Ciudad Mujer Móvil kommt nach Boquerón. Darüber informiert die Departamentsverwaltung Boquerón. Heute und morgen kommt das Programm „Ciudad Mujer Móvil“ ins Departament. Verschiedene staatliche Einrichtungen bieten der Bevölkerung kostenlose Beratung und Dienstleistungen an. Organisiert wird die Aktion vom paraguayischen Frauenministerium mit Unterstützung der Gobernación Boquerón. Das Ziel ist, wichtige staatliche Dienstleistungen direkt zu den Menschen zu bringen.
Heute Morgen begannen die Aktivitäten im Dorf Belén bei Yalve Sanga. Morgen werden die Angebote ab 7:30 Uhr in Campo Alegre angeboten. Die Bewohner können unter anderem medizinische Untersuchungen, Impfungen, zahnärztliche Behandlungen und Schwangerschaftsvorsorge in Anspruch nehmen. Außerdem gibt es psychologische und rechtliche Beratung, Hilfe bei Ausweisen und Dokumenten, Dienstleistungen des Standesamtes sowie Informationen zu Arbeit, Ausbildung, Sozialprogrammen und finanzieller Unterstützung. Darüber hinaus werden Informationsangebote zu Gesundheit, Landwirtschaft, Handwerk und Bildung bereitgestellt. (Facebook: Harold Bergen)
Im Chaco wird erstmals Ayoreo-Chili angebaut. In der indigenen Siedlung Ijnapui ist zum ersten Mal der sogenannte traditionelle Ayoreo-Chili auf einem Feld angepflanzt worden. Darüber berichtet die Munizipalität Filadelfia. Möglich wurde das durch ein Projekt der Stadtverwaltung Filadelfia mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ, des Umweltministeriums, MADES, und weiterer Partner. Dafür wurden Bewässerungsanlagen und Elektrozäune installiert. Bisher wuchs diese Chili-Art nur wild in den Wäldern des Chaco. Fachleute des paraguayischen Agrarforschungsinstituts, IPTA, begleiteten den Anbau.
Mit dem Versuch möchten die Beteiligten mehr über den Anbau dieser besonderen Chili-Art lernen. Das Ziel ist, die nachhaltige Produktion zu fördern, das kulturelle Erbe der Ayoreo zu bewahren und den Siedlungen neue Einkommensmöglichkeiten zu eröffnen. Gleichzeitig sollen die Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt beitragen. (Facebook: Municipalidad Filadelfia)
Bauern kündigen Proteste in Asunción an. Das berichtet ABC Color. Rund 500 bis 600 Kleinbauern und Landarbeiter, die sogenannten Campesinos, aus neun Departamenten kommen heute nach Asunción, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Die Mitglieder der Koordination der Land- und Stadtarbeiter protestieren gegen das, was sie als mangelnde Unterstützung des Staates für den ländlichen Raum bezeichnen. Die Demonstrationen sollen bis morgen andauern, sofern es keine Einigung mit den Behörden gibt.
Zum Auftakt versammeln sich die Demonstranten vor dem Ministerium für Städteplanung, Wohn- und Lebensraum, MUVH. Anschließend wollen sie auch das Institut für Ländliche Entwicklung und Landbesitz, INDERT, das Landwirtschaftsministerium, MAG, und das Bildungsministerium, MEC, aufsuchen. Sie fordern schnellere Verfahren für Sozialwohnungen, Lösungen bei Landkonflikten, mehr Unterstützung für die bäuerliche Familienlandwirtschaft und bessere Bedingungen an ländlichen Schulen. Nach Angaben der Organisatoren soll mit den zuständigen Ministern über die offenen Probleme gesprochen werden. Die Teilnehmer betonen, dass sie einen Dialog suchen und keine Konfrontation. (ABC Color, La Nacion)
China weist Vorwürfe wegen Cyberangriffen auf Paraguay zurück. Wie die Deutsche Welle berichtet, hat die chinesische Regierung die Vorwürfe Paraguays und der USA zurückgewiesen, wonach Hackergruppen mit Verbindungen zu China in Computersysteme paraguayischer Behörden eingedrungen sein sollen. Das chinesische Außenministerium erklärte, die Anschuldigungen seien politisch motiviert und dienten dazu, China in ein schlechtes Licht zu rücken. Außerdem rief China andere Länder dazu auf, sich nicht für geopolitische Interessen der USA instrumentalisieren zu lassen. Zugleich betonte das Land, dass es Cyberkriminalität und die Verbreitung politisch motivierter Falschinformationen ablehne.
Paraguay und die USA hatten vergangene Woche nach einer gemeinsamen Überprüfung ihrer Cybersicherheit erklärt, mehrere Bedrohungen entdeckt zu haben, die mit chinesischen Hackergruppen in Verbindung stehen sollen. Nach Angaben des paraguayischen Ministeriums für Informations- und Kommunikationstechnologie, MITIC, deuten die bisherigen Untersuchungen auf Vorgehensweisen hin, wie sie chinesischen staatlichen Hackergruppen zugeschrieben werden. Bereits im Jahr 2024 war ein ähnlicher Vorfall bekannt geworden. Präsident Santiago Peña hatte diesen damals mit den diplomatischen Beziehungen Paraguays zu Taiwan in Verbindung gebracht. (dw.com)
FONALIB fördert neue Projekte rund um Bücher und Lesen. Die paraguayische Kulturbehörde hat die Bewerbungsphase für den Förderfonds FONALIB 2026 eröffnet. Insgesamt stehen bis zu 950.000.000 Guaraníes zur Verfügung, um Projekte zu unterstützen, die das Lesen, Schreiben, die mündliche Erzählkultur und die Verbreitung von Büchern im Land fördern. Bewerbungen sind laut IP Paraguay noch bis zum 31. Juli möglich. Insgesamt sollen bis zu 35 Projekte ausgewählt werden.
Gefördert werden Vorhaben in drei Bereichen: Projekte zur Lese- und Erzählförderung in indigenen Gemeinschaften, die Übersetzung und Veröffentlichung paraguayischer Werke zwischen Guaraní und Spanisch sowie Initiativen zur Förderung des Lesens und Schreibens, etwa Leseklubs, Workshops oder Aktivitäten in Bibliotheken, Schulen und Kulturzentren. Je nach Kategorie können Projekte mit bis zu 20.000.000 oder 30.000.000 Millionen Guaraní unterstützt werden.
Bewerben können sich volljährige Personen mit rechtmäßigem Wohnsitz in Paraguay. Die Auswahl richtet sich unter anderem nach dem kulturellen Nutzen, der Umsetzbarkeit und dem Beitrag zur sprachlichen Vielfalt und zur Förderung des Lesens. (ip.gov)
Paraguay hat 18 Bücherbusse für Kinder in Betrieb genommen. Darüber berichtet die staatliche Nachrichtenagentur IP Paraguay. Die Regierung hat 18 sogenannte Bücherbusse vorgestellt. Diese Busse sollen künftig in allen 17 Departamenten wie auch in Asuncion unterwegs sein. Das Ziel ist, Kindern in entlegenen Regionen den Zugang zu Büchern, Spielen und Lernangeboten zu ermöglichen. Die Fahrzeuge sind ein Teil eines Programms zur Förderung der frühkindlichen Entwicklung mit dem Namen „Semillas del Futuro“.
Die Übergabe der Bücherbusse fand am Regierungssitz in Asunción in Anwesenheit von Präsident Santiago Peña, Vizepräsident Pedro Alliana, der First Lady Leticia Ocampos und weiterer Regierungsvertreter statt. Entstanden ist die Initiative aus der Erfahrung mit den Zentren für frühkindliche Förderung. Sie soll besonders Ortschaften erreichen, die bisher keinen Zugang zu solchen Einrichtungen hatten.
Nach Angaben der Regierung sollen die Bücherbusse dazu beitragen, Bildungsangebote im ganzen Land auszubauen und regionale Unterschiede zu verringern. Präsident Peña bezeichnete Investitionen in die Kindheit als besonders wichtig und betonte, staatliche Leistungen müssten auch abgelegene Orte erreichen. Die Finanzierung der Fahrzeuge steht im Zusammenhang mit einer Vereinbarung mit dem doppelstaatlichen Wasserkraftwerk Itaipú. (ip.gov)
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