Mehr als 80% der Kreditanträge im paraguayischen Bankensektor werden zurückgewiesen. Zu dem Thema interviewte die Zeitung La Nación den Wirtschaftsexperten Wildo González. Der sagte, die hohe Ablehnungsquote von Kreditanträgen bedeute aber nicht, dass sich die wirtschaftliche Lage des Landes verschlechtert habe oder ein erhöhtes Risiko dafür besteht. Als Grundlage für die Einschätzung des Experten González dient der aktuelle Bericht der Zentralbank zur allgemeinen Kreditsituation im Oktober.
Im dritten Quartal 2025 erreichte die Quote von abgewiesenen Kreditanträgen fast 81%. Der Wirtschaftswissenschaftler González sagte dazu, dass dieses Niveau dem Trend nach der Pandemie entspricht. Seit der Pandemie lag die Quote konstant über 80%. Im gleichen Zeitraum 2024 lag die Quote bei über 82%, was bedeutet, dass im laufenden Jahr ein wenig mehr Kredite genehmigt wurden.
Der Bericht der Zentralbank zeigt außerdem, dass fast die Hälfte der Finanzinstitute bei der Bewertung eines Kreditantrages das allgemeine wirtschaftliche Umfeld als wichtigsten Faktor ansehen. Der Experte erklärte, dass die Kreditprüfung im Wesentlichen darauf beruht, ob der Antragsteller fähig sein wird, den Kredit zurückzuzahlen. Das wiederum hänge stark von seinem Einkommen ab, so González. Die Beschäftigungsaussichten stünden in engem Zusammenhang mit der Entwicklung des Brutto-Inlandprodukts. Zeige die Wirtschaft Wachstumszeichen, stabilisieren oder verbessern sich die Familieneinkommen, was die Wahrscheinlichkeit einer Kreditgenehmigung erhöhe, so der Wirtschaftsexperte. (La Nación)
In Asunción und Umgebung haben Unwetter gestern Chaos verursacht. Gestern Nachmittag fegten heftige Sturm-Böen über die Hauptstadt hinweg. Wie unter anderen Medien ABC Color berichtet, stürzten zahlreiche Bäume und Strommasten um. Besonders betroffen waren mehrere vielbefahrene Straßen. Die Bewohner wurden zu besonderer Vorsicht auf den Straßen aufgerufen, insbesondere dort, wo mit starkem Wasserabfluss zu rechnen ist.
Durch den Umsturz der Bäume wurden Leitungen und Masten des Stromversorgers Ande niedergerissen, was großflächige Stromausfälle zur Folge hatte. Neben Strommasten und Bäumen wurden auch Hausdächer beschädigt, einige Häuser wurden abgedeckt.
Sturm und starke Regenfälle machten im Departament Central viele Bereiche zu Gefahrenzonen, wo sich Straßen schnell in gefährliche reißende Flüsse verwandeln. Dazu kommt, dass es in vielen Bereichen kaum Beschilderung gibt, und Absperrungen oder Schutzmauern fehlen. Zu den Städten, in denen bei Starkregen die meisten Gefahrenzonen durch Überflutung entstehen, gehören Lambaré, San Lorenzo und Luque. (ABC Color)
Das brasilianische Duo Zezé Di Camargo und Luciano begeistern bei Auftritt in Paraguay. Das bekannte Duo aus dem Nachbarland Brasilien war am Freitag zu Gast im Yacht- und Golfclub Paraguayo. Fans hatten lange auf das Konzert gewartet, wie La Nación und ABC Color berichten. Mit über 30 Jahren Erfahrung, Millionen verkaufter Alben und einer beeindruckenden Geschichte haben sich Zezé Di Camargo und Luciano in der romantischen Sertanejo-Musik einen Namen gemacht. Eine Reihe ihrer Lieder ist Teil eines Repertoires, das tief im Kopf des Publikums in ganz Lateinamerika verankert ist.
Der letzte Besuch des Duos in Paraguay war im Jahr 2023. Ihre Lebensgeschichte und die Entstehung des Duos sind in dem erfolgreichen Film „Dois Filhos de Francisco“ zu Deutsch „Die Kinder von Francisco“ dargestellt. Der Film wurde 2005 veröffentlicht. Durch die Darstellung der Herausforderungen und Träume, die das Duo geprägt haben, berührte der Film Millionen von Zuschauer in Brasilien und weltweit. (La Nación)
Behörden beschäftigen sich mit der Situation arbeitender Kinder im Chaco. Von heute an bis Mittwoch besucht eine Delgation des MTESS den zentralen Chaco. Es handelt sich bei dem Besuch um die Vizeministerin für die Bereiche Beschäftigung und soziale Sicherheit im Arbeitsministerium, Verónica López, und mehrere enge Mitarbeiter in dem Ministerium, das sich kurz MTESS nennt.
Der Blick auf die Agenda zeigt, dass die Besucher heute früh, nach der Landung auf dem Flughafen Filadelfia, bereits eine Sitzung mit dem Gouverneur von Boquerón, Harold Bergen hatten. Nach dem Check-In in lokalen Hotels ging es gegen Mittag nach Loma Plata, in Begleitung der Departaments-Beauftragten für Arbeit und für Angelegenheiten der Ureinwohner. In Loma Plata treffen sich die Beamten des Arbeitsministeriums mit Vertretern von Kooperativen, – mit den Präsidenten von Chortitzer, Neuland und Fernheim, Ronald Reimer, Andreas Ens und Frank Rempel, sowie Holger Bergen, in Vertretung der Vereinigung der Mennonitenkolonien von Paraguay, ACOMEPA. Am Nachmittag kommt die Gruppe zurück nach Filadelfia. Im Hotel Florida steht um 17 Uhr ein Treffen mit Beratern der Internationalen Arbeitsorganisation, IAO, im Programm.
Morgen geht es mit Arbeitssitzungen weiter. Im Versammlungssaal am Sitz der Departamentsregierung Boquerón, wird man Strategien vorstellen, die helfen sollen, Zwangsarbeit und Ausbeutung von Kindern auszurotten und vorzubeugen. Teilnehmer sind Beamte der Kinder- und Jugendschutzbehörde, CONAETI, Mitglieder der Kommission für die Arbeitsgrundrechte und Vorbeugung von Zwangsarbeit, CONTRAFOR, und Berater der Internationalen Arbeitsorganisation. Die Strategien, die dort vorgestellt und angepasst werden, sind Teil eines Planes für die Jahre 2026 bis 2030. Die Arbeitssitzung, an der voraussichtlich 40 Leute teilnehmen, endet morgen gegen Mittag.
Dann stößt die Arbeitsministerin, Mónica Recalde aus der Hauptstadt dazu. Sie bleibt für den weiteren Teil der Sitzungen, die mit Vertretern von Arbeitnehmern im Departament Boquerón ab morgen Mittag stattfinden. Sprecher von Arbeitergruppen der verschiedenen Kulturgruppen werden die Gelegenheit bekommen, ihre Erfahrungen mitzuteilen und ihre Ansichten von Arbeit aus ihrer kulturellen Perspektive darzustellen. Im Programm stehen hier vor allem Sprecher von Organisationen der Volksgruppe Guaraní.
Morgen Gegenabend kehrt ein Teil der Gruppe nach Asunción zurück. Die Ministerin und einige Mitarbeiter begeben sich dann jedoch nach Mariscal Estigarribia. Dort haben 72 Lehrlinge Berufsbildungskurse des SNPP absolviert. Sie bekommen im Rahmen einer Zeremonie ihre Abschlusszertifikate überreicht.
Am Mittwoch mündet die Arbeit des Mtess in eine Fortbildung über Kinderarbeit und -Zwangsarbeit; eine vierstündige Veranstaltung, die im Versammlungssaal der Gobernación Boquerón stattfinden wird und vom Justizministerium organisiert wird. (Agenda Mtess en el Departamento de Boquerón)
More Entradas for Show: Funkjournal
