Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 2. Oktober 2023

Auf dem Fortín Boquerón ist der Schlacht von Boquerón gedacht worden. Die Feierlichkeiten fanden am vergangenen Freitag, den 29. September auf dem ehemaligen Militärstützpunkt im Departament Boquerón statt. Der General Roberto Ortiz Peralta brachte zunächst eine geschichtliche Zusammenfassung der Ereignisse aus dem Jahr 1932. Danach äußerte sich auch der Gouverneur von Boquerón, Harold Bergen. Es folgte die Übergabe eines Blumenkranzes mit Kanonensalve. Den Abschluss der Feier bildeten die Paraden von Militär und Schülergruppen. (ZP-30)

Slawische Baptistengemeinden haben Hilfsmittel in die Ukraine geliefert. Angesichts der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine haben Mitglieder der Vereinigung der slawischen Baptistengemeinden Paraguays eine zweite Spendenaktion organisiert. Wie Radio ZP-30 erfuhr, wurden Pakete mit Reis und Spielzeug geliefert. Der Vorsitzende der Vereinigung, Jorge Zub, wies darauf hin, dass die Pakete bis Weihnachten an ihrem Bestimmungsort ankommen sollen. Zub erklärte, dass die Spendenaktion zu Ehren der ukrainischen Einwanderer in Paraguay durchgeführt werde, die vor Jahren durch eine ähnliche Situation nach Paraguay gekommen waren. Die gespendeten Hilfsmittel werden über Kontaktpersonen in Polen an Kriegsflüchtlinge geliefert. Solch eine Spendenaktion war von der Vereinigung der slawischen Baptistengemeinden in Paraguay bereits im vergangenen Jahr durchgeführt worden. (ZP-30)

Die Polizei hat am Wochenende mehrere Personen verhaftet. Der Unteroffizier Bernardo Medina der Polizeistelle, die für das 16. Departament zuständig ist, fasste die Ereignisse im wöchentlichen Polizeibericht für Radio ZP-30 zusammen. Die bedeutendste Verhaftung machte die Polizei laut Medina am Samstag. Ein 18-Jähriger wurde wegen Drogenbesitz festgenommen. Weiter gab es mehrere Verhaftungen wegen häuslicher Gewalt. Auch mehrere Personen mit einem Haftbefehl konnte die Polizei aus dem Verkehr ziehen. Laut Medina befinden sich die Verhafteten unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft. (ZP-30)

Paraguay gehört zu den Ländern, die weltweit an der Spitze der organisierten Kriminalität stehen. Die Globale Initiative gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität hat ihre Erkenntnisse über das weltweite Ausmaß der organisierten Kriminalität veröffentlicht, wie Última Hora schreibt. In ihrem Bericht weist sie darauf hin, dass Paraguay sich auf dem vierten Platz dieser Rangliste befindet. Angeführt wird die Liste von Birma, Myanmar, gefolgt von Kolumbien und Mexiko. Der Bericht weist auch darauf hin, dass Asien mit 5,4 von 10 Punkten der am stärksten betroffene Kontinent ist. Nach Asien rangieren Afrika und Nord- und Südamerika an zweiter und dritter Stelle der Kontinente, auf denen das organisierte Verbrechen am weitesten verbreitet ist. Europa hingegen bleibt trotz eines Anstiegs der organisierten Kriminalität einer der Kontinente, der am wenigsten davon betroffen ist. Dieser Index enthält Daten, die zwischen 2021 und 2023 über alle 193 UN-Mitgliedsstaaten erhoben wurden. Er vergleicht den Umfang und das Ausmaß der organisierten Kriminalität mit der Fähigkeit der Länder, sich gegen diese kriminellen Machenschaften zur Wehr zu setzen. (Última Hora)

Der paraguayische Präsident besucht Ayolas, um den Fortschritt des Projekts Aña Cua zu überprüfen. Am Samstag besuchte Präsident Santiago Peña den Distrikt Ayolas, um sich vom Fortschritt der Arbeiten am Aña Cua-Arm zu überzeugen, wie die staatliche Nachrichtenagentur IP Paraguay berichtete. Der Aña Cua Arm ist eine Erweiterung des Wasserkraftwerkes Yacyretá, der nach seiner Fertigstellung die Stromerzeugung um 10 Prozent erhöhen wird.  Das soll die Möglichkeit bieten, über 1 Million Menschen mehr mit Strom zu versorgen.
Die Arbeiten sind zu 35 Prozent abgeschlossen, wie Yacyretá Anfang August dieses Jahres berichtete. Anfang 2026 soll die Bauarbeit abgeschlossen sein. Derzeit sind auf beiden Seiten des Flusses 1.000 Menschen beschäftigt. In der Spitzenzeit werden voraussichtlich 1.200 Arbeiter mit den Bauarbeiten und der Installation der Turbinen beschäftigt sein. Die Produktionssteigerung wird durch drei Turbinen mit einer installierten Leistung von 270 Megawatt und einer durchschnittlichen jährlichen Energieproduktion von über 2.000 Gigawattstunden erfolgen. Man rechnet mit einem Zuwachs von 90 Millionen US-Dollar pro Jahr. (IP Paraguay)

Bolivianische Fluggesellschaft wird zweimal pro Woche zwischen Santa Cruz und Asunción fliegen. Ab dem 19. Oktober wird die bolivianische Fluggesellschaft Boliviana de Aviación, BoA, zwei Flüge pro Woche zwischen Santa Cruz de la Sierra und Asunción anbieten, schreibt die Nachrichtenagentur IP Paraguay.  Die Verhandlungen zwischen den paraguayischen und bolivianischen Behörden wurden am vergangenen Mittwoch erfolgreich abgeschlossen. Das wurde während der Expo Cruz 2023 offiziell verkündet. Der Generaldirektor von BoA, Ronald Casso, gab in Anwesenheit des Generalkonsuls in Santa Cruz de la Sierra, Osvaldo Bittar, die Aufnahme des Flugbetriebs bekannt. Er erklärte, dass das Ziel der Fluggesellschaft darin bestehe, den Bürgern beider Länder nicht nur wettbewerbsfähige Tarife anzubieten, sondern auch Reisende mit Städten in Spanien und Nord- und Südamerika zu verbinden. Die Veranstaltung wurde von den Konsulen Carlos Fiddes und Óscar Benítez begleitet.
Von paraguayischer Seite kommentierte heute der Präsident der Nationalen Luftfahrtbehörde, DINAC, Nelson Mendoza, gegenüber ABC Color, dass auch mit der dominikanischen Fluggesellschaft Arajet über eine Direktverbindung mit der Dominikanischen Republik verhandelt wird. Der DINAC-Präsident räumte ein, dass Paraguay in Bezug auf Luftverkehrsverbindungen relativ schwach sei, so dass jede ernsthafte Fluggesellschaft, die Paraguay anfliegen will, ein Fortschritt sei. Mendoza wies auch auf die Bedeutung des Projekts für den Bau eines neuen internationalen Flughafens in Paraguay hin. (IP Paraguay, ABC Color)


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