Heute beginnt im Chaco die Landwirtschaftszählung. Die letzte landesweite Landwirtschaftszählung fand im Jahr 2022 statt, sagte der Direktor für Landwirtschaftszählung und Statistik, Anselmo Maciel, in einem Interview mit ZP-30. Nun sollen die Daten aktualisiert und ergänzt werden. Ein besonderer Fokus liegt diesmal auf der Viehwirtschaft im Chaco. Untersucht wird unter anderem, wie die Betriebe organisiert sind, welche Technologien sie nutzen und wie sie produzieren. Die Ergebnisse sollen der Regierung als Grundlage für zukünftige Entscheidungen dienen. Maciel betonte, dass alle erhobenen Daten gesetzlich geschützt sind. Persönliche Angaben einzelner Produzenten werden nicht veröffentlicht, sondern ausschließlich in zusammengefasster statistischer Form ausgewertet.
Im Chaco werden rund 130 Menschen im Einsatz sein. Dazu gehören Koordinatoren, technische Fachkräfte und Interviewer. Die Datenerhebung läuft bis zum 30. April. Die meisten Mitarbeiter sind nur für diese Zeit angestellt. Die Interviewer werden außerdem klar erkennbar sein. Sie tragen Westen und Mützen mit dem Logo des Landwirtschaftsministeriums sowie einen offiziellen Dienstausweis. (ZP-30)
In Campo Aceval entsteht ein neues Wasserprojekt. Der Bürgermeister von Campo Aceval, Alberto Pereira, hat in einem Interview mit ZP-30 über ein neues Wasserprojekt gesprochen. Das Projekt ist beim Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation, MOPC, eingereicht worden. Das Ziel ist, das Wasserproblem in Campo Aceval dauerhaft zu lösen.
Das Projekt beinhaltet die Erneuerung des bestehenden Wasserreservoirs und des 13 ha großen Auffanggebiets. Außerdem sind eine Wasseraufbereitungsanlage, ein Verteilungsnetz und eigene Wasserzähler für etwa 700 Familien geplant. Zurzeit holen zahlreiche Einwohner ihr Wasser aus Zisternen oder auf andere Weise. In Zukunft soll jedes Haus einen eigenen Wasserhahn bekommen und regelmäßig sauberes Trinkwasser erhalten.
Ein wichtiger Teil des Projekts sei die Modernisierung des Wasserreservoirs, sagte Pereira. Es kann etwa 35.000.000 Liter Wasser speichern. Damit kein Wasser im Boden versickert, soll das Becken mit einer speziellen Kunststofffolie ausgekleidet werden. Das Projekt soll ungefähr 7 Milliarden Guaraníes kosten. Laut dem Bürgermeister sind die technischen Planungen und Prüfungen bereits abgeschlossen. Jetzt wartet das Projekt noch auf die Unterschrift der MOPC-Ministerin, Claudia Centurión. (ZP-30)
Paraguay ist Gastgeber des ersten Iberoamerikanischen Kongresses zum Thema „Inklusive Bildung als soziale Bewegung”. Wie die Zeitung El Nacional berichtet, werden zum Forum im April Vertreter aus neun Ländern erwartet. Das Treffen soll Schüler, Lehrer, Fachkräfte, Wissenschaftler und politische Entscheidungsträger zusammenbringen. Das Ziel ist, gerechtere und inklusive Bildungssysteme zu fördern. Zu den vertretenen Ländern gehören Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Kuba, Spanien, Uruguay, Paraguay und Peru.
Eines der Hauptziele der Veranstaltung ist die Erarbeitung einer gemeinsamen Agenda für den Bildungswandel in der Region, die auf Analysen und Erfahrungen aus verschiedenen nationalen Kontexten basiert. In diesem Sinne wurden auch Familien, Lehrer und Forscher eingeladen, die täglich direkt mit inklusiver Bildung arbeiten. Sie sollen über ihre Erfahrungen und Hindernisse in diesem Bereich sprechen, um bessere Lösungen zu diskutieren. Konkrete Vorschläge sollen erarbeitet werden, die zur Verbesserung der Bildungssysteme beitragen können. (El Nacional)
Der traditionelle Märzmarsch der Bauernbewegung fällt in diesem Jahr aus. Wie die Tageszeitung Hoy berichtet, haben die Landwirte ihren traditionellen Märzmarsch nach über 30 Jahren für dieses Jahr abgesagt. Vertreter der Nationalen Bauernorganisation, FNC,haben offiziell mitgeteilt, dass die diesjährige „Marcha Campesina e Indígena“ nicht stattfinden wird. Der Generalsekretär der FNC, Marcial Gómez, erklärte, dass sie sich stattdessen auf ein nationales Entwicklungsprogramm konzentrieren, das im Kongress vorgestellt werden soll.
Seit 1994 zogen jedes Jahr Bauern aus verschiedenen Regionen des Landes nach Asunción, um ihre Forderungen an die Regierung zu übermitteln. Diese jährliche Tradition wird nun ausgesetzt – bereits zum dritten Mal in 32 Jahren, zuvor 2020 und 2021 aufgrund der Covid-19-Pandemie. Laut der FNC dienten die Märsche als politisches Druckmittel und zur Durchsetzung von Zielen, die heute teilweise erreicht sind. Gómez verwies darauf, dass Anliegen künftig in sozialen und parlamentarischen Debatten behandelt werden, während andere Märsche zu unterschiedlichen Zeiten fortgesetzt werden. (Diario Hoy/ABC Color)
Paraguay will seine Rolle in der Raumfahrttechnologie ausbauen. Laut El Nacional plant Paraguay gemeinsam mit Japan den Bau eines Zentrums für Nanosatelliten. Das Projekt entsteht auf dem Campus der Nationalen Universität von Asuncion, UNA. Die geschätzten Kosten liegen bei rund 24.000.000 US-Dollar. Nach Angaben der Raumfahrtbehörde von Paraguay sollen in dem Zentrum Labore, Bodenstationen und spezielle Testanlagen für Satelliten entstehen. In diesen Anlagen können Geräte unter extremen Bedingungen wie starken Vibrationen oder Temperaturschwankungen geprüft werden, bevor sie ins All gestartet werden.
Grundlage für das Projekt ist die bisherige Zusammenarbeit mit japanischen Forschungseinrichtungen. Ein wichtiger Meilenstein war der Start des ersten paraguayischen Nanosatelliten GuaraníSat-1 im Jahr 2021. Der Satellit umkreiste etwa 18 Monate lang die Erde. Derzeit arbeiten paraguayische Ingenieure am Nachfolger GuaraníSat-2, der weitgehend im eigenen Land entwickelt wird und noch in diesem Jahr gestartet werden könnte. Die neue Infrastruktur soll auch Forschung und Ausbildung stärken und Paraguay langfristig zu einem regionalen Zentrum für die Entwicklung von Nanosatelliten machen. (El Nacional)
Für die kommende Karwoche werden im Süden von Paraguay zahlreiche touristische Aktivitäten vorbereitet. Darüber berichtet ADN Digital. Besonders die Departamente Itapúa und Misiones laden Besucher ein, Traditionen, Kultur und Natur der Region zu entdecken. Zu den bekanntesten Veranstaltungen zählt die Feier von Tañarandy in der Stadt San Ignacio Guazú. Dort wird der Karfreitag mit einem traditionellen Straßenumzug und tausenden Kerzen begangen, was jedes Jahr zahlreiche Besucher anzieht.
Auch historische Sehenswürdigkeiten stehen im Mittelpunkt. Dazu gehören die Jesuitenruinen „La Santísima Trinidad del Paraná“ und „Jesús de Tavarangue“, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören und zu den wichtigsten kulturellen Attraktionen des Landes zählen. Ergänzt wird das Angebot durch Strände, Gastronomie- und Kulturveranstaltungen sowie touristische Rundfahrten durch den Süden des Landes. Das Ziel der Initiative ist, den Inlandstourismus zu stärken und die kulturelle Vielfalt der Region während der Karwoche erlebbar zu machen. (ADN Digital, The Asuncion Times, Itapua Noticias)
Beamte des Ministeriums für Kinder und Jugendliche sind in Wiederbelebungsmaßnahmen geschult worden. Laut ADN Digital führten Fachkräfte des Gesundheitsministeriums dabei Trainings in grundlegender Herz-Lungen-Wiederbelebung, kurz RCP, sowie im Umgang mit einem automatischen externen Defibrillator durch. An den Schulungen nahmen insgesamt 105 Mitarbeiter sowie Personal aus Schutz- und Betreuungseinrichtungen teil. Sie lernten, wie bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand erste Hilfe geleistet wird und wie ein Defibrillator eingesetzt werden kann, bis professionelle Rettungskräfte eintreffen.
Die Schulungen erfolgen im Rahmen der geltenden gesetzlichen Vorschriften, die den Einsatz solcher Geräte in öffentlich zugänglichen Einrichtungen vorsehen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden sollen ähnliche Schulungen künftig auch in weiteren Einrichtungen des Ministeriums stattfinden. Das Ziel ist, die Reaktionsfähigkeit in Notfällen zu verbessern und die Zahl vermeidbarer Todesfälle zu verringern. (ADN Digital)
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