Mittagsnachrichten von Radio ZP-30 am 28. Februar 2026

Ande erklärt Ursachen für den großflächigen Stromausfall in der vorigen Woche. Ein technischer Defekt in der Umspannanlage Yguazú hat am Mittwoch der vorigen Woche um etwa 15 Uhr 20 einen großflächigen Stromausfall in Paraguay ausgelöst. Betroffen waren Asunción und andere Städte im Departament Central sowie der Osten, Norden und Westen von Paraguay.
Nach Angaben der staatlichen Stromgesellschaft, Ande, hatte das Stromnetz zuvor stabil gearbeitet. Kurz nach 14 Uhr wurde mit fast 5.700 Megawatt der Tageshöchstverbrauch gemessen. Zum Zeitpunkt des großflächigen Stromausfalls war der Verbrauch bereits um etwa 400 Megawatt gesunken. Die Versorgung erfolgte über die Wasserkraftwerke Itaipú, Yacyretá und Acaray.
Ursache für den fast landesweiten Stromausfall war laut Ande das Lösen eines 500-Kilovolt-Verbinders an einem Transformator in Yguazú. In der Folge schalteten sich zwei zentrale Übertragungsleitungen zwischen Yguazú und Coronel Oviedo automatisch ab.
Als die beiden wichtigen Stromleitungen gleichzeitig ausfielen, sank die Spannung im Stromnetz. Zahlreiche Geräte wie Klimaanlagen und andere Kühlgeräte schalteten sich automatisch ab. Wegen der großen Hitze waren besonders viele dieser Geräte eingeschaltet. Dadurch geriet das Gleichgewicht zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch durcheinander.
Um Schäden zu vermeiden, trennten die Schutzsysteme das Stromnetz von den Kraftwerken. Danach stieg die Spannung im restlichen Netz stark an. Deshalb wurde der Überspannungsschutz in der Umspannanlage bei Itaipú aktiviert. Alle wichtigen Leitungen zwischen dem Kraftwerk und Ande wurden abgeschaltet. So kam es schließlich zum kompletten Stromausfall in den betroffenen Regionen.
Um ähnliche Vorfälle künftig zu vermeiden, wird derzeit eine neue 500-Kilovolt-Doppelleitung zwischen Yguazú und Valenzuela gebaut. Zudem befindet sich eine zweite ähnliche Leitung zwischen der rechten Seite von Itaipú und Villa Hayes im Ausschreibungsverfahren. (ANDE)

In privatem Hafen in Luque sind gefälschte Produkte beschlagnahmt worden. Wie die Tageszeitung Hoy berichtet, wurden in einem privaten Hafen in Luque 448 Kisten mit mutmaßlich gefälschter Ware entdeckt. In den Kisten befanden sich große Mengen und Vielfalt an Schuhen, Sonnenbrillenetuis, Verpackungen und Kartonagen mit Logos international bekannter Marken. Der Einsatz erfolgte nach Anzeigen von Markenvertretern und gemeinsamen Ermittlungen der Nationalen Direktion für Urheberrecht und geistiges Eigentum, DINAPI. Die staatliche Behörde für Steuereinnahmen, DNIT,war auch vor Ort unter Leitung der spezialisierten Staatsanwaltschaft für geistiges Eigentum und Schmuggel. Auf richterliche Anordnung wurden alle Waren beschlagnahmt. Nach Angaben der Behörden sind gemeinsame Strategien zentral, um Produktpiraterie wirksam einzudämmen und gleiche Marktbedingungen zu gewährleisten. (Diario Hoy)

Mikrochips sind zur Überwachung der Mbói-Jagua-im Schutzgebiet Mbaracayú eingesetzt worden. Nach Angaben von IP Paraguay haben Fachleute der Abteilung für Schutzgebiete der binationalen Einrichtung Itaipú im biologischen Schutzgebiet Mbaracayú mit der Implantation von Mikrochips begonnen. Ziel ist die individuelle Kennzeichnung der Mbói Jagua, die auch bekannt ist als die nördliche Anakonda.
Die Technologie ermöglicht eine präzise Identifizierung jedes Tieres mittels eines einzigartigen Codes. Dadurch können Wiederfänge eindeutig zugeordnet, Daten verbessert und Schutzmaßnahmen gezielter geplant werden. Damit erhofft man sich, dass diese prioritäre Art langfristig erhalten bleibt und gestärkt wird, denn die nördliche Anakonda gilt auf nationaler Ebene als vom Aussterben bedroht. (IP Paraguay)

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