Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 21. März 2026

Die Bauarbeiten an der biozeanischen Brücke sollen noch dieses Jahr abgeschlossen werden. Das sagte Bauleiter Hothnny Alberto Gamboa im Gespräch mit ZP-30. Demnach schreiten die Bauarbeiten an der Brücke zwischen Carmelo Peralta und Puerto Murthino zügig voran. Laut Gamboa befindet sich das Projekt in der Abschlussphase.
Aktuell werden die letzten Abschnitte der Fahrbahnplatte fertiggestellt. Auf paraguayischer Seite fehlen noch rund 25 Meter, auf brasilianischer Seite etwa 18 Meter. In der Mitte der Brücke beträgt die verbleibende Distanz weniger als 70 Meter. Die seitlichen Verbindungen sollen bereits im April geschlossen werden. Für den zentralen Abschnitt peilt man den 30. Mai an. Das sei abhängig von den Wetterbedingungen, die den Baufortschritt maßgeblich beeinflussen, erklärte der Bauleiter.
Nach der endgültigen Verbindung der Brücke folgen weitere Arbeiten wie Asphaltierung und Installation von Beleuchtung sowie umfangreiche Sicherheits- und Überwachungssysteme. Die Brücke wird mit moderner Technik ausgestattet, darunter Sensoren zur Messung von Spannungen, Neigungen und Vibrationen sowie Wetterstationen und möglicherweise ein Kamerasystem.
Auch die Zufahrten seien weitgehend fertiggestellt, so Gamboa. Auf paraguayischer Seite sind die Schutzbarrieren größtenteils installiert, während weitere Sicherheitsvorrichtungen derzeit montiert werden. Auf der Baustelle arbeiten aktuell rund 150 Personen, viele davon aus der Stadt Carmelo Peralta. Das Projekt ziehe zudem großes Interesse auf sich, denn regelmäßig würden Studenten, Organisationen und internationale Fachleute die Baustelle besuchen, erzählte der Bauleiter unseren Kollegen.
Die Fertigstellung der Brücke auf der paraguayischen Seite wird für August oder Anfang September erwartet. Auf brasilianischer Seite könnten sich die Arbeiten hingegen verzögern, sagte der Bauleiter zum Abschluss des Interviews. (ZP-30)

Mit dem Konzert „Puporã ha tekoayhu“ hat das nationale Symphonieorchester seine internationale Saison 2026 eröffnet. Anlässlich des 90. Jahrestages der japanischen Einwanderung in Paraguay eröffnete das nationale Symphonieorchester, OSN, am Mittwochabend seine internationale Saison 2026.
Wie IP Paraguay berichtet, stand das Konzert, das im „Teatro Municipal Igancio A. Pane“ aufgeführt wurde, unter dem Namen „Puporã ha tekoayhu“, zu Deutsch „Musik und Freundschaft“.  Unter der Leitung von María Victoria Sosa und dem koreanischen Dirigentin Jong Hwei Vack traten nationale und internationale Künstler auf. Wie es heißt, sollte diese Veranstaltung die japanische Gemeinschaft in Paraguay ehren und ihren bedeutenden Beitrag zur kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes würdigen. (IP Paraguay)

In der Lunge eines Patienten ist ein Goldring gefunden worden. Wie La Nacion berichtet, sorgte ein ungewöhnlicher medizinischer Fall Paraguay für Aufmerksamkeit. Im Nationalen Institut für Atemwegserkrankungen, Ineram wurde einem Patienten ein Goldring aus der Lunge entfernt. Der 54-jährige Mann, der nach einem früheren Motorradunfall schwer beeinträchtigt ist und über einen künstlichen Atemweg am Hals atmet, war zu einer Routineuntersuchung gekommen. Aufgrund wiederholter Lungenentzündungen wurde eine Röntgenaufnahme durchgeführt. Dabei entdeckten Ärzte ein metallisches Objekt, das später durch eine Tomografie bestätigt wurde.
Der Ring befand sich auf der linken Seite der Lunge und musste in einem medizinischen Eingriff entfernt werden. Nach Einschätzung der Ärzte hatte sich der Fremdkörper vermutlich mehrere Monate in der Lunge befunden. Wie der Ring in die Atemwege gelangte, ist bislang unklar. Fachleute betonen jedoch, dass der Patient großes Glück hatte, da Gold im Vergleich zu anderen Materialien weniger schädliche Reaktionen im Körper auslöst. (La Nacion)

Das Gesundheitswesen in Paraguarí eröffnet sieben neuen Gesundheitszentren. Darüber berichtet IP Paraguay. Die Regierung hat sieben neue Familiengesundheitszentren eröffnet und damit die medizinische Grundversorgung in der Region deutlich gestärkt. Die neuen Einrichtungen befinden sich in mehreren Ortschaften, darunter Paraguarí, Quiindy, Yaguarón und Sapucái. Mit ihrer Inbetriebnahme steigt die Zahl der Familiengesundheitszentren im Department auf insgesamt 60. Das Ziel ist, vor allem die wohnortnahe Versorgung zu verbessern und den Zugang zu medizinischen Leistungen zu erleichtern.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums profitieren mehr als 18 tausend Menschen direkt von den neuen Angeboten. Die Zentren verfügen über Personal, Ausstattung und Infrastruktur, um eine umfassende Betreuung sicherzustellen. Bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres wurden im Departement rund 120 tausend medizinische Leistungen erbracht. Ein großer Teil davon entfiel auf die Familiengesundheitszentren. Diese führen auch Hausbesuche durch und stärken damit weiter die präventive Versorgung. (IP Paraguay)

Paraguay steigt in der weltweiten Glücksrangliste auf. Darüber berichtet die Asuncion Times. Am gestrigen Internationalen Tag des Wohlbefindens steht weltweit das Wohlbefinden der Menschen im Mittelpunkt. Der von den Vereinten Nationen eingeführte Gedenktag soll daran erinnern, dass Lebenszufriedenheit ein wichtiges Ziel staatlicher Politik sein sollte.
Für Paraguay gibt es dabei positive Entwicklungen. In internationalen Studien zur Lebenszufriedenheit hat sich das Land in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Im Welt-Glücklichkeits-Report liegt Paraguay aktuell auf Platz 54 von 147 Ländern. Seit 2019 ist Paraguay damit um mehr als 15 Plätze gestiegen.
Eine zentrale Rolle spielt dabei der starke soziale Zusammenhalt. Ein Großteil der Bevölkerung gibt an, im Notfall auf Familie oder Freunde zählen zu können. Auch positive Emotionen, Hilfsbereitschaft und freiwilliges Engagement tragen zum vergleichsweise hohen Wohlbefinden bei.
Trotz dieser Fortschritte bleibt die Herausforderung bestehen, dass nicht alle Menschen gleichermaßen davon profitieren. Unterschiede in der Lebenszufriedenheit zeigen, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, um das Wohlbefinden breiter in der Gesellschaft zu stärken. (Asuncion Times)

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