Der ehemalige Gouverneur Hugo Javier González hat sich der Justiz gestellt. Darüber berichtet die Zeitung Última Hora. Der prominente frühere Radio- und Fernsehmoderator und Ex-Gouverneur des Departaments Central hat heute Morgen eine zehnjährige Haftstrafe wegen schwerer Korruption angetreten. Hugo Javier González stellte sich selbst der Justizpolizei, nachdem ein Richter die Festnahme angeordnet hatte. Zuvor hatte der Oberste Gerichtshof das Urteil wegen Untreue und Urkundenfälschung endgültig bestätigt. Die Justiz sah es als erwiesen an, dass González insgesamt 5,1 Milliarden Guaraníes an Covid-19-Hilfsgeldern veruntreut hat. Diese staatlichen Mittel waren für die wirtschaftliche Wiederbelebung der Region nach der Pandemie bestimmt. Nach einer medizinischen Untersuchung entscheiden die Behörden nun über die Zuweisung in eine Strafanstalt. Bei seiner freiwilligen Stellung betonte der Politiker, er habe nichts zu verbergen. (ÚH)
Die Polizei hat ein von Venezolanern angeführtes Cyberkriminalitäts-Netzwerk aufgedeckt. Wie Ñanduti informiert, meldet die Cyberpolizei nach mehreren Online-Bankrauben in Paraguay einen Ermittlungserfolg. Zu den Opfern zählt auch die Abgeordnete Rocío Vallejo. Von ihrem Konto wurden rund 35 Millionen Guaraníes gestohlen. Ein verdächtiger Venezolaner wurde bereits festgenommen. Er soll mehr als 80 Millionen Guaraníes aus illegalen Zugriffen erhalten haben. Nach zwei mutmaßlichen Komplizen wird noch gefahndet. Laut den Ermittlern nutzen die Täter Trojaner-Viren in Google-Browsern, um sensible Bankdaten von Computern abzufangen. Der Chef der Cyberpolizei, Diosnel Alarcón, betonte, dass die Banken selbst nicht gehackt wurden. Stattdessen nutzten die Täter Sicherheitslücken auf den Computern der Nutzer aus. Insgesamt erbeutet das Netzwerk durch solche Methoden monatlich zwischen 900 Millionen und 1,5 Milliarden Guaraníes im Land. Die Behörden empfehlen regelmäßige Updates und aktuelle Antivirensoftware. (Ñanduti)
Paraguay und die USA vereinbaren strategische Zusammenarbeit im Bereich der zivilen Kernenergie. Die Regierungen von Paraguay und den USA haben in Washington eine Absichtserklärung über eine strategische Kooperation zur zivilen Nutzung von Atomenergie unterzeichnet. Darüber berichtet das Außenministerium. Ziel des Abkommens ist, die paraguayischen Kapazitäten auf diesem Gebiet mit Unterstützung der USA gezielt auszubauen. Beide Staaten bekräftigten ihre gemeinsame Beteiligung zur friedlichen Nutzung der Kernenergie und hoben deren Bedeutung für die Deckung des künftigen Energiebedarfs hervor. Die feierliche Unterzeichnung im US-Außenministerium wurde vom paraguayischen Außenminister Rubén Ramírez Lezcano und seinem Amtskollegen Marco Rubio vollzogen. An der Zeremonie in der amerikanischen Hauptstadt nahm auch der paraguayische Vizepräsident Pedro Alliana teil. (www.mre.gov.py)
Die Behörden SENAD und CODI haben eine hochmoderne Marihuana-Plantage mit automatisierter Bewässerung und Internetzugang zerstört. Im Rahmen einer gemeinsamen Grenzschutzoperation mit Brasilien hat die Antidrogenbehörde, SENAD, im Departament Amambay eine hochtechnisierte Cannabis-Produktionsstätte ausgehoben. Wie Última Hora schreibt, stießen die Einsatzkräfte bei einer Razzia in der Region Capitán Bado auf eine professionell ausgestattete Infrastruktur, die sich deutlich von den traditionell einfachen Anbaumethoden abhebt. Neben automatisierten Bewässerungsanlagen und Gewächshäusern für den Hydrokulturanbau verfügte das illegale Camp im Dschungel sogar über ein eigenes WLAN-Netzwerk. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden sämtliche Plantagen und technischen Anlagen vor Ort komplett zerstört. Im Verlauf der bilateralen Operation wurden in den vergangenen zwei Wochen bereits fast 100 Hektar Anbaufläche sowie 18 Tonnen konsumbereites Marihuana vernichtet. Die Aktion wird auch von Hubschraubern der brasilianischen Bundespolizei unterstützt. (ÚH)
Ein erst kürzlich entlassener Häftling ist nach einem Tankstellenraub in Encarnación erneut festgenommen worden. Darüber berichtet ABC Color. Die Nationalpolizei hat in der Nacht zum Dienstag einen 35-jährigen Mann im Stadtzentrum von Encarnación gefasst, der kurz zuvor eine Kassiererin überfallen hatte. Der Verdächtige bedrohte die Angestellte mit einer vermeintlichen Schusswaffe, erbeutete jedoch lediglich einen Geldschein im Wert von 10.000 Guaraníes. Die alarmierte Polizei konnte den Flüchtigen wenig später in der Nähe des Tatorts stellen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten lediglich die gestohlene Beute. Nach Angaben der Ermittler war der polizeibekannte Mann erst vor wenigen Tagen aus der Haftanstalt entlassen worden. Er war bereits wegen schweren Diebstahls und Gewaltvorwürfen vorbestraft. Die zuständige Staatsanwaltschaft ordnete die Fortdauer der Festnahme an. (ABC Color)
Der verirrte Jaguar „Tape’ỹ“ kehrt in den Dschungel zurück. Nach einem spektakulären Ausflug in das Stadtgebiet von Foz de Yguazú ist der wilde Jaguar Tape’ỹ wieder in den paraguayisch-brasilianischen Dschungel entlassen worden, wie die Zeitung Última Hora berichtet. Das Raubtier hatte Ende Juni für Aufsehen gesorgt, als es plötzlich im Hof eines Wohnhauses auftauchte. Ein internationales Expertenteam konnte die Raubkatze sicher einfangen und im biologischen Schutzgebiet von Itaipú gesund pflegen. Die Untersuchungen bestätigten, dass sich das Wildtier auf der Suche nach neuem Lebensraum in die Stadt verirrt hatte. Vor seiner Freilassung im Nationalpark Yguazú erhielt das Tier ein GPS-Halsband zur Satellitenüberwachung. Die Forschenden erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über die Wanderwege der bedrohten Tierart in der Grenzregion. (ÚH)
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