Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 18. März 2026

In Mariscal Estigarribia sind Mitarbeiter der Stadtverwaltung im Schutz von Kindern und Jugendlichen geschult worden. Darüber berichtet die Stadtverwaltung Mariscal Estigarribia. Im Rahmen eines Projekts zum Schutz von Kindern und Jugendlichen hat anfangs dieser Woche ein zweiter Schulungstag stattgefunden. Dieses Projekt wird von der Stadt Mariscal Estigarribia und der Organisation FortaleSer durchgeführt, mit Unterstützung von Manos Unidas. An der Schulung teilgenommen haben Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen der Munizipalität. Das Ziel ist, die Zusammenarbeit zu verbessern und besonders indigene Kinder und Jugendliche besser zu schützen.

Während des Treffens ging es um Themen wie die Aufgaben jeder Abteilung und wie verschiedene Institutionen besser zusammenarbeiten können, um Fälle von Missbrauch und Gewalt schnell weiterzuleiten. Durch praktische Übungen und Beispiele aus dem Alltag überlegten die Teilnehmer gemeinsam, wie man besser auf mögliche Verletzungen von Kinderrechten reagieren könnte.

Das Projekt zum Schutz von Kindern und Jugendlichen wird bereits im zweiten Jahr in Folge durchgeführt, wie Vanessa Cárdenas von der städtischen Kinder- und Jugendberatungsstelle, CODENI, gegenüber ZP-30 erklärte. Dabei werden jedes Jahr neue Ziele und Schwerpunkte gesetzt, um besser auf aktuelle Herausforderungen reagieren zu können. Im Rahmen des Projekts finden verschiedene Aktivitäten und Veranstaltungen statt. Diese richten sich nicht nur an Mitarbeiter der Stadtverwaltung, sondern auch an Personen aus anderen Arbeits- und Einsatzbereichen. Die Schulungen werden einmal im Monat durchgeführt.

Ein wichtiger Schwerpunkt der aktuellen Schulung war es, den Mitarbeitern der Munizipalität bewusst zu machen, dass ihre Verantwortung über ihre eigentliche Arbeitsbeschreibung hinausgeht, so Cárdenas. Sie sollen auch auf das Wohlergehen der Menschen im Distrikt achten. Dazu gehört vor allem, aufmerksam zuzuhören, mit Empathie zu handeln und im Bedarfsfall Hilfe zu leisten.

Laut der Codeni-Vertreterin könnten sich mit dem Bau der Bioceánica in den kommenden Jahren verschiedene Risikosituationen verschärfen. Diese Entwicklung stelle eine zusätzliche Herausforderung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen dar, betonte sie. (Facebook: Municipalidad de Mariscal José Félix Estigarribia, ZP-30)

MAG erweitert zur Karwoche sein Angebot bei den traditionellen Bauernmärkten. Darüber berichtet ADN Digital. Das Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht, MAG, gab bekannt, dass auf den Märkten für bäuerliche Produkte, die in der Karwoche stattfinden, erstmals Rindfleisch erstklassiger Qualität zu fairen Preisen angeboten wird. Die Messe ist für den 31. März an der Uferpromenade von Asunción geplant. Das Ziel ist, hochwertige Fleischprodukte direkt von den Produzenten anzubieten und damit faire Preise für Verbraucher zu ermöglichen.

Neben Rindfleisch umfasst das Angebot auch Obst, Gemüse und Milchprodukte sowie Fleisch von Geflügel und Schweinen. Mit der Erweiterung soll die gesamte landwirtschaftliche Produktion stärker eingebunden werden. Im vergangenen Jahr erzielten die teilnehmenden Produzenten Einnahmen in Milliardenhöhe. Die Regierung sieht in den Märkten daher eine wichtige Unterstützung für die lokale Landwirtschaft. Künftig soll Rindfleisch dauerhaft Teil des Angebots bleiben und die Verbindung zwischen Erzeugern und Verbrauchern weiter stärken. (ADN Digital)

Mehr als 800 im Ausland lebende Paraguayer haben das Verfahren für „Che Róga Porã“ eingeleitet. Wie die Zeitung ADN Digital berichtet, stößt das Wohnungsprogramm Che Róga Porã auch bei Paraguayern im Ausland auf großes Interesse. Nach Informationsveranstaltungen in Spanien und den USA haben rund 880 im Ausland lebende Paraguayer Anträge auf Wohnkredite gestellt.

Die Initiative wurde im Rahmen einer internationalen Präsentation vorgestellt. Insgesamt nahmen etwa 1.000 Personen an den Informationsrunden teil, unter anderem in Madrid, Málaga und Barcelona. Nach Angaben der Regierung wurden bislang 31 Anträge vorab genehmigt. Das Ziel des Programms ist, auch im Ausland lebenden Bürgern den Zugang zu eigenen Wohnungen in Paraguay zu erleichtern.

Das Programm bietet verschiedene Möglichkeiten, darunter den Bau auf eigenem Grundstück, den Kauf von Land mit anschließendem Hausbau oder den Erwerb fertiger Immobilien. Auch Renovierungen bestehender Häuser werden unterstützt. Die Regierung sieht darin einen wichtigen Schritt, um mehr Paraguayern den Traum vom Eigenheim in ihrer Heimat zu ermöglichen. (ADN Digital)

Der paraguayische Sojasektor erholt sich nach Dürrejahren. Wie die Wirtschaftszeitung 5 Días berichtet, brachte die Kampagne 2025/2026 in vielen Regionen sehr gute Ergebnisse, insbesondere im Departament Canindeyú, wo die Ernte nahezu abgeschlossen ist. Laut dem Vorsitzenden der Sojaproduzentenvereinigung, APS, Lindemar Cesca, erzielten früh gesäte Flächen Erträge zwischen 4.500 und 4.800 kg pro Hektar, während spätere Aussaaten geringere Werte von etwa 2.000 bis 2.500 kg erreichten.

Nach mehreren Dürrejahren wirken sich die positiven Resultate unmittelbar auf die regionale Wirtschaft aus: Produzenten tilgen Schulden, investieren erneut und beleben Handel sowie Dienstleistungen. Wie Cesca erklärt, werde für Paraguay eine Gesamtproduktion von nahezu 11 Millionen Tonnen Soja erwartet. Trotz moderner Technik bleibt das Klima der entscheidende Faktor. 

Mit Blick auf die kommenden Jahre erwartet Cesca, dass das Wachstum des Soja-Anbaus in Paraguay sich hauptsächlich auf den Chaco konzentrieren werde. Neue landwirtschaftliche Investitionen und Infrastrukturentwicklungen schaffen günstige Voraussetzungen für die Entwicklung des Soja-Anbaus in dieser Region. In Ostparaguay könne die Sojaproduktivität durch Technologie und effizientere Verfahren gesteigert werden, so Cesca. (5días)

In Paraguay werden 8 von 10 Verbraucherbeschwerden erfolgreich gelöst. Laut El Nacional werden in Paraguay immer mehr Verbraucher aktiv, wenn es um ihre Rechte geht. Anlass ist der Weltverbrauchertag, der am vergangenen Sonntag stattfand und jährlich auf die Bedeutung eines fairen Marktes aufmerksam macht. Nach Angaben des Amts für Verbraucherschutz, SEDECO, führen rund acht von zehn Beschwerden zu einer Lösung. Dazu zählen Rückerstattungen, Produktumtausch oder Reparaturen.

Die steigende Zahl an Anfragen zeigt, dass sich immer mehr Menschen über ihre Rechte informieren und diese auch einfordern. Besonders durch den wachsenden Online-Handel und digitale Angebote steigt der Bedarf an Aufklärung. Experten betonen, dass neben dem Wissen über Rechte auch verantwortungsbewusstes Konsumverhalten wichtig ist. Dazu gehören Preisvergleiche und ein kritischer Blick auf Angebote. Gleichzeitig bleibt Handlungsbedarf bestehen. Gefordert werden stärkere Kontrollen, bessere Finanzbildung und angepasste Regeln für den digitalen Markt. (El Nacional)

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