In La Patria ist eine neue Radiostation eingeweiht worden. In La Patria wurde am vergangenen Samstag die neue Radiostation Radio La Patria auf der Frequenz 630 AM offiziell eingeweiht. Anwesend waren unter anderem lokale Politiker und Vertreter unterstützender Unternehmen wie Radio ZP-30 und Radio Obedira. Die Station ist ein Projekt von MEDA Paraguay und wird für die nächsten fünf Jahre von der Evangelischen Konvention der paraguayischen Mennoniten-Brüdergemeinden betrieben.
Meda-Vorsitzender, Wesley Kehler, erklärte während der Einweihungsfeier, dass die Idee für den Sender aus dem Traum entstanden sei, den bisher kaum erreichten Norden des paraguayischen Chacos mit Radio zu versorgen. Das Ziel sei, Menschen bis an die bolivianische Grenze und darüber hinaus zu erreichen. Neben christlichen Inhalten soll Radio La Patria auch lokale Nachrichten, Bildungsprogramme sowie Informationen über Landwirtschaft und Viehzucht ausstrahlen. Damit sollen die Menschen in der Region Wissen erhalten und ermutigt werden.
Kehler erinnerte außerdem daran, dass MEDA Paraguay seit vielen Jahrzehnten Entwicklungsprojekte unterstützt – von der Förderung der Milchwirtschaft bis hin zu Projekten für Honig, Maniok und andere landwirtschaftliche Produkte. Das gemeinsame Ziel sei, Familien langfristig zu besseren Einkommen zu verhelfen.
Nach Angaben von MEDA Paraguay sendet Radio La Patria auf 630 AM. Die Radiostation verfügt über einen 102 Meter hohen Sendemast, einen 2,5-Kilowatt-Sender, der später auf 10 Kilowatt erweitert werden kann, eine eigene Stromversorgung mit Transformator, Notstromgenerator und Spannungsstabilisator sowie eine Starlink-Internetverbindung. Die Anlage steht auf einem 3 Hektar großen Gelände in La Patria und besitzt alle erforderlichen Genehmigungen der zuständigen Behörden.
Der Rechnungsprüfer von MEDA Paraguay, Werner Schroeder, stellte in seiner Rede die Kosten des Projekts vor. Insgesamt wurden bisher rund 2,4 Milliarden Guaraníes investiert. Ein Teil der Arbeiten ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Geplant sind unter anderem die Erhöhung der Sendeleistung auf zehn Kilowatt und die Begleichung einer weiteren Rate für das Grundstück.
Kehler wie auch Schroeder äußerten bei der Einweihungsfeier die Hoffnung, dass Radio La Patria den Menschen in der Region mit Informationen, positiven Nachrichten und der christlichen Botschaft dienen und weit über die Grenzen des Chacos hinaus gehört werden wird. (ZP-30, MEDA Paraguay)
Paraguay und Taiwan haben ihre enge Partnerschaft zum 69. Jahrestag ihrer diplomatischen Beziehungen bekräftigt. Paraguays Präsident Santiago Peña hat laut Ultima Hora die langjährige Zusammenarbeit mit Taiwan als Beispiel für gegenseitigen Respekt und enge Kooperation hervorgehoben. Anlass ist der 69. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen, die am 12. Juli 1957 aufgenommen wurden. Paraguay ist bis heute das einzige Land Südamerikas, das die Republik China auf Taiwan offiziell diplomatisch anerkennt. Dies gilt auch, obwohl die Volksrepublik China den Druck auf die internationalen Partner der Insel in den vergangenen Jahren verstärkt hat.
Die Regierung von Präsident Peña hält dennoch an den Beziehungen zu Taiwan fest und begründet dies mit gemeinsamen Werten und einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Die Kooperation umfasst unter anderem die Bereiche Bildung, Technologie, Gesundheit und Handel. Auch wirtschaftlich spielt Taiwan eine wichtige Rolle: Das Land war im vergangenen Jahr der drittgrößte Abnehmer von paraguayischem Rindfleisch. Außerdem ist Taiwan derzeit der wichtigste Exportmarkt für paraguayisches Schweinefleisch und nimmt den größten Teil dieser Ausfuhren ab. (Ultima Hora, ABC Color, X)
Die Sojaexporte Paraguays haben einen neuen Höchststand erreicht. Darüber berichtet La Tribuna. Paraguay erlebt eine der erfolgreichsten Sojakampagnen der vergangenen Jahre. Bis Ende Mai wurden mehr als 5 Millionen Tonnen Sojabohnen exportiert. Das sind rund 42 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allein der Verkauf von Sojabohnen brachte dem Land Einnahmen von rund 1,9 Milliarden US-Dollar. Einschließlich der Ausfuhren von Sojaöl und Sojaschrot stiegen die Erlöse des Sojakomplexes auf fast 2,5 Milliarden Dollar.
Möglich wurde dieses Ergebnis durch günstige Wetterbedingungen, gute Erträge und den verstärkten Einsatz moderner Anbaumethoden. Damit hat sich der Sektor deutlich von den Folgen der schweren Dürre im Jahr 2022 erholt. Soja bleibt das wichtigste Exportprodukt Paraguays und eine zentrale Stütze der Wirtschaft, da die Deviseneinnahmen den Außenhandel und den Finanzmarkt stärken.
Der größte Abnehmer paraguayischer Soja ist weiterhin Argentinien, gefolgt von Brasilien. Gleichzeitig gewinnen weitere Exportmärkte an Bedeutung. Die Landwirte bereiten bereits die Aussaat für die nächste Saison vor. Trotz steigender Produktionskosten blickt die Branche optimistisch auf die kommende Ernte. Bei günstigen Wetterbedingungen rechnen Experten erneut mit einer Produktion von mehr als 10 Millionen Tonnen. (La Tribuna)
Das MEF und ESSAP beschließen umfangreiche Investitionen in die Trinkwasserversorgung. Das paraguayische Wirtschafts- und Finanzministerium MEF, und der staatliche Sanierungsdienstleister, ESSAP, haben neue Infrastrukturprojekte zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung abgestimmt. Bei einem Treffen in Villa Serrati berieten Wirtschaftsminister Óscar Lovera und ESSAP-Präsident Luis Fernando Bernal über Investitionen, die in den Jahren 2026 und 2027 umgesetzt werden sollen.
Das Ziel ist, das Wasserversorgungsnetz im ganzen Land auszubauen und die Versorgung langfristig zu stärken. Nach Angaben der ESSAP ist die enge Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium entscheidend, damit die notwendigen Mittel rechtzeitig bereitgestellt werden können.
Zu den wichtigsten Vorhaben zählen der Bau des Chaco-Aquädukts und neuer Wasseraufbereitungsanlagen für die Bañados Sur und die Stadt San Bernardino. Diese Projekte gelten als besonders dringend für den Wassersektor.
Außerdem sprachen die Teilnehmer über die Schulden der ESSAP bei der nationalen Stromverwaltung Ande. Nach monatelanger intensiver Zusammenarbeit konnten Fortschritte bei der Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Begleichung dieser Schulden erzielt werden. (La Tribuna)
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