Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 19. März 2026

Der japanische Botschafter und der Bürgermeister von Filadelfia haben einen Vertrag für Straßenbau unterschrieben. Dabei geht es um den Bau einer gepflasterten Straße, auch empedrado genannt, vor der städtischen Gesundheitsstation in Filadelfia. Darüber berichtet die Munizipalität Filadelfia. Die Straße wird in der Augusto-Roa-Bastos-Straße gebaut, zwischen den Straßen Boquerón und Carayá.

Die japanische Botschaft hatte in den vergangenen Tagen die Unterschrift von zwei Verträgen für Bauprojekte angekündigt. Die Unterzeichnung fand am Dienstag in der japanischen Botschaft in Asunción statt. Bürgermeister Claudelino Rodas war für diesen Anlass in die Hauptstadt gereist.

Insgesamt stellt Japan rund 1,2 Milliarden Guaraníes zur Verfügung. Verwendet werden darf dieses Geld für Bauprojekte in zwei Departamenten, darunter die Straßenpflasterung vor der Gesundheitsstation in Filadelfia. Beim zweiten Projekt handelt es sich um ein neues Gebäude für die Freiwillige Feuerwehr einer Stadt in Itapúa. Laut IP Paraguay hat Japan seit 1989 insgesamt 435 Projekte hierzulande finanziert, vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Straßenbau. (Facebook: Municipalidad de Filadelfia, IP Paraguay)

In Mariscal Estigarribia soll der Hotelbereich gestärkt werden. Im Zusammenhang mit dem Bau des Biozeanischen Korridors findet im Hotel Aeropuerto in Mariscal Estigarribia derzeit ein Kurs zur Hotelarbeit statt. Organisiert wird die Schulung von der Departementsverwaltung Boquerón, wie Gouverneur Harold Bergen auf Facebook mitteilte. Unterstützt wird das Projekt außerdem vom Nationalen Berufsförderungsdienst, SNPP, der beispielsweise die Ausbilder stellt. Das Ziel ist, die Teilnehmer so auszubilden, dass sie künftig qualifiziert im Tourismus- und Hotelbereich arbeiten können. (Facebook: Harold Bergen)

Santiago Peña verkündet Gesetz zur Reform der Rentenkasse. Darüber berichtet ABC Color. In Paraguay ist die umstrittene Reform der staatlichen Rentenkasse nun in Kraft. Präsident Santiago Peña hat das Gesetz gestern kurz nach der Verabschiedung durch das Abgeordnetenhaus unterzeichnet. Die Reform sieht unter anderem höhere Beiträge für Beschäftigte vor.

Auch die Bedingungen für den Renteneintritt wurden angepasst. Für Lehrkräfte und andere Berufsgruppen gilt nun ein Mindestalter von 53 Jahren bei mindestens 25 Beitragsjahren. Für Polizei und Militär wurde das Eintrittsalter auf 55 Jahre festgelegt. Die Reform war zuvor stark umstritten und hatte Proteste ausgelöst, insbesondere im Bildungssektor. Dennoch setzte die Regierung auf eine schnelle Umsetzung, um das wachsende Defizit der Rentenkasse einzudämmen. (ABC)

Heute treffen sich die Außenminister von Paraguay und Brasilien. Wie die Zeitung Hoy berichtet, treffen sich in Asunción heute die Außenminister von Paraguay und Brasilien zu neuen Verhandlungen über das doppelstaatliche Wasserkraftwerk Itaipú. Im Mittelpunkt steht die Überarbeitung des sogenannten Anhangs C. Dieser legt zentrale finanzielle und technische Regelungen des binationalen Vertrags fest.

An dem Treffen nehmen neben den Außenministern Rubén Ramírez Lezcano und Mauro Vieira auch weitere Regierungsvertreter beider Länder teil. Das Ziel ist, Fortschritte in den laufenden Gesprächen zu erzielen. Ergebnisse sollen noch im Laufe des Tages vorgestellt werden.

Die Überprüfung des Anhangs war bereits 2023 vorgesehen, wurde jedoch verschoben. Zuletzt waren die Verhandlungen zeitweise ausgesetzt worden, nachdem Paraguay Aufklärung über einen Spionagefall verlangt hatte. Nach Klärung des Vorfalls wurden die Gespräche wieder aufgenommen. Die aktuelle Runde gilt als wichtiger Schritt, da es unter anderem um Einnahmen, Kosten und die zukünftige Nutzung der Energie aus dem Wasserkraftwerk Itaipú geht. (Hoy, mre.gov)

Direktverkäufe stärken das Einkommen der Bauernfamilien. Darüber schreibt IP Paraguay. Das Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht, Mag, berichtet von deutlichen Einnahmensteigerungen durch Direktverkäufe auf Bauernmärkten und durch staatliche Programme. Im Jahr 2025 wurden landesweit mehr als 7.700 Landwirtschaftsmessen organisiert. Davon profitierten über 250.000 Familien, darunter auch zahlreiche indigene Gemeinschaften. Die Verkäufe auf diesen Märkten brachten Einnahmen von über 114 Milliarden Guaraníes.

Zusätzliche Impulse liefert das Schulernährungsprogramm „Hambre Cero“ in den Schulen. Darüber wurden Produkte im Wert von mehr als 214 Milliarden Guaraníes abgesetzt. Auch die direkte Anbindung an Großmärkte stärkte den Sektor weiter. Insgesamt erreichte die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte im vergangenen Jahr ein Einkommen von rund 430 Milliarden Guaraníes. Die Regierung sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der bäuerlichen Familienbetriebe und zur Sicherung der Lebensmittelversorgung im Land. (IP Paraguay)

Im Norden von Paraguay haben Sicherheitskräfte im Rahmen der Operation „Escudo Guaraní“ einen schweren Schlag gegen den Drogenhandel erzielt. Darüber berichtet IP Paraguay. Im Departament Amambay sind rund 180.000 kg Marihuana auf einer Fläche von etwa 60 ha zerstört worden. Der Einsatz fand in den Gebieten Timbori und Colonia Estrella statt.  Er wurde von der Kommandozentrale für interne Verteidigung, CODI, dem Militär, der Polizei und der Staatsanwaltschaft gemeinsam durchgeführt. Dabei wurden auch mehrere provisorische Lager der Drogenschmuggler entdeckt und vernichtet.

Nach Angaben der Behörden entstand für die kriminellen Organisationen ein wirtschaftlicher Schaden von rund 5,4 Millionen US-Dollar im Inland. Auf internationalen Märkten könnte der Verlust bis zu 27 Millionen US-Dollar betragen. Die Aktion ist Teil einer umfassenden Strategie zur Bekämpfung des organisierten Drogenschmuggels in der Grenzregion und soll die kriminellen Organisationen langfristig schwächen. (IP Paraguay)


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