Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 11. Juli 2022

Das Krankenpflegepersonal in Yalve Sanga feiert den Abschluss der Ausbildung. Wie aus Angaben der Internetseite von der Ascim hervorgeht, handelte es sich um die Feier der ersten Ausbildungsgruppe, welche ihre Ausbildung bereits im Jahr 2019 beendet hatte. Das Diplom weist die elf Absolventen, von denen die meisten bereits im Berufsalltag stehen, als Krankenpflegepersonal auf höherer Ebene aus. Die behördlichen Formalitäten konnten im April 2022 beendet werden, sodass den Absolventen nun ihre Diplome verliehen werden konnten. Die Feier am vergangenen Montag wurde umrahmt von mehreren Reden. Unter anderem wandte sich die Direktorin der Lehranstalt für Technische Ausbildung, Infortes, Paula Toñánez, an die Anwesenden. Sie wies darauf hin, dass der Ausbildungsabschluss zwar ein persönlicher Verdienst sei, aber auch das Ergebnis kollektiver Bemühungen von Lehrern, Eltern, Familienmitgliedern und Behörden. Der Rektor der Evangelischen Universität, Doktor Esteban Missena, betonte in einem Glückwunschschreiben die Verantwortung, die dieser Abschluss für die Absolventen mit sich bringt. Die Absolventin Lisandra Juárez gab einen Rückblick auf ihre Studienzeit und äußerte ihre Dankbarkeit für die Möglichkeit dieser Ausbildung.
Die Ausbildungseinrichtung zur Krankenpflege Infortes in Yalve Sanga ist unter der Schirmherrschaft der Ascim im Centro Educativo Indígena Yalve Sanga tätig. Infortes steht für Instituto de Formación Técnico Superior. Im Ministerium für Bildung und Wissenschaft ist die Einrichtung als Zweigestelle der Evangelischen Universität Paraguays, UEP, registriert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausbildung im öffentlichen Gesundheitswesen und der Behandlung von Krankheiten. (www.ascim.org)

Paraguay bereitet sich auf die Ausrichtung des nächsten Mercosur-Gipfels vor. Für den 21. Juli ist ein neues Gipfeltreffen der Staatschefs des Mercosur geplant, das in Paraguay abgehalten wird. Wie das staatliche Nachrichtenportal IP-Paraguay berichtet, wird bei diesem Treffen Paraguay die Präsidentschaft des Mercosur für die nächsten sechs Monate an Uruguay abgeben. In dieser Woche, vom 11. bis zum 14. Juli, findet außerdem die Tagung des Marktrates statt. Diese Tagung und das Gipfeltreffen spielen sich im Centro de Convenciones der Conmebol in Luque ab. Während der Zeit des paraguayischen Ratsvorsitzes wurden wichtige handelspolitische Gesetze überarbeitet, wie der Gemeinsame Außenzolltarif und die Ursprungsregelung. Ebenso wurde die Anpassung des Automobilsektors an die Zollunion fortgesetzt und die Verhandlungen über den Handel mit Dienstleistungen wurde neben anderen Themen vorangetrieben. Was die außenpolitische Agenda anbelangt, so sollen die Verhandlungen des Mercosur mit Singapur fortgesetzt und abgeschlossen werden. (Hoy/ IP-Paraguay)

Die hohe Inflation in Argentinien könnte den Anreiz zum Schmuggel verringern. Außerdem könnte sich die Abwertung des argentinischen Peso weiterhin auf die Überweisungen auswirken. Dies sind nach Ansicht der befragten Experten einige der zu erwartenden Auswirkungen, wie die Zeitung ABC-Color berichtet. Im Juni letzten Jahres lag die jährliche Inflation in Argentinien bei 60 Prozent, und Experten schätzen, dass sie bis zum Jahresende sogar dreistellig, das heißt, mehr als 100 Prozent betragen könnte. Hinzu kommt die Abwertung des Peso, die sich stark auf die Einkommen der Bürger des Nachbarlandes auswirkt. Der Wirtschaftswissenschaftler, Alfredo Pereira, wies darauf hin, dass dies derzeit eines der Hauptprobleme Argentiniens sei und trotz der Bemühungen der Regierung, den Schwächsten zu helfen, eine soziale Krise auslösen könnte. Medienberichten zufolge steht Argentinien kurz vor einem politisch bedingten wirtschaftlichen Zusammenbruch. Das werde sich negativ auf die paraguayische Wirtschaft auswirken, heißt es. Paraguay exportiert 76 Prozent seiner Soja-Produktion nach Argentinien.
Derzeit liegt die Armutsquote in Argentinien bei fast 40 Prozent, wobei mehr als 18 Millionen Menschen in Armut und fast 4 Millionen in extremer Armut leben. Dem Wirtschaftsmagazin MF Economía zufolge, gibt die argentinische Regierung täglich rund 6 Millionen US-Dollar an Subventionen für etwa 18 Millionen Bürger aus, was zu einer weiteren Verschlechterung der Haushaltsbilanz geführt hat. Trotzdem sind einige Wirtschaftsexperten der Meinung, dass die argentinische Inflation zwar hoch sei, aber noch nicht in den Bereich der Hyperinflation falle, für die eine Schwankung von nahezu 1 Tausend Prozent erforderlich ist. Andere Experten sind jedoch der Ansicht, dass angesichts des jüngsten historischen Hintergrunds in Lateinamerika, wo die meisten Länder im einstelligen Inflationsbereich bleiben, der argentinische Fall bereits als Hyperinflation betrachtet werden könnte, da er über dem Durchschnitt liegt. Der Wirtschaftswissenschaftler, Fernando Masi, vom paraguayischen Wirtschaftsinstitut, Cadep, erklärte, dass der Schmuggel durch die Situation im Nachbarland verstärkt werde. Jedoch würde der Anreiz zum Kauf argentinischer Produkte aufgrund der steigenden Inflation abnehmen, sagte er. Ein weiterer besorgniserregender Aspekt sei die Verschlechterung der argentinischen Währung, die seit Beginn der Pandemie eine anhaltende Abwertung erfährt, die sich noch verstärkt hat. Diese Verschlechterung der argentinischen Währung hat sich zusammen mit der Inflation stark auf das Einkommen der Bürger ausgewirkt, so dass die Zahl der Geld-Überweisungen stark zurückgegangen ist. Im Mai dieses Jahres beliefen sich die Überweisungen aus dem Nachbarland auf etwa 10 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. (ABC Color)


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