Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 24. März 2026

Zum Welt-Tuberkulose-Tag informieren Behörden über Behandlungsmöglichkeiten und aktuelle Fallzahlen in Boquerón. Anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tags hat Rumilda Ayeri vom Tuberkulose-Programm der Gesundheitsregion Boquerón gegenüber ZP-30 über die aktuelle Situation im Departament informiert. Die Gesundheitsdienste arbeiten in allen Distrikten mit Unterstützung des Gesundheitsministeriums. In jedem Gesundheitszentrum können Patienten mit Tuberkulose untersucht und behandelt werden. Die Medikamente dafür seien kostenlos, so Ayeri.

Von Januar bis März wurden im Departament Boquerón in diesem Jahr 17 neue Fälle registriert. Im gesamten Jahr 2025 waren es 132 Fälle. Laut Ayeri sei die aktuelle Zahl noch relativ niedrig, könne aber im Laufe des Jahres steigen.

Tuberkulose ist eine bakterielle Krankheit, die durch die Luft übertragen wird, zum Beispiel beim Husten. Deshalb kann sie sich leicht von Mensch zu Mensch verbreiten, besonders bei Personen mit einem schwachen Immunsystem. Die Krankheit sei jedoch heilbar, betonte Ayeri. Wichtig ist, dass die Patienten die Behandlung konsequent durchführen. Diese dauert insgesamt sechs Monate: zuerst zwei Monate mit mehreren Medikamenten, danach vier Monate zur Stabilisierung. Die Patienten müssen die Medikamente täglich einnehmen. Wenn die Behandlung nicht richtig durchgeführt wird, kann die Krankheit gefährlich werden und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Es gibt auch resistente Formen der Tuberkulose. Diese entstehen meist, wenn Patienten ihre Behandlung nicht regelmäßig machen. In solchen Fällen dauert die Therapie länger und erfordert andere Medikamente.

Eines der typischsten Symptome von Tuberkulose ist ein Husten, der länger als zwei Wochen anhält. Auch Brustschmerzen, Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust können auf eine Erkrankung hindeuten. Wer solche Symptome hat, sollte sich schnell von einem Arzt untersuchen lassen, betonte Ayeri im Interview mit ZP-30. (ZP-30)

Die Zentralbank richtet eine neue Plattform ein, über die Bürger auf ihr Kredit-Risikoprofil zugreifen können. Darüber informiert die paraguayische Zentralbank, BCP, auf ihrer Internetseite. Auf dieser Plattform können alle Bürger ihre Kredit- und Schulden-Daten online ansehen. Man kann dort sehen, wie hoch die eigenen Schulden sind oder ob man auf einer Liste von Personen mit offenen Schulden steht.

Die neue Plattform heißt „Consulta Estado de Deuda“ und ist direkt auf der offiziellen Internetseite der BCP zu finden. Um sie zu nutzen, müssen sich die Nutzer mit ihrer elektronischen Identität anmelden. Entwickelt wurde diese vom Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie, MITIC. Die Zugangsdaten bestehen aus der Personalausweisnummer und einem persönlichen Passwort. Diese Daten dürfen nicht an andere weitergegeben werden, betont die Zentralbank.

Wer die Zugangsdaten noch nicht hat, muss einmal persönlich zum Gebäude der Zentralbank gehen und sich registrieren. Danach bekommt man eine Bestätigung per E-Mail und kann den Dienst nutzen. Nach Angaben der BCP gibt es täglich etwa 150 Anfragen zu solchen Informationen. Die neue Plattform soll den Zugang einfacher, sicherer und schneller machen. Ab dem 1. Mai ist diese Internetseite der einzige Weg, um Informationen über den eigenen Schuldenstatus bei der Zentralstelle für Kreditrisiken zu bekommen. (Banco central del Paraguay, Última Hora)

Paraguay ist Austragungsort des Carbon Forums. Nach Angaben von ABC Color soll an den Tagen vom 25. und 26. März das sogenannte „Carbon Forum“ in Asunción stattfinden. Der Vorsitzende des Umweltministeriums, MADES, Rolando de Barros Barreto, erklärte, die Veranstaltung vereine führende Akteure, um den Kohlenstoffmarkt und nachhaltige Wirtschaftspraktiken zu fördern. Er betonte, Paraguay werde wegen seiner natürlichen Ressourcen international hoch geschätzt, diese müssten jedoch zunächst wirtschaftlich erschlossen werden.

Solche Foren sowie die Teilnahme an der 15. UN-Konferenz über wandernde Tierarten, der COP15, mit einem Aufruf zur internationalen Umweltkooperation, stärken die internationale Position Paraguays im Umweltschutz, so der Mades-Vorsitzende. Die 15. UN-Konferenz wurde am Sonntag in der brasilianischen Stadt Campo Grande von Staatspräsident Santiago Peña und seinem Amtskollegen Luiz Inácio Lula da Silva eröffnet.

Paraguay investiere verstärkt in Nachhaltigkeit, grüne Finanzierung und die Lebensqualität seiner Bevölkerung, sagte Barreto. Er wies darauf hin, dass sich das Land zu einem wichtigen Akteur auf nationaler und internationaler Ebene mit Chancen für die nachhaltige Nutzung und Wertsteigerung seiner Naturressourcen entwickele. (ABC Color)

Der Direktor der Nationalen Strafanstalt Tacumbú, Luis Guillermo Esquivel Ugarte, ist verstorben. Der Direktor der Strafvollzugsanstalten hat gestern gegenüber der Presse den Tod des Direktors eines der größten Gefängnisse des Landes, Tacumbú, bestätigt. So die Tageszeitung Última Hora. Esquivel Ugarte war 49 Jahre alt. Laut Polizei wurde er von seiner Ehefrau im Schlafzimmer ihrer Wohnung im Stadtteil Sajonia in Asunción aufgefunden. Wie es heißt, lag neben dem Körper ein Revolver, weshalb von einem möglichen Suizid ausgegangen wird.

            Luis Esquivel war seit 2023 Direktor des Gefängnisses von Tacumbú. In demselben Jahr wurde er während eines Aufstands von Mitgliedern des Clan Rotela als Geisel genommen und niedergestochen. Seine Rolle war entscheidend für die Durchführung der historischen Operation Veneratio am 18. Dezember 2023. Seitdem galt seine Amtsführung als solide. Das Justizministerium würdigte seinen engagierten und verantwortungsvollen Dienst. (Última Hora/Diario Hoy)

Die Preise für Eier steigen. Darüber schreibt Última Hora. Der jüngste Anstieg der Eierpreise auf dem lokalen Markt ist hauptsächlich auf einen Anstieg der Nachfrage im Rahmen der kommenden Osterwoche zurückzuführen. Das erklärte der Vorsitzende der paraguayischen Vereinigung von Geflügelzüchtern, AVIPAR, Néstor Zarza. Bis vor einigen Wochen wurde eine 30er-Packung für etwa 24.000 bis 28.000 Guaraníes verkauft. Aktuell liegt der Preis dafür zwischen 30.000 und 34.000 Guaraníes. Damit könnten die Preise pro Eierpackung um etwa 3.000 bis 3.200 Guaraníes steigen, so Zarza.

Der Leiter von AVIPAR erklärte weiter, dass der Eierverbrauch in den Wochen vor Ostern um fast 50% steigt. Der Grund ist unter anderem die vermehrte Zubereitung traditioneller Speisen. Er meinte aber, dass der diesjährige Anstieg deutlich niedriger bleiben soll als in früheren Jahren, als eine 30er-Packung bis zu 45.000 Guaraníes kostete. (Última Hora)


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