In Paraguay sind mehr als 51.000 Kinder beschäftigt. Die Tageszeitung Hoy berichtet, dass der Fall des 12jährigen Tobías die Debatte über Kinderarbeit in Paraguay erneut entfacht hat. Tobías, der als Straßenhändler tätig war, wurde am 13. Februar von den Wassermassen in San Lorenzo mitgerissen. Diese hatten sich während des starken Regens gebildet.
Wie der Minister für Kinder und Jugendliche, Minna, Walter Gutiérrez, mitteilte, sei die Kinderarbeit eine Realität, die viele Kinder hart treffe. Nach Angaben des Nationalen Statistikamtes, INE, tragen in den letzten Jahren besonders Mädchen die größte Arbeitslast. Von insgesamt mehr als 800.000 Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren sind etwa 6,2% erwerbstätig. Das entspricht rund 51.000 Minderjährigen.
Gutiérrez erklärte, die Kinderarbeit nehme in Paraguay trotz Gegenmaßnahmen jährlich zu. Eine häufige Form sei die Arbeit im öffentlichen Raum. 2023 wurden 2.000 Fälle gemeldet, 2025 bereits zirka 3.000. Besonders betroffen sind Handel, Restaurants und Hotels. Auch das verbotene „Criadazgo“ besteht weiterhin und soll künftig strafrechtlich verfolgt werden, um Kinder besser zu schützen. Criadazgo ist eine in Paraguay verbreitete Praxis, bei der Kinder meist aus armen ländlichen Familien, in den Haushalt wohlhabender Familien gegeben werden, um dort zu leben und zu arbeiten. (Diario Hoy)
Die Polizei blickt auf mehrere Einsätze in der vergangenen Woche zurück. Darüber berichtete Polizeisprecher José González vom Hauptkommissariat Filadelfia im neuesten Wochenbericht. Demnach meldete das Kommissariat Nr. 3 Loma Plata am 16. Februar die Verhaftung eines 34-jährigen Mannes. Gegen ihn lag ein Haftbefehl wegen eines mutmaßlichen Diebstahls vor. Eine Streife hatte den Mann kontrolliert. Bei der Überprüfung im System stellen die Beamten fest, dass er gesucht wurde. Der 34-Jährige kam daraufhin in Untersuchungshaft.
Am Freitag meldete das Kommissariat von La Patria einen Leichenfund bei Km 720 der Ruta Transchaco. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 50-jährigen Brasilianer, so González. Ein Angestellter eines nahegelegenen Betriebs hatte ihn ohne Lebenszeichen gefunden und die Polizei verständigt. Die Beamten stellten keine Verletzungen und keine Anzeichen von Gewalt fest. Der Mann wurde zur weiteren Untersuchung in die Leichenhalle des Mutter-Kind-Krankenhauses in Villa Choferes gebracht.
Am Samstag nahm die Abteilung für Bürgersicherheit in der Siedlung Campo Alegre einen 20-jährigen Mann fest. Zuvor hatte eine Person telefonisch gemeldet, dass ihr Fahrrad gestohlen worden war. Die Polizei begab sich daraufhin zum Krankenhaus Concordia, wo sich der Diebstahl ereignet hatte. Mithilfe von Kameraaufzeichnungen konnte der mutmaßliche Täter identifiziert werden. Die Beamten verfolgten seine Spur bis zu seinem Wohnort in Campo Alegre. Dort fanden sie ihn auf einem Motorrad. Später stellte sich heraus, dass auch dieses als gestohlen gemeldet war. Sowohl das Fahrrad als auch das Motorrad wurden sichergestellt.
Außerdem kam es gestern in Fragancia zu einer Festnahme wegen eines Diebstahls. Das Kommissariat Nr. 6 Mcal. Estigarribia erhielt eine Meldung über einen ausgelösten Alarm in der Gegend von Tte. Ochoa. Vor Ort trafen die Beamten 2 Männer an – einen aus Coronel Oviedo und einen aus Asunción. Sie hatten 4 Lithium-Batterien der Marke Huawei auf die Ladefläche eines Autos geladen. Die Batterien werden in Antennen von Telefonunternehmen verwendet. Da die Männer die Herkunft der Batterien nicht erklären konnten, wurden sie festgenommen. Das Auto und die Batterien wurden in Beschlag genommen.
Zusammenfassend sagte González, dass in der vergangenen Woche 3 Personen verhaftet und 2 vorläufig festgenommen wurden. Außerdem wurden 2 Häftlinge in Haftanstalten überstellt und gegen 2 Personen wurde Hausarrest verhängt. Soweit der Polizeibericht aus dem Departament Boquerón von der letzten Woche. (ZP-30)
Bewohner von Nueva Mestre erhalten Landtitel. Nach über 30 Jahren bekommen die Bewohner der Kolonie Nueva Mestre im Distrikt Villa Hayes ihre offiziellen Landtitel. Darüber berichtet IP Paraguay. Am Samstag hat das Institut für Ländliche Entwicklung und Landbesitz, Indert, mit der Übergabe begonnen. Bei dieser Gelegenheit sind rund 130 Titel verteilt worden, wie der Indert-Vorsitzende, Francisco Ruiz Díaz, gegenüber ZP-30 berichtete. Insgesamt sollen bis Ende 2026 1.400 Landtitel an alle Familien der Kolonie verteilt werden.
Nueva Mestre liegt etwa 356 km von Asunción entfernt im Departement Presidente Hayes. Seit mehr als 32 Jahren leben dort über 1.000 Familien. Viele von ihnen waren zuvor entlang der Fernstraße 9 angesiedelt und wurden von dort umgesiedelt. Dem Indert-Vorsitzenden zufolge gibt es in der Region insgesamt 56 Kolonien, darunter Cacique Sapo und General Bruguez. (ZP-30, IP Paraguay)
More Entradas for Show: Funkjournal
