Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 4. März 2026

Mitte März beginnt die Landwirtschaftszählung im Chaco. Der Direktor für Landwirtschaftszählung und Statistik, Anselmo Maciel, hat im Gespräch mit ZP-30 angekündigt, dass am 16. März eine neue landwirtschaftliche Zählung im Chaco beginnt. Derzeit werden die Mitarbeiter auf ihren Einsatz vorbereitet. Zunächst finden Schulungen für Koordinatoren und technisches Personal statt, anschließend werden die Interviewer ausgebildet. Sie werden die Produzenten auf ihren Höfen besuchen und die Daten erfassen. Parallel zur Erhebung im Chaco wird auch in Ost-Paraguay eine Umfrage durchgeführt. Dort geht es vor allem um kleine und mittelständische landwirtschaftliche Betriebe und ihre wirtschaftliche Situation.

Die letzte landesweite Landwirtschaftszählung fand im Jahr 2022 statt. Nun sollen die Daten aktualisiert und ergänzt werden. Ein besonderer Fokus liegt diesmal auf der Viehwirtschaft im Chaco. Untersucht wird unter anderem, wie die Betriebe organisiert sind, welche Technologien sie nutzen und wie sie produzieren. Die Ergebnisse sollen der Regierung als Grundlage für zukünftige Entscheidungen dienen. Maciel betonte, dass alle erhobenen Daten gesetzlich geschützt sind. Persönliche Angaben einzelner Produzenten werden nicht veröffentlicht, sondern ausschließlich in zusammengefasster statistischer Form ausgewertet.

Weiter erklärte Maciel, dass im Chaco rund 130 Menschen im Einsatz sein werden. Dazu gehören Koordinatoren, technische Fachkräfte und Interviewer. Die Datenerhebung läuft bis zum 30. April. Die meisten Mitarbeiter sind nur für diese Zeit angestellt. Die Interviewer werden außerdem klar erkennbar sein. Sie tragen Westen und Mützen mit dem Logo des Landwirtschaftsministeriums sowie einen offiziellen Dienstausweis. (ZP-30)

Auf der Bioceánica bei Mcal. Estigarribia werden die Nebenstraßen verbessert. Dabei handelt es sich um den Abschnitt 1 des biozeanischen Korridors. Der Grund für die Verbesserungen sind das wechselhafte Wetter und der viele Verkehr. Die Arbeiten seien wichtig, damit die Straßen trotz starker Regenfälle befahrbar und sicher bleiben, schreibt das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation, MOPC. Gleichzeitig gehen die Bauarbeiten der Hauptstraße weiter, besonders auf den letzten 30 km der Strecke. Dort werden Rohre eingebaut, damit das Regenwasser besser abfließen kann. Außerdem werden Erdwälle gebaut und der Boden für die Straße stabilisiert. Der Abschnitt 1 umfasst rund 54 km der Fernstraße 15. (MOPC)

Paraguay erwägt Anpassungen bei Benzin und Dieselpreisen. Darüber berichtet ADN Digital. Industrieminister Marco Riquelme bestätigte, dass sich die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten bereits auf die internationalen Ölpreise auswirkt. Betroffen sind damit auch auf die von Paraguay importierten Kraftstoffe. Riquelme erklärte weiter, sie hätten bereits erste Reaktionen des Ölmarktes gesehen, der zwischen 16 und 20% gestiegen ist. Dies würde auch zu einem Anstieg der übrigen Produktionskette führen.

            Der Minister gab an, dass die Preise für Benzin auf den internationalen Märkten um 40% und die für Diesel um 14% gestiegen seien. Er stellte jedoch klar, dass eine lokale Anpassung noch nicht übereilt beschlossen werde. Gerechnet wird mit einem möglichen Anstieg, man wolle jedoch nicht unverantwortlich handeln, ohne zuvor die verfügbaren Lagerbestände und andere Variablen zu berücksichtigen, sagte er.

            Riquelme versicherte, dass Paraguay nach dieser ersten Einschätzung nicht von einer Kraftstoffknappheit bedroht sei. Er fügte hinzu, dass man in ständigem Kontakt mit der staatlichen Rohölgesellschaft PETROPAR stehe, um die Verfügbarkeit von Rohstoffen und die Lagerbestände zu überwachen. Der Minister führte aus, dass die Lage in der Straße von Hormus zu den Preissteigerungen beiträgt. Sie ist ein strategisch wichtiger Wasser-Transportweg für Öl. Derzeit ist dieser aus Sicherheitsgründen zu 85% gesperrt.

            Auf die Frage nach Alternativen für die Versorgung erklärte Riquelme, dass es mehrere Optionen gebe, die derzeit geprüft würden. Er gab aber keine konkreten Angaben. Zum Schluss sagte er, die Situation entwickle sich täglich weiter und sie würden sicherlich im Laufe der Woche weitere Neuigkeiten haben. (ADN Digital)

Das Gesundheitsministerium hat im Januar landesweit mehr als eine Million Behandlungen verzeichnet. Wie IP Paraguay auf Berufung des Gesundheitsministeriums berichtet, wurden landesweit insgesamt rund 1.200.000 Arztbesuche registriert. Davon entfielen 775.000 Behandlungen auf Krankenhäuser, Gesundheitszentren und Ambulanzen. Weitere rund 400.000 Konsultationen wurden in den sogenannten Familiengesundheitseinheiten durchgeführt, die eine zentrale Rolle in der wohnortnahen Primärversorgung spielen.

Die größte Nachfrage verzeichnete die Gesundheitsregion im Departament Central mit knapp 240.000 Behandlungen. Es folgen Itapúa und Alto Paraná. Im Vergleich zu 2024 ist ein deutlicher Anstieg der Patientenzahlen zu beobachten. Damals wurden im selben Zeitraum fast 960.000 Arztbesuche gezählt.

Auch in den Bereichen Diagnostik und Chirurgie gibt es eine hohe Anzahl an Patienten. Das Ministerium meldet über 5.600 Operationen in allen 18 Gesundheitsregionen. Die Regierung wertet diese Entwicklung als Zeichen für eine gestärkte öffentliche Gesundheitsversorgung und einen verbesserten Zugang zu medizinischen Leistungen im ganzen Land. (IP Paraguay)

Umbau im Gefängnis Tacumbú soll die Resozialisierung der Häftlinge stärken. Das Justizministerium hat gestern die Renovierungsarbeiten im linken Flügel der oberen Etage der Nationalen Strafanstalt Tacumbú eingeweiht. Früher war der Bereich bekannt für die sogenannten „VIP-Zellen“. Wie IP Paraguay berichtet, dient er nun als moderner institutioneller Raum zur Resozialisierung.

Der Justizminister Rodrigo Nicora betonte, dass Hochrisiko-Häftlinge wie beispielsweise frühere Drogenhändler nicht mehr in diesen Zellen untergebracht sind. Auf 200m² wurden Böden, Decken und elektrische Anlagen erneuert. Mit über 400.000.000 Guaraníes wurden Büros für soziale Wiedereingliederung, psychologische Betreuung, Rechtsberatung und Gemeinschaftsarbeit eingerichtet.

Wie Nicora erklärte, sind Möbel, Haushaltsgeräte und weiteres Inventar des ehemaligen Frauengefängnisses „Buen Pastor“ bei den Verbesserungsarbeiten in Tacumbú wiederverwendet worden. Dadurch konnten die Ausgaben des Justizministeriums reduziert werden. Geplant seien zudem verbesserte Zugangs- und Kontrollmaßnahmen für Besucher, so Nicora. Ende 2025 waren in der nationalen Strafanstalt Tacumbú mehr als 2.000 Personen inhaftiert. (IP Paraguay/Última Hora)


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