Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 28. August 2025

SENACSA überprüft wieder Tierzucht-Betriebe auf Maul- und Klauenseuche. Anhand dessen will man beweisen, dass das Virus in Paraguay nicht mehr in Umlauf ist. Außerdem sollen die Kontrollen zeigen, wie wirksam die Impfung ist. Die Tiergesundheitsbehörde, SENACSA, kündigte gestern in einem Kommuniqué zwei klinische Studien im Rahmen des Programms zur Bekämpfung der Seuche an. Ab dem 1. September wird die Behörde auf Tierzuchtbetrieben Stichproben entnehmen. Solche Kontrollen werden periodisch durchgeführt. Sie dienen als Grundlage dafür, welchen Status Paraguay zertifiziert bekommt.
Derzeit gilt Paraguay als Maul- und Klauenseuche-freies Land durch Impfung. Die Entnahme von Proben beginnt am kommenden Montag und wird sich über vier Wochen ziehen. In dieser Zeit sollen auf 1.000 Betrieben insgesamt 27.000 Stichproben bei Rindern auf das Aftosa-Virus durchgeführt werden, – 300 bei Schafen und Ziegen. Außerdem werden rund 6.000 Proben entnommen, um spezifisch die Wirksamkeit der Impfung bewerten zu können.
Über den Fortbestand der Impfung gegen Maul- und Klauenseuche gibt es unter den Akteuren des Viehzuchts- und Gesundheitssektors verschiedene Meinungen. Es wird diskutiert, ob weiter geimpft werden soll oder nicht. Die Tiergesundheitsbehörde, SENACSA, meint nicht. Da Paraguay seit vielen Jahren offiziell frei von der Seuche durch Impfung ist, wäre es laut der Behörde an der Zeit, die Impfung wegzulassen und sich um den Status „Maul- und Klauenseuchen-frei ohne Impfung“ anzustreben. Fleisch von Tieren, die nicht geimpft wurden, kann an anspruchsvollere Märkte und gegebenenfalls teurer verkauft werden, heißt es. Manche Tierzüchter-Gremien dagegen sehen ein zu großes Risiko darin, die Impfung abrupt und definitiv auszusetzen. Es fehlten Sicherheiten für die neue Situation gibt, die sich präsentieren würde, heißt es. Die Impfung war somit auch ein zentrales Thema auf der letzten Expo Rodeo Trébol.

In den Reden auf der Eröffnungsfeier forderte man, die Entscheidung über die Impfung nicht zu überstürzten. Der Präsident von Rodeo Trébol, Egon Neufeld, lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit von SENACSA und der Stiftung für Tiergesundheits-Dienstleistungen, FUNDASSA, die zu einer hervorragenden Tiergesundheit geführt habe. Somit sei die Frage berechtigt: Warum noch weiter zu impfen? Die Antwort darauf komme von den Zweifeln in Bezug auf die neue Situation, die sich bei einer ausbleibenden Impfung präsentieren könnte, so Neufeld: Er nannte Mängel, die behoben werden müssten, bevor man den Vorstoß wagen will, die Impfung abzusetzen: Zum Beispiel eine unzureichende Rückverfolgbarkeit des Fleisches, ein fehlender Entschädigungs-Fond für Ausfälle bei Verdacht auf einen Seuchenausbruch oder für den Fall, dass es tatsächlich zu einem Ausbruch kommt. Außerdem fehlt ein Trainingskonzept für den Notfall bei der SENACSA. Ferner nannte er Mängel in einer engmaschigen Kontrolle von Vieh auf dem Land. Er empfahl, die Impfung nicht ohne die Unterstützung des Viehproduktionssektors abzusetzen und mahnte, das Vertrauen, das Paraguay gewonnen hat, nicht leichtfertig zu trüben.
Der Minister für Ackerbau und Viehzucht, Carlos Giménez, versprach auf der Expo Rodeo Trébol, dass man weiter impfen werde. Entscheidungen der Regierung diesbezüglich würden an einem Tisch gemeinsam mit allen Sektoren getroffen werden, die es betrifft, versicherte der Minister. SENACSA hat eine öffentliche Befragung zum Thema Aftosa-Impfung laufen. Bis zum 5. September kann man sich schriftlich per eMail an die Behörde wenden, mit seiner Meinung, Kommentaren und Bedenken. Die Adresse ist [email protected]. (ZP30/Kommuniqué SENACSA/Rodeo Trébol)

Heute beginnt die Ralley-Weltmeisterschaft WRC-Paraguay. Ab heute und in den nächsten 4 Tagen werden die Rennwagen in Itapúa die Strecken entlangbrausen. Das Rennen ist Teil der Rally-Weltmeisterschaft, die aus 14 Rennen an verschiedenen Standorten der Welt auf verschiedenen Straßenbelägen gefahren wird. Paraguay ist in der laufenden WM der 10. Austragungsort. In Itapúa beinhaltet das Rennen 333 Kilometer anspruchsvoller Wertungsprüfungen. Die erste Strecke soll im Distrikt Cambyretá gefahren werden, einige Kilometer östlich von Encarnación.
Paraguay erwartete für das Event rund 250.000 Besucher, darunter Fahrer, Rennleiter und -Teams, Angehörige und Schaulustige. An diesem Rennen teilnehmen werden unter anderem die Weltmeister Sébastien Ogier, Kalle Rovanperä, Ott Tänak und Thierry Neuville. Andere prominente Teilnehmer sind Oliver Solberg, Yohan Rossel und Gus Greensmith. Für Paraguay fahren Fau Zaldívar und Diego Domínguez Bejarano fahren. Es ist das erste Rennen der Weltmeisterschaft, das in Paraguay stattfindet. Organisiert wird es vom internationalen Dachverband der Automobilclubs, Fia. (ZP-30) (bearbeitet) 

Paraguay richtet ab heute die erste Weltmeisterschaft im Heißluftballon-Fahren aus. Sie findet in Yguazú statt und fällt dort mit der 26. Expo Yguazú zusammen, die bis zum 31. August in Alto Paraná stattfindet. Laut Última Hora, nehmen an dem Event herausragende Piloten aus über 20 Ländern teil.
Die Meisterschaft wird auch den Besuchern die Möglichkeit bieten, mitzumachen. In Heißluftballons können Fluglustige bis zu 30 Meter hoch fliegen. Die Organisation des Wettbewerbs liegt bei der Zivilen Luftfahrtbehörde, DINAC. Wie der Tourismusbeauftragte des Distrikts Yguazú, Enmanuel Fernández, der Zeitung sagte, wird das Departament Alto Paraná 30 Piloten beherbergen. Die prominenten Teilnehmer der Weltmeisterschaft kommen unter anderem aus Japan, Malaysia, Brasilien, Neuseeland, Argentinien, Frankreich und Korea. Der Wettbewerb wird im Stil des bekannten Ballonfestivals ausgerichtet, das seit 35 Jahren in Brasilien stattfindet, in der Stadt Torres im Bundesstaat Rio Grande do Sul. (Última Hora)

In den USA hat der neue Botschafter Paraguays sich der US-Regierung vorgestellt. Wie die Zeitung La Nación berichtet, überreichte Gustavo Leite Gusinky eine Kopie des entsprechenden Beglaubigungsschreibens an die Verantwortliche des US-Außenministeriums, Mónica Crowley. Das ist der erste formelle Schritt im diplomatischen Akkreditierungsverfahren, wenn ein Botschafter in offizieller Mission seine Arbeit in einem Land antritt.
Der neue Botschafter von Paraguay in den USA, Leite, sagte bei seinem Amtsantritt unter anderem, die Zusammenarbeit beider Länder werde darauf ausgerichtet sein, mehr Investoren aus den USA nach Paraguay zu holen, den bilateralen Handel zu fördern und die Kooperation im Kampf gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität zu verstärken. Gustavo Leite war vorher Senator in Paraguay. Am 24. Juli hatte er in einer Zeremonie im Regierungspalast vor Staatspräsident Santiago Peña seinen Amtseid als neuer Botschafter für die USA abgelegt. (La Nación/Última Hora) (bearbeitet) 


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