Mittagsanachrichten von Radio ZP-30 am 10. März 2026

Ein System zur Suche nach vermissten Personen kommt jetzt auch in den Chaco. Das sagte der Polizeibeamte José González im Gespräch mit ZP-30. Im Dezember vorigen Jahres ist in Paraguay das neue Gesetz namens „MAFE“ verabschiedet worden. Damit wurde ein nationales Register für vermisste Personen geschaffen wie auch eine sogenannte MAFE-Alarmmeldung. Diese werde aktiviert, wenn eine Person vermisst wird oder ihr Aufenthaltsort unbekannt ist, erklärte González.

Sobald Angehörige persönlich oder telefonisch eine Vermisstenmeldung bei der Polizei machen, informieren die Polizisten sofort die Staatsanwaltschaft. Danach beginnt unmittelbar die Suche nach der vermissten Person. Früher musste man in manchen Fällen 24 bis 48 Stunden warten, bevor eine Suche offiziell begann. Das neue Gesetz solle solche Verzögerungen verhindern, so González.

Außerdem erlaubt das Gesetz der Polizei, Fotos der vermissten Person in den Medien und in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, um schneller Hinweise zu erhalten. Besonders wichtig sei das bei vermissten Minderjährigen, da viele Vermisstenfälle Kinder und Jugendliche betreffen, erklärte der Polizeibeamte.

Im Departament Boquerón ist inzwischen ein neues Team mit der Suche nach vermissten Personen beauftragt worden. Das Team arbeitet eng mit allen 16 Polizeistationen des Departaments zusammen. Vermisstenanzeigen können in jeder Polizeistation oder über den Notruf 911 gemacht werden. Zusätzlich soll eine Stelle in Loma Plata eingerichtet werden.

Das Gesetz „MAFE“ ist nach María Fernanda Benítez benannt. Die 17-jährige Jugendliche aus Coronel Oviedo wurde Ende Mai 2025 als vermisst gemeldet. Einige Tage später bestätigten die Behörden ihren Tod. Ein ebenfalls minderjähriger Jugendlicher wurde als Hauptverdächtiger festgenommen. Der Fall sorgte landesweit für große Betroffenheit und löste eine Diskussion über den Schutz von Jugendlichen und die schnelle Suche nach vermissten Personen aus. Als Reaktion darauf entwickelten die Behörden neue Maßnahmen. Dazu gehören das nationale Register für vermisste Personen und das Mafe-Alarmsystem, die nun auch im Chaco zum Einsatz kommen sollen. (ZP-30, ABC Color)

An diesem Wochenende beginnt die Qualifikationsrunde der „Copa Mariscal“. Der Bürgermeister von Mariscal Estigarribia, Víctor Díaz, hat in diesen Tagen in Pedro P. Peña an der Vorstellung des Sportprojekts namens „Copa Mariscal“ teilgenommen. Darüber berichtet die Munizipalität Mariscal José Félix Estigarribia. Während des Treffens wurden das Projekt und die Regeln des Wettbewerbs erklärt. Die „Copa Mariscal“ richtet sich an indigene Siedlungen im genannten Distrikt. Daran teilnehmen können Männer- wie auch Frauenteams. 

Die Qualifikationsrunde für die „Copa Mariscal“ beginnt an diesem Samstag in Laguna Negra. Im April geht es in Campo Loa weiter. Im Mai finden die Spiele in der Region Alto Chaco statt und im Juni in Pedro P. Peña und Pozo Hondo. Im Juli endet die Runde in der Siedlung Santa Teresita. (Facebook: Municipalidad José Félix Estigarribia)


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