Paraguay hat am heutigen Mittwoch den historisch ersten Container mit Hühnerfleisch für den Export nach Taiwan versiegelt. Darüber berichtet IP Paraguay.Präsident Santiago Peña begleitete die Verladung der ersten 150 Tonnen Geflügelfleisch des Großbetriebs Granja Avícola La Blanca. Die Fracht wird in rund 50 Tagen auf dem asiatischen Markt eintreffen und markiert nach einer zehnjährigen Verhandlungsphase einen Meilenstein für die heimische Wirtschaft. Die Republik China auf Taiwan importiert jährlich über 250.000 Tonnen Hühnerfleisch und bietet damit enorme Absatzchancen für den paraguayischen Agrarsektor. Der Exporteur, der unter der bekannten Marke Pechugón täglich rund 140.000 Hühner schlachtet, plant, das Exportvolumen zügig auf 500 Tonnen pro Monat zu steigern. Nach Rind- und Schweinefleisch soll Geflügel damit zum nächsten großen Exportschlager Paraguays in Asien werden. (IP)
Internationale Pisa-Tests haben Paraguay erneut ein besorgniserregend niedriges Bildungsniveau im Fach Mathematik bescheinigt. Wie der ehemalige Vize-Bildungsminister Robert Cano erklärt, zeigen die Ergebnisse bei den 15-jährigen Schülern weiterhin gravierende Mängel bei der praktischen Anwendung von Alltagswissen. Bereits bei der ersten Teilnahme des Landes im Jahr 2018 verfügten 92 % der paraguayischen Jugendlichen nicht einmal über mathematische Grundkenntnisse. Laut Megacadena messen die Tests neben Mathematik auch die Fähigkeiten in Kommunikation und Naturwissenschaften. Um diesen Trend umzukehren, fordert der Bildungsexperte eine tiefgreifende Reform, die über den klassischen Schulunterricht hinausgeht. Neben gezielten staatlichen Maßnahmen sei vor allem eine stärkere Unterstützung durch die Familien nötig, um unter anderem die zunehmende Ablenkung durch digitale Medien im Alltag der Jugendlichen einzudämmen. (Megacadena)
Das Industrieministerium hat in Itapúa neue Digitalpakete an Kleinunternehmen und Existenzgründer übergeben. Wie die staatliche Nachrichtenagentur berichtet, verteilte das Ministerium im Rahmen der «Expo Emprende» in Encarnación Computer und technologische Ausrüstung, um die digitale Transformation in der Region voranzutreiben. Landesweit wurden im Rahmen dieses Programms bereits 400 solcher Pakete verteilt. Gleichzeitig startete offiziell das Projekt «Ecommerce Lab Itapúa» in Zusammenarbeit mit der paraguayischen E-Commerce-Kammer. Die Initiative bietet 50 lokalen Betrieben die kostenlose Einrichtung eines eigenen Online-Shops. Vizeminister Gustavo Giménez betonte, dass das Projekt nach Stationen in Ciudad del Este nun in Itapúa haltmacht und landesweit über tausend aktive Online-Shops anstrebt. Die Digitalisierung gilt als erster Schritt, um später auch staatliches Startkapital beantragen zu können. (IP)
Gerichtsmedizinische Untersuchungen sollen die Identität der im Tacumbú-Gefängnis gefundenen Knochen klären. Laut Nachrichtenportal ADN Digital stießen Arbeiter bei Umbauarbeiten im nationalen Untersuchungsgefängnis in Asunción, in knapp eineinhalb Metern Tiefe, zufällig auf die sterblichen Überreste. Gefängnisdirektor Gustavo Ferriol erklärte, dass Ärzte der Haftanstalt die Knochen direkt als menschlich identifiziert und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hätten. Der Fundort im sogenannten Remar-Pavillon, der früher als Innenhof genutzt wurde, ist für die Bauarbeiten vorerst komplett gesperrt. Erste Schätzungen der Mediziner deuten auf eine ältere Person hin, was die forensischen Analysen nun präzise überprüfen müssen. Sollten die Experten Anzeichen für ein Gewaltverbrechen finden, werden die Behörden umgehend eine Mordermittlung wegen des Verdachts eines geheimen Begräbnisses einleiten. (ADN Digital)
Polizisten sind in San Estanislao mit einem im Ausland gestohlenen Auto vor einem Anwalt geflohen. Wie ABC Color schreibt, ortete der Rechtsvertreter einer brasilianischen Autovermietung ein in Brasilien gestohlenes Fahrzeug mittels eines geheimen GPS-Senders direkt auf dem Parkplatz der achten Polizeistation von Santaní. Als der Anwalt vor Ort einen jungen Beamten der Ermittlungsabteilung zur Rede stellte, bestiegen zwei weitere mutmaßliche Polizisten in Zivil den roten Kleinwagen und flüchteten. Das Fluchtfahrzeug, dessen GPS-Signal im März in der brasilianischen Grenzstadt Guaíra abriss, ist bis heute spurlos verschwunden. Die Direktion für innere Angelegenheiten hat eine Untersuchung gegen die beteiligten Beamten der Regionalstelle eingeleitet, da die Nutzung illegaler Fahrzeuge streng verboten ist. (ABC Color)
Die Antidrogenbehörde Senad hat bei sieben zeitgleichen Razzien in Asunción einen mutmaßlichen Drogenring zerschlagen. Die Ermittler stürmten heute mehrere Gebäude im Stadtteil Tablada Nueva und nahmen vier Verdächtige fest, wie die Tageszeitung ABC Color berichtet. Dem Netzwerk wird vorgeworfen, gezielt strafunmündige Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren rekrutiert zu haben. Die Minderjährigen wurden laut Polizei mit Schusswaffen und Rauschgift ausgestattet, um illegale Geschäfte abzuwickeln. Ausgelöst wurden die zweimonatigen Ermittlungen durch Social-Media-Videos eines Influencers, auf denen bewaffnete Kinder und Drogenumschlagplätze zu sehen waren. Bei dem aktuellen Einsatz stellten die Beamten hunderte verkaufsfertige Dosen Crack und Kokain, Bargeld sowie Mobiltelefone und Fahrzeuge sicher. (ABC Color)
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