Hochwasser im Pilcomayo: Maßnahmen zur Sedimentkontrolle und Dammsicherung laufen

Das Wasser des Pilcomayo-Flusses begann am 30. Dezember in das paraguayische Staatsgebiet einzutreten. Das teilte der Direktor der Nationalen Kommission für Regulierung und Mehrfachnutzung des Pilcomayo-Einzugsgebiets, Darío Medina, gegenüber Radio ZP 30 mit. Wie es heißt, folgte das Wasser folgte dem natürlichen Flussbett. Nun hat es bereits die Sumpfgebiete von General Díaz erreicht. Medina bestätigte, dass die rechtzeitigen Arbeiten des Ministeriums für öffentliche Bauten und Kommunikation, MOPC, dazu beigetragen haben, den Wasserfluss erfolgreich in das nationale Gebiet zu leiten.Der Wasserstand nähert sich zunehmend den Brücken von General Díaz. An der Aruma-Brücke in Bolivien, die als Referenz dient, am vergangenen Samstag ein Pegel von 5,5 Metern registriert. In Villamonte stieg der Pegel auf 2,5 Meter, während in Pozo Hondo der Wasserstand fast 5 Meter erreichte. Die Anstiege sind unter anderem auf starke Regenfälle im Oberlauf zurückzuführen. Medina betonte, dass eine orangefarbene Warnstufe in Pozo Hondo erst bei fünf Metern und eine rote Stufe bei 5einhalb Metern erreicht würde. Diese Werte seien derzeit noch nicht erreicht, und der Pegel im Oberlauf beginne bereits wieder zu sinken, sodass kein drastischer Anstieg erwartet werde.Bezüglich der Flussreinigung erklärte Medina, dass die prioritären Arbeiten bereits abgeschlossen seien, obwohl noch viel zu tun bleibe. Die beauftragten Unternehmen seien zurückgekehrt, um die ausstehenden Arbeiten während des aktuellen Hochwasserzeitraums fortzuführen. Der Plan sehe vor, die Wasserläufe und Nebenarme während des Hochwassers freizuhalten und die Arbeiten anschließend in der Niedrigwasserperiode fortzusetzen.Das ursprüngliche Budget für die Arbeiten betrug 100 Milliarden Guaraníes. Im Zeitraum 2023–2024 wurde es um 30% erhöht. Für 2025–2026 wurde das Budget erneut aufgestockt, von dem bisher etwa 30% umgesetzt wurden. Die Arbeiten werden streng überwacht, sowohl durch das MOPC als auch durch Kontrollen vor Ort, um Qualität und termingerechte Ausführung sicherzustellen.Die Maßnahmen decken drei Bereiche ab: Abschnitt 1 reicht vom bolivianischen Eingangspunkt über Pozo Hondo bis zur Mündung und der Siedlung Mistolar. Der zweite Abschnitt umfasst Sumpfgebiete wie Estero Patiño, Margariño, La Chaqueña und Montelindo. Und der dritte Abschnitt dient als Notfallreserve für den Bau von Wegen, Dämmen und Tiefbrunnen für die Bevölkerung.Medina kündigte an, dass in bisher unzugänglichen Gebieten wie La Chaqueña oder Línea 32 die Arbeiten im Januar fortgesetzt werden. Auch die Verstärkung des Schutzdammes in Pozo Hondo soll weitergehen. Ein Überflug sei geplant, um die Situation besser zu überwachen. (Radio ZP 30)