Die SENAD führt auch in diesem Jahr Präventionsarbeit im Departament Boquerón durch

Das erklärte die Leiterin der Abteilung für Prävention der Antidrogenbehörde, Alice Ledesma, im Gespräch mit ZP-30. Die Arbeit richtet sich an verschiedene Bereiche der Gesellschaft wie Schulen, Familien und Unternehmen. Das Ziel sei, Menschen frühzeitig zu stärken und Probleme mit Drogen gar nicht erst entstehen zu lassen, so Ledesma. Dabei geht es nicht nur darum, über Drogen zu sprechen, sondern vor allem darum, die Persönlichkeit zu stärken und wichtige Fähigkeiten im Alltag zu fördern.    

In den letzten Tagen war ein Team der SENAD unter anderem in Mariscal Estigarribia, Loma Plata und Filadelfia unterwegs. Dort arbeiten SENAD-Mitarbeiter mit Lehrern, Schuldirektoren und Vertretern verschiedener Institutionen zusammen. Gemeinsam planen sie Maßnahmen zur Vorbeugung und setzen bereits begonnene Programme fort, erklärte die Leiterin der Präventionsabteilung.    

Ein wichtiger Teil der Arbeit sind Seminare und Workshops. Diese richten sich unter anderem auch an Eltern. In diesen Treffen lernen sie, wie sie ihre Kinder besser begleiten können, wie sie Veränderungen im Verhalten erkennen und wie sie frühzeitig reagieren können. Besonders wichtig sei laut Ledesma die Begleitung von Kindern im Alter von 10 bis 14 Jahren, da dies eine sensible Phase in der Entwicklung eines Teenagers sei.    

Zum Thema Drogenkonsum erklärte Ledesma, dass zahlreiche Jugendliche aus Neugier oder durch Gruppendruck die ersten Drogen nehmen. Auch der Wunsch, Geld zu verdienen, kann eine Rolle spielen. Das durchschnittliche Einstiegsalter in den Drogenkonsum in Paraguay liegt bei etwa 13 Jahren. Besonders problematisch sei, dass Alkohol oft als Einstiegsdroge unterschätzt werde, betonte Ledesma. Auch E-Zigaretten und die sogenannten Vapes verbreiten sich zunehmend unter Jugendlichen und gelten als aktuelles Problem.    

Die Antidrogenbehörde plant, die Arbeit im Departament Boquerón weiterzuführen. Neben weiteren Besuchen vor Ort sollen auch Online-Kurse angeboten werden, um den Kontakt zu Schulen und Institutionen aufrechtzuerhalten, so die Leiterin der Präventionsabteilung, Alice Ledesma, gegenüber ZP-30. (ZP-30)

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