Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 14. Januar 2022

Die Bauarbeiten an der Boquerón-Straße in Filadelfia sollen wieder aufgenommen werden. Nach einer Pause aufgrund von schlechtem Wetter und Meinungsverschiedenheiten mit der Baufirma, plant die Stadtverwaltung Filadelfia, so bald wie möglich die Pflasterungsarbeiten an der Straße Boquerón in Filadelfia fortzuführen. In einem Interview mit dem lokalen Medienunternehmen, RCC, erklärte der Bürgermeister, Claudelino Rodas, dass die Arbeiten wahrscheinlich am 17. Januar fortgesetzt werden, sobald die Nationale Direktion für das öffentliche Auftragswesen die bürokratischen Verfahren abgeschlossen und den neuen Zeitplan genehmigt hat. Er betonte, dass die Verzögerungen keinen Anstieg der Kosten für die Munizipalität bedeuten und dass genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen würden, um das Projekt abzuschließen.
Die Pflasterung der Boquerón-Straße war laut RCC vor einiger Zeit aufs Eis gelegt worden, da die Munizipalität feststellte, dass einige Arbeiten nicht gemäß den Vorgaben ausgeführt wurden, die im Ausschreibungsvertrag festgehalten worden waren. Es ist die erste Straßenpflasterung, die mit Mitteln der Munizipalität Filadelfia durchgeführt wird. Die Gesamtarbeiten umfassen eine Fläche von 6 Tausend 720 Quadratmetern und kosten etwa 4,4 Milliarden Guaraníes. (RCC)

 

Das Wetter im Chaco hat die Felderträge und damit die Lebensgrundlage mancher Familien stark beeinträchtigt. Die Departamentsregierung Boquerón nimmt dazu Stellung auf den digitalen Plattformen. Auf Facebook gab die Gobernación bekannt, dass die Familien, die vom Ertrag der Feldfrüchte, wie Melonen, leben, schwer betroffen sind. Im Rahmen des Landwirtschaftsplanes, den die Departamentsregierung mit Kleinbauern durchführt, sollen nun Daten über die Verluste erhoben werden. Dadurch will man genau ermitteln, wie groß die Schäden sind, und wie Lösungen aussehen könnten.
In Mariscal Estigarribia ist trotz der schwierigen Wetterbedingungen eine ordentliche Ernte zu verzeichnen. Laut Angaben des Bürgermeisteramtes konnte ein guter Teil der Ernte gerettet werden, indem die Stauden mit trockenem Gras bedeckt wurden. Das Bürgermeisteramt unterstützt die Bauern dort mit technischer Beratung und im Transport der Früchte auf den Markt. Der Verkauf von Wassermelonen, die vor allem in den Dörfern von Laguna Negra angebaut werden, bildet eine wichtige Zusatzeinnahme für die Familien. Seit Jahresbeginn wurden von Laguna Negra über 8 Tausend Wassermelonen in den Verkaufsständen und Supermärkten des zentralen Chaco verkauft, heißt es. (Fb.: Gobernación Boquerón/Municipalidad Mcal. José Félix Estigarribia)

Die Journalistengewerkschaft von Paraguay hat die Drohung gegen Última Hora scharf verurteilt. In einer Erklärung aus der Hoy zitiert, bezieht sich die SPP auf einen Vorfall bei einer Demonstration von Corona-Impfgegnern am Mittwoch. Die Demonstranten hatten sich unter der Leitung der Abgeordneten Jorge Brítez und Víctor Villa vor dem Hauptgebäude von Última Hora versammelt. Die Gruppe wollte dort ihre Meinung zur Einführung des Impfpasses und gegen die Corona-Impfung kundtun. Dabei stellten sie die berufliche Integrität und Seriosität der Zeitung in Frage. Eine noch nicht identifizierte Person hatte dabei einen Reporter der Zeitung harsch angegangen und ihm gedroht, dass das Mediengebäude angezündet werde, sollte die Zeitung nicht das veröffentlichen, was er wolle. Aus der Gruppe der Demonstranten hatten anschließend mehrere das Haupttor des Gebäudes gestürmt und versucht, in die Redaktion einzudringen. Die Polizei hatte eingreifen müssen.
Die Journalistengewerkschaft SPP ist in Paraguay eine Vereinigung von langer Tradition was die Verteidigung von Grundrechten ist, wie der Meinungsfreiheit, des Demonstrationsrechtes, der freien Meinungsäußerung und der Rechte auf journalistische Arbeit ohne Zensur und Drohungen. In einer Erklärung fordert die SPP von der Staatsanwaltschaft eine breite Aufklärung darüber, wer hinter der Drohung steht und dass der Vorfall als Akt gegen die Pressefreiheit vor Gericht gebracht wird. Außerdem werden Politiker, wie die Abgeordneten aufgefordert, derartige Aktionen gegen Medienschaffende zu unterlassen. Die Polizei und die Medieninstitutionen werden aufgefordert, dazu beizutragen, dass die Arbeit von Medienschaffenden ungehindert gewährleistet ist. (Hoy)

Paraguays Außenhandel steigt. Darüber schreibt Latina Press. Zum Jahresende 2021 beliefen sich die Transaktionen Paraguays auf etwas mehr als 27 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht nach einem aktuellen Bericht der paraguayischen Zentralbank, BCP, einem Anstieg von 25,5 Prozent gegenüber dem Wert von 2020. Die Gesamtexporte im Jahr 2021 erreichten einen Wert von fast 14 Milliarden US-Dollar. Die registrierten Exporte machten ungefähr ein Viertel des Gesamtwertes aus und erreichten 10,5 Milliarden US-Dollar. Die Re-Exporte hingegen, die fast 20 Prozent des Gesamtwertes ausmachen, verzeichneten 2,7 Milliarden US-Dollar. Die Produkte mit den höchsten Zuwächsen in US-Dollar waren Sojabohnenöl, Rohrzucker, Insektizide, Fungizide und Herbizide, Kronkorken, gewöhnliche Metallschraubverschlüsse und Gelatine. Zu den Produkten, die im Dezember wertmäßig am stärksten zurückgingen, gehörten Mais, gefrorenes Rindfleisch, Sojabohnen, Draht und Kabel. Hinsichtlich der Importe, beliefen sich im vorigen Jahr die Gesamteinfuhren auf rund 13 Milliarden US-Dollar, das sind fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr. (Latina Press)

An der Costanera von Asunción hat es gebrannt. Wie die nationalen Zeitungen berichten, ist gestern Nachmittag an der Uferpromenade von Asunción ein Feuer entstanden. Ein Polizeibeamter erzählte, dass das Feuer gegen 17 Uhr 15 ausgebrochen sei und wahrscheinlich am Eingang des Viertels Ricardo Brugada, besser bekannt als La Chacarita, durch das Verbrennen von Müll entstand. Freiwillige Feuerwehrleute mehrerer Unternehmen aus Asunción und Umgebung arbeiteten hart daran, das Feuer zu löschen und zu verhindern, dass die Flammen auf die Wohnungen des Viertels übergriffen. Ein Feuerwehrmann erklärte, dass die Feuerwehrleute aufgrund der zahlreichen registrierten Brände im ganzen Land und der intensiven Arbeit erschöpft sind. Deshalb forderte er die Öffentlichkeit eindringlich dazu auf, Brände zu vermeiden.
Auch im Chaco brennt es. Die Zeitung Hoy berichtete zum Beispiel von einem Großbrand in José Falcón im Departament Presidente Hayes, das ebenfalls am gestrigen Donnerstag ausgebrochen war. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr arbeiteten bis heute in die frühen Morgenstunden, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen, das laut ihrem Twitter-Account ein großes Ausmaß angenommen hatte. Einem Bericht von gestern zufolge brannten in dem Gebiet mehr als 500 Hektar Land. Die Bürgermeisterin von José Falcón, Delia Ramírez, sagte in einem Interview, das neben der Zerstörung von Weide- und Buschflächen auch zahlreiche Tiere durch die Flammen getötet wurden. Das Nationale Forstinstitut wies seinerseits darauf hin, dass es in Paraguay fast 2 Tausend Brandherde gibt und betonte, dass zahlreiche davon menschengemacht sind. (Hoy, Última Hora, ABC Color)

Muvh lässt in Campo Alegre zahlreiche Sozialwohnungen bauen. Genau genommen sind die meisten der 102 Wohnungen bereits zum großen Teil fertiggestellt, wie das Ministerium für Städteentwicklung und Wohnungsbau, laut IP-Paraguay bekanntgab. An den Bauarbeiten beschäftigt das Muvh demnach 1 Tausend 500 hiesige Arbeiter aus den Nivaclé-Dörfern. Der Bau der staatlich geförderten Sozialwohnungen wird aus dem Fond für sozialen Wohnungsbau, Fonavis, bezahlt. In Campo Alegre baut die Wohnungen das Unternehmen TL Ingeniería. Das Muvh lässt derzeit im Rahmen von Wohnungsförderprogrammen im Chaco rund 830 Wohnungen bauen, 430 davon in Boquerón. (IP-Paraguay)