Die neue digitale Plattform namens „Agroportal“ soll paraguayischen Rindfleischproduzenten den Zugang zu internationalen Märkten erleichtern. Das erklärte der Vorsitzende des Zusammenschlusses von Produktionskooperativen, Fecoprod, Alfred Fast, im Gespräch mit ZP-30.
Das sogenannte „Agroportal“ wurde entwickelt, um die steigenden Anforderungen beim Export von Fleisch vor allem aus Europa zu erfüllen. Käufer verlangen zunehmend Nachweise darüber, dass Fleisch unter bestimmten Umwelt- und Sozialstandards produziert wurde. Beispielsweise verlangen einige Käufer, dass das Rind von einer Estanzia kommt, die seit 2020 nichts mehr abgeholzt hat. Um eine bessere Rückverfolgbarkeit der Produkte zu ermöglichen, sammelt Agroportal Daten aus verschiedenen Quellen, darunter Satellitenbilder und staatliche Register.
Derzeit befindet sich das Agroportal noch in einer Probephase und wird von den Schlachthöfen der Kooperativen Chortitzer, Fernheim und Neuland getestet. Für Viehzüchter ist die Nutzung aktuell kostenlos. In Zukunft könnten aber Kosten entstehen, so Fast.
‘Nach Angaben des Fecoprod-Leiters könnte die Plattform Agroportal künftig auch auf andere landwirtschaftliche Bereiche wie Soja oder Leder ausgeweitet werden. Das Ziel mit der Plattform ist, Vertrauen bei internationalen Kunden zu schaffen und neue Märkte offen zu halten. (ZP-30)
Fecoprod bringt neue Plattform auf den Weg, um den Export von Produkten zu erleichtern
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