Das erklärte der Leiter des Gesundheitsbereichs der Vereinigung der Dienste für indianisch-mennonitische Zusammenarbeit, Adolf Penner, in einem Gespräch mit ZP-30. Anlass ist ein Kommuniqué des Ethikkomitees der Ascim. Darin wird darauf hingewiesen, dass immer häufiger Fotos oder Videos von verletzten Menschen aufgenommen und anschließend in sozialen Netzwerken veröffentlicht werden.
Nach Worten von Penner passiert es häufig, dass Menschen bei einem Unfall zuerst ihr Handy benutzen und Bilder machen, statt dem Verletzten zu helfen. Viele seien sich nicht bewusst, welchen Schaden sie damit anrichten. Solche Aufnahmen verletzen die Würde der betroffenen Menschen und können auch ihre Familien stark belasten, so Penner. Er betonte, dass das eigene Recht dort ende, wo das Recht der anderen Person beginne. Besonders verletzliche Menschen wie Unfallopfer oder Patienten hätten ein Recht auf Schutz und Privatsphäre, so Adolf Penner von der Ascim. (ZP-30)
