Die SEN mobilisiert Einsatzgruppen angesichts des bevorstehenden Anstiegs des Pilcomayoflusses

Das Nationale Notfallsekretariat, SEN, hat einen umfassenden Hilfseinsatz im Ufergebiet des Flusses Pilcomayo gestartet. Die Institution zielt darauf ab, die Auswirkungen der jüngsten Hochwasserereignisse zu mindern und den gefährdeten Bevölkerungsgruppen umgehend Unterstützung zu leisten.

Wie der Generaldirektor der SEN, Oberst Roberto Rodríguez, gegenüber Radio ZP-30 mitteilte, habe die Institution ihr Notfall-Operationszentrum mit Sitz in Villa Choferes aktiviert. Von dort aus werden die Maßnahmen der an strategischen Punkten eingesetzten Teams koordiniert.

Aufgrund der in der Ortschaft Josecito flussaufwärts von Pozo Hondo ausgerufenen roten Alarmstufe hat die SEN spezialisierte personelle und technische Ressourcen mobilisiert: In Pozo Hondo ist eine vorgeschobene Einheit mit Einsatzfahrzeugen und Motorbooten für schnelle humanitäre Hilfe präsent, während in der Ortschaft Margariño logistische Unterstützungseinheiten und Boote auf jede Eventualität vorbereitet sind.

Obwohl der Wasserstand des Flusses in Pozo Hondo zuletzt eine sinkende Tendenz zeigte, bleiben die Behörden in höchster Alarmbereitschaft. Die am Sonntag in Josecito gemessenen 130 Millimeter Niederschlag lassen in den kommenden Tagen jedoch einen erneuten Anstieg des Abflusses erwarten, so der SEN-Generaldirektor. 

Nach Angaben von Rodriguez habe die humanitäre Hilfe bereits mehrere Ortschaften des paraguayischen Chaco erreicht. Bislang sei es den Notfallteams gelungen, folgende Orte zu erreichen: La Dorada, La Pava, El Pelícano, El Solitario, El Mistolar, El Tuscal und Margariño.

Der Einsatz dauert weiterhin an, wobei der Zugang zu bestimmten Gebieten jedoch von den Wetterbedingungen und Straßenverhältnissen abhängt. In Kürze ist vorgesehen, die Ortschaften San Agustín, La Represa Norte und Mayor Gardel zu erreichen, um die Erstversorgung und die Verteilung von Hilfsgütern abzuschließen. Rodríguez betonte, dass die Mitarbeiter von SEN aufmerksam seien, um im Bedarfsfall Lösungen bereitzustellen und Erste Hilfe zu leisten. Die SEN arbeitet hier koordiniert mit der Pilcomayo-Kommission, der Departamentsverwaltung und den örtlichen Verantwortlichen zusammen. (Radio ZP-30)

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