der Taufform. Man entschied einstimmig, die Taufe durch Untertauchen durchzuführen. Fast 1 Jahr später, am 17. Februar 1946, wurden die ersten 7 Taufkandidaten vom damaligen Missionskomitee geprüft. Nach sorgfältiger Befragung wurden sie zur Taufe empfohlen.

Eine Woche später, am 24. Februar 1946, fand das erste Tauffest statt. Schon früh am Morgen strömten Menschen aus allen Richtungen herbei. Die Feier begann mit einem gemeinsamen Choral unter freiem Himmel. Die Taufe fand in einem Tajamar auf dem Hof des heutigen Industriewerks in Filadelfia statt. Missionar Giesbrecht stieg gemeinsam mit den 7 weiß gekleideten Kandidaten ins Wasser. Nach klaren Bekenntnissen ihres Glaubens wurden sie durch Untertauchen getauft. Damit war die erste Enlhet-Gemeinde mit 7 Gliedern geboren.

Die ersten Schritte im Glauben waren von Herausforderungen begleitet. Fragen zur Ehrlichkeit, zum Eheverständnis und zur Abkehr von alten Festen machten deutlich, dass christlicher Wandel gelernt werden musste. Dennoch war die Dankbarkeit groß über das, was Gott begonnen hatte. In den vergangenen 80 Jahren hat Gott unter den Enlhet 8 Gemeinden entstehen lassen – mit rund 3.000 getauften Gliedern.
Die Informationen für diese Nachricht stellte uns ACOMEM zur Verfügung. Sie stammen aus den Protokollen von „Licht den Indianern“ sowie aus dem Buch „Dass die Heiden Miterben seien“. (ACOMEM, ZP-30)

Regierung unterstützt Siedlung in Presidente Hayes. Wie IP Paraguay berichtet, liefern das Verteidigungsministerium und die paraguayische Luftwaffe Wasser an die Siedlung Colonia 96. Damit sorge der Staat dafür, dass die Familien Wasser zum Trinken und Kochen bekommen, heißt es. Die indigene Siedlung gehört zum Volk der Enhlet. Sie liegt im Departement Presidente Hayes, in der Nähe von Km 352 an der Straße zwischen Pozo Colorado und Concepción. (IP Paraguay)

Alto Paraguay bekommt neue Medikamente und medizinisches Material. Geliefert wurde das Material vom Gesundheitsministerium an das 17. Gesundheits-Regionalbüro Alto Paraguay. Darüber berichtet das Ministerium. Geliefert wurden unter anderem Medikamente gegen Bluthochdruck und Diabetes, Arzneimittel für die Behandlung von Tuberkulose sowie Schmerzmittel und Antibiotika. Die Lieferung hat einen Wert von rund 480.000.000 Gs. (MSPBS)

Heute ist der Tag der paraguayischen Frau. Zum Gedenktag gibt es laut Última Hora heute zahlreiche Aktivitäten und kostenlose Angebote. Am Vormittag hat das Gesundheitsministerium beim sogenannten Mercado de Abasto kostenlose medizinische Hilfe angeboten. Am Abend findet im Kulturzentrum Staudt in Asunción eine Gesprächsrunde statt zum Thema „Die Rolle der Frau in der Kultur“. Außerdem spendet die Organisation „Frente Mujer“ Lebensmittel an arme Frauen und Kinder in Asunción. Bäuerinnen aus verschiedenen Departamenten bringen Bohnen, Mais, Erdnüsse, Gemüse, Obst mit sowie haltbare Lebensmittel wie Reis, Zucker und Nudeln.

Der Tag der paraguayischen Frau erinnert laut ABC Color an die erste Versammlung von Frauen im Jahr 1867 in Asunción. Während des Dreibundkrieges spendeten zahlreiche Frauen ihren Schmuck und ihre wertvollen Sachen, um das Land zu unterstützen. Diese Spenden wurden später im sogenannten „Libro de Oro“ festgehalten. Das Buch liegt heute im Nationalarchiv in Asunción. Zudem erinnert der Tag an den Einsatz der paraguayischen Frauen beim Wiederaufbau des Landes nach dem Krieg. (Última Hora, ABC Color)


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