Die Lebenshaltungskosten haben im Mai leicht zugelegt. Wie die Zentralbank, BCP, in ihrem monatlichen Bericht mitteilte, lag die Inflation im vorigen Monat bei 0,1%. Im Mai des Vorjahres hatte die Inflation bei 0%gelegen. Damit sind die Verbraucherpreise seit Jahresbeginn insgesamt um 2,2% gestiegen. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 hatte die Inflation bei 3% gelegen.
Für den leichten Preisanstieg im Mai waren vor allem höhere Preise für Lebensmittel, Kraftstoffe und verschiedene Dienstleistungen verantwortlich. Gleichzeitig gingen die Preise einiger importierter Waren zurück und bremsten somit etwas den allgemeinen Preisanstieg.
Bei den Lebensmitteln verteuerten sich insbesondere Rindfleisch, Innereien, Milchprodukte, Speiseöle und Gemüse. Auch nicht-alkoholische Getränke wie Mineralwasser, Säfte und Softdrinks wurden teurer. Nach Angaben der Zentralbank war weniger Rindfleisch auf dem heimischen Markt verfügbar, während die Nachfrage gleichzeitig stieg. Das war der entscheidende Faktor, weshalb Rindfleisch im Mai teurer wurde. Auch beim Tanken musste der Verbraucher im Mai tiefer in die Tasche greifen, weil die Preise für mehrere Kraftstoffsorten gestiegen waren.
Günstiger wurden dagegen unter anderem Mehl, Nudeln, Reis, Schweinefleisch, Wurstwaren, Käse, Eier und frisches Obst. Diese niedrigeren Preise sorgten dafür, dass die Lebensmittelpreise insgesamt weniger stark anstiegen.
Bei den Dienstleistungen wurde vor allem der Besuch im Restaurant teurer. Ebenso stiegen die Preise für Reparaturen und Instandhaltung von Wohnungen und das Reisen per Bus und Flugzeug. Im Gesundheitsbereich verteuerten sich unter anderem Zahnbehandlungen, chirurgische Eingriffe, Kaiserschnitte und verschiedene Medikamente.
Sinkende Preise gab es im vorigen Monat hingegen bei importierten Gebrauchsgütern. Vor allem Autos und einige Haushaltsgüter wurden günstiger. Nach Angaben der Zentralbank liegt das daran, dass der Guaraní im Vergleich zum US-Dollar an Wert gewonnen hat. (BCP)
Am Wochenende finden in Filadelfia Informationsveranstaltungen über Zöliakie statt. Darüber informierte die Dozentin und Vertreterin der Stiftung für Zöliakie-Betroffene, FUPACEL, Leanne Winter, im Gespräch mit ZP-30. Die erste Veranstaltung findet am Freitag, den 5. Juni, um 19:00 Uhr in der Fakultät für Gesundheitswissenschaften auf dem Campus des Krankenhauses Filadelfia statt. Sie richtet sich an Ärzte, Pflegekräfte, Ernährungsberater, Psychologen und weitere Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich.
Am Samstag, den 6. Juni, beginnt um 8:00 Uhr ein zweites Treffen für Menschen mit Zöliakie und deren Familienangehörige. Dabei stehen der Austausch von Erfahrungen und praktische Informationen für den Alltag im Mittelpunkt.
Zöliakie ist laut Winter eine Autoimmunerkrankung. Betroffene vertragen kein Gluten, ein Eiweiß, das unter anderem in Weizen, Gerste und Roggen vorkommt. Die Krankheit kann verschiedene Beschwerden verursachen, zum Beispiel Durchfall, Wachstumsstörungen oder Probleme bei der Nährstoffaufnahme. Da die Symptome sehr unterschiedlich sein können, wird Zöliakie oft als „Chamäleon unter den Krankheiten“ bezeichnet.
Wie Winter weiter erklärte, gibt es keine Heilung für Zöliakie. Die einzige Behandlung besteht darin, lebenslang auf glutenhaltige Lebensmittel zu verzichten. Wird Gluten konsequent gemieden, können Betroffene ein normales und gesundes Leben führen. Am kommenden Wochenende werden in Filadelfia weitere Informationen zum Thema Zöliakie angeboten. Beide Veranstaltungen sind kostenlos. (ZP-30)
In Paraguay laufen die letzten Vorbereitungen für die parteiinternen Vorwahlen. Die Wahlen innerhalb der Parteien finden am 7. Juni statt. Dabei werden die Kandidaten für die Kommunalwahlen am 4. Oktober bestimmt, schreibt La Nacion. Insgesamt sind mehr als 4,6 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.
An den Vorwahlen beteiligen sich 54 politische Organisationen, darunter 32 Parteien und 22 Bewegungen. Gewählt werden die Kandidaten für 263 Bürgermeisterämter sowie mehr als 2.800 Sitze in den Stadträten des Landes. Dafür richtet die Wahlbehörde TSJE fast 13.000 Wahltische ein und setzt über 16.500 elektronische Wahlmaschinen ein, die bereits geprüft und getestet wurden.
Die größte Beteiligung wird von der Colorado-Partei mit rund 2,8 Millionen Wahlberechtigten erwartet. Die Liberale Partei rechnet mit mehr als 1,5 Millionen Wählern. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, werden landesweit über 82.000 Personen im Einsatz sein, darunter Wahlhelfer, technische Mitarbeiter sowie Sicherheitskräfte von Polizei und Militär.
Zusätzlich nutzen elf politische Gruppierungen die Vorwahlen, um ihre Parteiführungen neu zu wählen. Die Wahlbehörde betont, dass umfangreiche technische und logistische Maßnahmen getroffen wurden, um Transparenz und einen geordneten Ablauf sicherzustellen. (La Nacion)
In Villa Hayes soll eine moderne Fabrik für Glasverpackungen entstehen. Das Projekt in der in Presidente Hayes gelegenen Stadt wird gemeinsam von dem paraguayischen Unternehmen PARGLASS und dem mexikanischen Hersteller PAVISA umgesetzt. PAVISA hat mehr als 70 Jahre Erfahrung in der Glasindustrie, wie Ultima Hora berichtet.
Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 85.000.000 US-Dollar. Vorgestellt werden soll das Vorhaben im Rahmen der Unternehmensmesse FEPY 2026. Die neue Fabrik soll monatlich etwa 7.000.000 Glasbehälter produzieren.
Besonders hervorzuheben ist die geplante Nutzung eines vollständig elektrisch betriebenen Schmelzofens. Dadurch kann auf fossile Brennstoffe und Erdgas verzichtet werden. Die Produktion soll ausschließlich mit erneuerbarer Energie erfolgen und unter dem Konzept „E-Glass“ laufen, das auf eine umweltfreundlichere Herstellung von Glas setzt.
Die Anlage will täglich bis zu 150 Tonnen Glas verarbeiten. Dank moderner Technologie können Farbwechsel bei der Produktion innerhalb von etwa zehn Stunden erfolgen – ein Prozess, der herkömmlich mehrere Tage dauert. Dadurch soll die Fabrik flexibler auf Kundenwünsche reagieren und hochwertige Spezialverpackungen herstellen können. (La Nacion, Ultima Hora)
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