Dies wurde gestern bei einem Treffen in der Gobernación Boquerón bekannt gegeben. Daran teilgenommen haben unter anderem Vertreter der Polizei und der Abteilungen für interne Sicherheit der Kolonien Menno, Fernheim und Neuland. Geleitet wurde das Treffen vom Vertreter des Innenministeriums für das 911-System, wie Kommissar Mariano Sosa gegenüber ZP-30 sagte.
Das Ziel des Treffens war, einen Plan vorzustellen für die Einführung der einheitlichen Notrufnummer im Chaco. Dafür müsse ein Notfall- und Sicherheitszentrum eingerichtet werden, welches die Departamente Boquerón und Alto Paraguay abdecken würde, erklärte der Koordinator für Sicherheit bei Acomepa, Alvin Dyck. Benötigt würden dafür laut Kommissar Sosa ein Gebäude und ausgebildetes Personal, das die Anrufe von der Zentrale im Chaco an die Polizeidienststellen weiterleitet.
Das Notrufsystem 911 wurde laut Dyck im Jahr 2014 angeschafft und schrittweise in einigen Landesteilen eingeführt. Wählt man derzeit im Chaco den Notruf, geht der Anruf in der Zentrale in Asunción ein. Von dort wird er an jene Polizeidienststelle weitergeleitet, die dem Tat- oder Unfallort am nächsten liegt.
Der Innenminister hatte laut Kommissar Sosa bei einem früheren Besuch im Chaco angekündigt, das 911-System auch in dieser Region des Landes einzuführen. Dadurch soll die Einsatzkoordination der Polizei verbessert werden. Konkrete Beschlüsse wurden bislang nicht gefasst. Im Mittelpunkt des Treffens am Montag stand vielmehr die Darstellung und Prüfung bereits vorhandener lokaler Strukturen und technischer Möglichkeiten. Diese könnten genutzt werden, um eine Einführung des Systems zu erleichtern, ohne es vollständig neu aufbauen zu müssen, wie es heißt. (ZP-30)
