Vor 50 Jahren hat das Evangelium die Guaraní Ñandeva erreicht. Die Kirche Corvan in der Siedlung beim Dorf Friedensfeld in Fernheim bereitet aus diesem Anlass eine besondere Feier vor. Gefeiert werden 50 Jahre christlicher Glaube unter dem Volk der Guaraní Ñandeva, sagte der Pastor der Gemeinde, Lorenzo Ramírez, im Gespräch mit ZP-30. Nach seinen Angaben begann die Missionsarbeit in der Siedlung im Jahr 1976. Damals kamen Vorfahren der heutigen Bewohner aus Orten wie Pykasú in die Gegend, um zu arbeiten. In dieser Zeit hörten sie zum ersten Mal die Botschaft der Bibel. Daraus entstand dann die erste Gruppe Christen der Guaraní Ñandéva.
Zum Jubiläum ist ein zweitägiges und abwechslungsreiches Programm geplant. Am Samstag sollen Besuchergruppen und Chöre auftreten. Am Sonntag findet die zentrale Jubiläumsfeier statt. Dabei will die Gemeinde auf ihre Geschichte zurückblicken, Fotos zeigen und Zeugnisse von Menschen hören, die zu den ersten Christen der Siedlung gehörten. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Mittagessen. Außerdem arbeitet die Gemeinde an einer Jubiläumszeitschrift. Darin sollen Geschichten, Zeugnisse und Ereignisse aus den Jahren 1976 bis 2026 festgehalten werden.
Die Gemeinde in der Siedlung bei Friedensfeld gilt als Muttergemeinde der Guaraní Ñandéva in der Region, erklärte Pastor Ramírez. Von hier aus sind in den vergangenen Jahren weitere Gemeinden entstanden in Siedlungen wie beispielsweise Laguna Negra, Ñu Guasú, Pykasú und Sirákua. Der Pastor betonte außerdem die gute Zusammenarbeit mit den Nachbarn aus dem anliegenden Dorf. Diese hätten die Gemeinde schon seit den Anfängen unterstützt – sowohl durch Arbeitsmöglichkeiten als auch durch Hilfe bei verschiedenen Bedürfnissen der Siedlung, so Ramírez. (ZP-30)
Paraguay präsentiert sein Modell der familiären Landwirtschaft auf dem Regionalgipfel der FAO. Wie die Zeitung 5 Días berichtet, präsentierte der paraguayische Minister für Landwirtschaft und Viehzucht die Strategien zur Stärkung der familiären Landwirtschaft und zur Verbesserung der ländlichen Produktivität. Dies geschah im Rahmen der 39. Regionalkonferenz der Organisation der Vereinten Nationen für Landwirtschaft und Ernährung, FAO, für Lateinamerika und die Karibik. Die Konferenz fand in der brasilianischen Hauptstadt Brasília statt.
Der paraguayische Landwirtschaftsminister Carlos Giménez erläuterte dabei verschiedene Maßnahmen, mit denen kleine landwirtschaftliche Betriebe unterstützt werden sollen. In Paraguay gibt es nach offiziellen Angaben fast 260.000 landwirtschaftliche Familienbetriebe. Sie spielen eine wichtige Rolle für die Lebensmittelproduktion und die wirtschaftliche Entwicklung in ländlichen Regionen.
Ein Schwerpunkt der staatlichen Politik liegt auf einer stärkeren technischen Beratung für Landwirte. Fachkräfte begleiten Produzenten vor Ort und helfen dabei, die Produktivität zu steigern und nachhaltigere Anbaumethoden einzuführen. Das Ziel ist, bestehende Unterschiede bei den Erträgen in verschiedenen Produktionsbereichen zu verringern und gleichzeitig die Ernährungssicherheit zu stärken.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verbesserung der Vermarktung von Produkten aus der Familienlandwirtschaft. Dazu gehören unter anderem spezielle Bauernmärkte, auf denen Produzenten ihre Waren direkt an Verbraucher verkaufen können. Dadurch sollen bessere Einkommen für ländliche Familien erzielt werden. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums gilt die Stärkung der Familienlandwirtschaft als zentrale Strategie für die langfristige Entwicklung des ländlichen Raums in Paraguay. (5dias)
Eine Kraftwerksgesellschaft in Villarrica muss Ande 65 Milliarden Guaraníes für Tarifunterschiede zahlen. Darüber berichtet ABC Color. Das Berufungsgericht für Zivil- und Handelssachen der Hauptstadt verurteilte die Licht- und Kraftwerksgesellschaft CLYFSA, zur vollständigen Zahlung der Schulden an die nationale Stromverwaltung ANDE. Die Schulden betragen eine Summe von insgesamt 65 Milliarden Guaraníes. Dabei handelt es sich um ausstehende tarifliche Differenzen aus den Jahren 2017 bis 2021. Beim Unternehmen CLYFSA handelt sich um ein Stromversorgungsunternehmen, das mehr als 17.000 Familien in der Stadt Villarrica, im Departament Guairá, mit Strom versorgt.
Der Rechtsstreit entstand, nachdem die Regierung im Jahr 2017 neue Stromtarife eingeführt hatte. Während diese im ganzen Land angewendet wurden, konnte die Firma CLYFSA aus Villarrica zunächst weiterhin einen älteren und günstigeren Tarif nutzen. Möglich wurde das durch eine vorübergehende gerichtliche Schutzmaßnahme.
Die nationale Stromgesellschaft ANDE vertrat jedoch die Meinung, dass diese Maßnahme die grundlegende vertragliche Verpflichtung zur Zahlung der neuen Tarife nicht aufhebe. Nach mehreren Jahren juristischer Auseinandersetzungen ist das Berufungsgericht nun zu dem Schluss gekommen, dass CLYFSA nun doch zur Zahlung verpflichtet ist.
Neben der Hauptsumme muss das Unternehmen auch monatliche Zinsen von 2,6 % für den entsprechenden Zeitraum zahlen. Außerdem wurden CLYFSA die Gerichtskosten auferlegt. Mit dem Urteil soll die ausstehende Schuld gegenüber der staatlichen Stromversorgung endgültig geregelt werden. (ABC Color, clyfsa.com)
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