Irala Fernández startet mit Entwicklungsvision ins neue Jahr

Wie in allen Distriktverwaltungen wählte auch hier der 12-köpfige Stadtrat unter sich für das neue Jahr einen neuen Vorsitz. Auf der letzten Sitzung des Arbeitsjahres 2025, die in der vorigen Woche stattfand, wurde zum neuen Stadtrats-Vorsitzenden Tomás García gewählt. Zusammen mit drei weiteren Stadtrats-Mitgliedern wird er die Amtsgeschäfte während der Betriebs-Ferien bis zum 20. Januar leiten und sich in dieser Zeit um Dringendes kümmern, das ansteht. Neben Bürgermeister Óscar Giménez. Radio ZP-30 sprach mit dem neuen Stadtrats-Vorsitzenden über die Aussichten für das neue Jahr in der Stadt.

Als erstes brachte der neue Stadtrats-Vorsitzende die geplanten Bauten zur Sprache. Es handelt sich um ein erstes eigenes Kommissariat, das Gs. 700.000.000 kosten wird. Der Spatenstich fand am 9. Dezember statt und die Arbeiten dürften in drei bis vier Monaten abgeschlossen werden, schätzte García. Damit würde der Grundbau stehen. Die Ausstattung des Polizeireviers, zum Beispiel mit Patrouillen-Fahrzeugen, werde wohl die nächste Distrikt-Regierung übernehmen müssen, meinte der Stadtrat.    Mit dem eigenen Bankautomaten der nationalen Förderbank, BNF, sieht der Lokalpolitiker im Finanzbereich manche Möglichkeiten. In dem Distrikt gebe es viel Geld, das die Menschen ausgeben können, sagte García. Das öffne die Türen für Investoren, die wichtige Unternehmen aufbauen könnten, wie Supermärkte, Baumärkte, Veterinär-Fachgeschäfte und Industrie-Betriebe. Der Stadtrat sprach auch über mindestens zwei geplante neue Stadtviertel in Irala Fernández. Große Bedeutung misst er der geplanten Mülldeponie bei, die den Vorschriften des Umweltministeriums entspricht. Die Deponie soll erstmals eine nachhaltige Lösung für die Entsorgung von Müll schaffen, der in den Haushalten, den Geschäften und Fabriken des Distrikts anfällt.  

  In diesem Jahr hat man begonnen, eine eigene Feuerwehr aufzubauen. Ihr Einsatz ist vor allem bei Verkehrsunfällen und Weide-Großbränden gefragt. Seit Juli gibt es im Rathaus von Irala Fernández auch ein regionales INDI-Büro, wo Angehörige indigener Volksgruppen und Siedlungen ihre Anliegen vorbringen und besprechen können. Dieses Büro ist dort nur vorübergehend eingerichtet worden. Es soll schon bald in Räume des Instituts für Agrartechnik, IPTA, bei Cruce de los Pioneros ziehen, die an der Transchaco, weiter nordwestlich, bei Km 412, liegen.    

Tte. 1ro Manuel Irala Fernández, wie der Distrikt mit vollem Namen heißt, liegt zu beiden Seiten der Transchaco-Straße, im Nordwesten des Departamentes Presidente Hayes, zwischen Yalve Sanga und Río Verde. Das ehemalige 25 Leguas gehörte früher zum Distrikt Villa Hayes. 2006 wurde es als eigenständiger Distrikt anerkannt. In dem großflächigen und dünn besiedelten Stadt- und Landkreis leben rund 26.000 Menschen. In der Stadt gibt es heute 15 größere Siedlungsgemeinschaften, zu denen insgesamt 45 Dörfer gehören. Darüber hinaus gibt es 10 Nachbarschaftskommissionen. Die Fernstraße PY-9 führt mitten durch den Stadtkern von Irala Fernández. Der neue Stadtrats-Vorsitzende García sieht in seiner Kommune großes Entwicklungspotential. Dafür brauche es dringend Investoren, die in der Stadt Geld anlegen kommen, betonte er. (ZP-30/Archiv)

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